Die Play-Offs wieder in Reichweite

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Im Derby gegen Buchloe zeigten die Riverkings sich kämpferisch. Für ihre Leistung wurden sie mit einem 4:2-Sieg belohnt. Damit stehen die Chancen auf einen Einzug in die Play-Offs nicht schlecht.

Landsberg – Mit zwei Siegen zurück in der Spur: Die Play-Offs in der Eishockey-Bayernliga (und damit der vorzeitige Klassenerhalt) sind für den HC Landsberg wieder in direkter Reichweite. Nach dem 6:3 in Pfaffenhofen und dem 4:2-Erfolg im hochspannenden Derby gegen Buchloe haben die Riverkings vor den letzten drei Partien beste Karten im Kampf um einen der beiden ersten Plätze.

Cheftrainer Andreas Zeck hatte nach dem 1:3 im Heimspiel gegen Pfaffenhofen reagiert, seinen bisherigen ersten Sturm Rohde/Dolezal/Sturm quasi in seine Einzelteile zerlegt und schon für das Rückspiel in der Holledau völlig neue Angriffsreihen zusammengestellt. 

Weg nach vorne

Dolezal findet sich jetzt neben Markus Kerber und (im Wechsel) Dominic Kerber und Grünauer wieder; Rohde stürmt mit Fischer und Tausend (Dörner) und Sturm hat als neue Partner Gäbelein und Stefan Kerber. 

Das funktionierte nicht nur beim überzeugenden Auswärtssieg, sondern auch zwei Tage später gegen Buchloe. „Die Maßnahme hat offensichtlich Wirkung erzielt“, resümierte Zeck, „wir werden uns zwar am Dienstag vor dem Training wieder mit den Spielern zusammensetzen, aber es gibt im Moment keinen Grund, etwas zu ändern.“ 

Die beiden Siege hatten ihren Grund aber nicht nur in den Umstellungen, auch kämpferisch zeigten sich die Riverkings stark verbessert. „Jeder war bereit, seine Wege zu gehen und den Einsatz zu zeigen, den wir erwarten“, meinte der Coach nach dem hart erkämpften 4:2 im Nachbarschaftsduell. 

Sein Gegenüber pflichtete ihm ausdrücklich bei. „Die drei Punkte sind verdient hier geblieben“, so Buchloes Sportlicher Leiter Florian Warkus. „Landsberg wollte mehr gewinnen. Wir sind enttäuscht, unsere Leistungsträger zeigen in wichtigen Spielen einfach nicht das, was wir erwarten.“ 

Das konnte man von den Gastgebern an diesem Abend nicht sagen. Mit letztem Einsatz rang man mit dem ESV um jeden Meter Eis und zog damit auch in brenzligen Situationen immer wieder den Kopf aus der Schlinge. So auch zu Beginn des letzten Drittels, als man minutenlang in doppelter Unterzahl agieren musste und dann auch den 2:2-Ausgleich kassierte. Die richtige Antwort kam mit dem postwendenden 3:2 durch einen blitzsauberen Konter über den überragenden Markus Kerber und Dolezal. 

Dass es überhaupt zu den vielen Unterzahlsituationen gekommen war, hatten die Riverkings aber auch dem Schiedsrichter zu verdanken. Auch da war sich Buchloes Florian Warkus mit dem HCL einig: „Landsberg hat eine junge Mannschaft, die über den Kampf kommt, da ist es schwierig, sich auf diesen Schiedsrichter einzustellen. Er pfeift manches, was andere nicht pfeifen und dann ahndet er wieder klare Fouls nicht“, so der 34-Jährige, der zudem auch eine wahre Legende im Stadion gesehen hatte. „Wenn Pompejo Ondertoller dann als Schiedsrichterbeobachter da ist, gibt’s vielleicht nochmal die eine oder andere Strafe mehr.“ 

Den Landsbergern kann die Leistung des Unparteiischen angesichts des Derby-Sieges letztlich egal sein, auch Warkus wollte sie nicht als Grund für das Ergebnis heranziehen. „Es gab seltsame Strafen, aber da wir in Überzahl brutal harmlos sind, alles kein Problem.“ 

Bei beiden Teams richtete sich der Blick nach der Partie ohnehin schon wieder nach vorne. Drei Partien sind in der Zwischenrunde noch zu spielen, im Moment liegen mit Buchloe, Pfaffenhofen und Landsberg drei Teams mit sechs Punkten vorne. 

Auf dem Papier haben die Riverkings jetzt beste Chancen, mit dem Einzug in die Play-Offs einen überraschenden Erfolg schon im Aufstiegsjahr einzufahren. Gegen Pfaffenhofen hat man den direkten Vergleich bereits knapp gewonnen, in den beiden letzten Partien geht es außerdem gegen die bislang punktlosen Nürnberger. 

Zuvor steht allerdings noch das wohl schwerste Spiel der Runde an. Am Freitag geht es erneut in das nur 12 Kilometer entfernte Buchloe. „Auch da muss wieder jeder einzelne bereit sein, alles zu geben und zu zeigen, dass er Eiszeit haben will“, fordert Andreas Zeck, dem allerdings Florian Warkus bereits persönlich einen harten Kampf ankündigt: „Wir werden alles tun, um es dem 'Schnipper' so schwer wie möglich zu machen.“ 

EC Pfaffenhofen – HC Landsberg 3:6 (1:3, 1:1, 1:2). - Tore: 0:1 (5.) Dolezal (Sturm, M.Kerber), 1:1 (7.) Gebhardt, 1:2 (15.) Sturm (Wedl), 1:3 (19.) Tausend (Rohde), 2:3 (24.) Becker, 2:4 (29.) Dolezal (Schmelcher), 2:5 (52.) Schmelcher (Sturm), 3:5 (46.) Gabler, 3:6 (52.) S. Kerber. - Strafminuten: Pfaffenhofen 14 + 5+Spieldauer für Selea, Landsberg 10. 

HC Landsberg – ESV Buchloe 4:2 (1:0, 1:1, 2:1). - Tore: 1:0 (4.) Gäbelein (Turner), 2:0 (22.) M. Kerber (D. Kerber), 2:1 (26.) M. Strodel (Strobel), 2:2 (44.) Braun (+1), 3:2 (47.) Dolezal (M. Kerber), 4:2 (60.) M. Kerber (ENG). - Zuschauer: 1031. - Strafminuten: Landsberg 26, Buchloe 20 + 2x10 für D. Strodel.

Christoph Kruse

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