Mit frischem Wind

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Neu im TSV-Trikot: Coach Sven Kresin kann sich in der kommenden Saison auf die Zugänge Jonas Meichelböck, Sebastian Bonfert und Philipp Beigl (v. links) freuen.

Landsberg – Bei den Bayernligafußballern des TSV Landsberg zeichnet sich im Sommer ein nicht unerhebliches Kommen und Gehen ab. Die enttäuschende Rückrunde hat Spuren hinterlassen, personell hat der Sportliche Leiter Toni Yildirim Handlungsbedarf ausgemacht. Am Sonntag wurden die ersten drei Neuverpflichtungen bekanntgegeben.

„Hinten sieht man, dass wir Probleme haben und bei Spielaufbau und Spielwitz fehlt es auch“, zieht Toni Yildirim, Sportlicher Leiter bei den Fußballern des TSV Landsberg, sein Fazit. „Wir brauchen frischen Wind.“ Dafür sollen zur kommenden Saison auch Sebastian Bonfert, Philipp Beigl und Jonas Meichelböck sorgen. Alle drei standen zuletzt beim FC Memmingen unter Vertrag.

Bonfert ist ein altbekanntes Gesicht. „Ich war nie ganz weg. Der TSV ist mein Heimatverein, ich habe das Geschehen immer verfolgt.“ 2012 zog es den 28-Jährigen fort zum FCM, wo er zuletzt Kapitän der Regionalligamannschaft war. Nun habe er eine Luftveränderung gebraucht, Landsberg sei da für den Iglinger genau die richtige Adresse. „Es ist klasse, was der TSV seit meinem Abgang auf die Beine gestellt hat, das aktuelle Zwischentief ist ganz normal. Doch natürlich komme ich nicht, um mit Landsberg auf einem Tabellenplatz wie jetzt zu landen“, so der Mittelfeldakteur.

Neben ihm zieht es zwei seiner Mitspieler an den Lech. Philipp Beigl wird zur kommenden Saison aus dem Torhüterduo Tobias Heiland und Leon Veliu ein Trio machen. Der 23-Jährige kam zuletzt insbesondere in der Landesligareserve zu Einsätzen. Wenngleich er sich als Mannschaftsspieler sieht, setze er sich natürlich nicht freiwillig auf die Bank, so der Schlussmann. Er wolle Sven Kresin, der auch in der kommenden Saison als Cheftrainer des TSV tätig sein wird, von seinen Qualitäten überzeugen. Überhaupt sei der Coach ein wichtiges Argument gewesen, an den Lech zu wechseln.

So argumentiert auch Jonas Meichelböck, Neuzugang Nummer drei. Kontakt nach Landsberg habe er in den letzten Jahren immer wieder gehabt, berichtet der 23-Jährige, nun kommt der Wechsel zustande. Yildirim charakterisiert den Allgäuer als echten Allrounder, mit dem aber erst einmal in der Innenverteidigung geplant werde.

Einigkeit besteht auch mit weiteren Verstärkungen, die aktuellen Clubs hätten jedoch darum gebeten, noch mit der Bekanntgabe zu warten. Insgesamt können sich die Fans auf einige neue Gesichter einstellen. Denn neben den bestehenden spielerischen Defiziten sei der aktuelle Kader insgesamt auch in der Breite zu schmal.

Welche Spieler ihre Zelte in Landsberg abbrechen werden, ist indes noch nicht klar. Die Gespräche laufen an, vier bis fünf Akteure verlassen wohl die Mannschaft. „Ein paar ältere gehen in Richtung unserer 2. Mannschaft weg.“ Daneben gebe es Kandidaten, von denen man sich freiwillig trenne: „Das wird sehr leistungsabhängig laufen.“ Andere kehren Landsberg freiwillig den Rücken und orientieren sich neu. Angebote von außerhalb locken, doch in ein Wettbieten will Yildirim nicht einsteigen. Ausreißer im Gehaltsgefüge werde es nicht geben, denn „beim Etat machen wir keine Experimente“.

Gesunde Finanzen sind auch für Abteilungsleiter Robert Michel oberstes Gebot. Hilfreich wäre es, wenn in Sachen Hauptsponsor bald Vollzug gemeldet werden könnte. Der Vertrag mit Hacker-Pschorr läuft im August aus. „Wir sind mit zwei Kandidaten im Gespräch“, so Michel. Auch kurzfristig könnten sich hier und am Kader weitere Neuigkeiten ergeben.

Rasso Schorer

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