Die Luft ist raus

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Landsberg – Man kann es drehen und wenden, wie man will – die Luft beim designierten Bayernliga-Aufsteiger TSV Landsberg ist raus. Im letzten Heimspiel gegen Memmingen zeigte man beim 1:1 zwar noch einmal eine gute Partie, „aber das letzte Quäntchen fehlt dann einfach“, wie Trainer Sven Kresin sagt. 

Zum Saisonabschluss steht noch die Partie in Ottobeuren an (Samstag, 16 Uhr), in Landsberg bastelt man allerdings weiter eifrig an der neuen Saison.

Auch gegen die Allgäuer hatte der TSV wieder die Mehrzahl der Chancen, „wir hätten sogar in der Schlussminute noch das Siegtor machen können“, so Kresin, „aber da fehlt dann einfach die Spannung“. Wobei der Coach betont, „dass das der Mannschaft nach dieser Saison dann einfach nachzusehen ist.“ So musste man sich diesmal mit einem Punkt begnügen. Salemovic war kurz vor der Pause im Strafraum umgestoßen worden, den Elfmeter verwandelte Strohhofer zur Führung. Eine Viertelstunde vor Schluss sorgte Eisenmann dann für den Ausgleich für Memmingen. 

In Landsberg richtet sich angesichts der nicht nennenswerten Sommer-„Pause“ der Blick unterdessen schon längst nach vorne. Nach Englich (Abwehr) und Zinner (Angriff, beide Thannhausen, beide zuvor in Kaufering aktiv), Mittelfeldmann Spannenberger (Germaringen) und Stürmer Siegwart (Mindelheim) nehmen zwei weitere Transfers Formen an. Manuel Detmar (19), Sohn des TSV-Co-Trainers und ehemaligen Spielers Christian Detmar, und Daniel Neuhaus (21) sollen vom Nachbarn aus Kaufering zum TSV stoßen. Sollten die Verpflichtungen alle klappen, holen sich Trainer und Sportliche Leitung gehörige Torgefahr für die nächste Spielzeit, denn die sicheren und die potenziellen Neuzugänge haben bis auf Verteidiger Englich in ihren jeweiligen Vereinen regelmäßig getroffen: Zinner kam in der Landesliga auf acht Treffer, Spannenberger in der Bezirksliga auf zehn, Siegwart aus dem Mittelfeld auf fünf, Detmar auf 19, Neuhaus auf 15. 

Dass die Kauferinger noch im Nachwuchsalter anzusiedeln sind und bisher in der Kreisliga gespielt haben, ist für Kresin kein Problem. „Spieler, die aus höheren Ligen kommen, sind in Landsberg nicht zu finanzieren. Die Vereine suchen dann junge Leute oder welche im besten Fußballeralter. Wir finden sie und bauen sie dann auf.“ Der Trainer, der mit Tony Yildirim einen nachgewiesen guten „Scout“ an seiner Seite weiß, sieht das nicht nur dem engen Finanzrahmen geschuldet. „Lieber so, als dass ich wie manche Nachbarvereine jahrelang viel Geld ausgebe und dann zum Schluss doch gegen den Abstieg spiele. Da ist es mir lieber, wenn sich die jungen ein oder zwei Jahre ihre Sporen verdienen und dann einschlagen. Wie das funktionieren kann, sieht man an Spielern wie Nuscheler und Fülla.“

Christoph Kruse

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