Red Hocks vor dem ersten Auswärtsspiel

Gleich in die Ferne

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Zuletzt bissen sich die Red Hocks immer wieder die Zähne an den unangenehmen Hamburgern aus. Nun steht der Saisonstart zu Gast bei den Hanseaten an.

Kaufering – Die neue Floorball-Saison steht vor der Tür. Zum vierten Mal in Folge gehen die Red Hocks Kaufering in der höchsten deutschen Spielklasse an den Start. Nach schmerzhaften Abgängen im Sommer sollen erneut eigene Talente in die Bresche springen. Spielertrainer Niels Hauser zeigt sich mit der Vorbereitung zufrieden und gibt das Erreichen der Playoffs als das angestrebte Ziel aus. Zu Gast beim ersten Gegner, den ETV Piranhhas Hamburg, rechnet er mit einer schweren Aufgabe für sein junges Team.

Knapp drei Monate lang haben Kauferings Floorballer geschwitzt, um bestmöglich vorbereitet in die vierte Saison in Deutschlands höchster Spielklasse zu starten. Während zu Beginn Kraft und Kondition im Vordergrund standen, flossen ab Mitte August taktische und technische Elemente ein, welche Ende August bei einem Vorbereitungsturnier in Münster auf die Probe gestellt wurden. „Wir konnten unser Vorbereitungsprogramm wie geplant absolvieren. Ein paar Spieler sind aus Urlaubs- oder Krankheitsgründen noch nicht fit. Die müssen in den kommenden Wochen den Anschluss finden“, so das Resümee von Spielertrainer Niels Hauser.

Ob sich die Vorbereitung auszahlt, wird das Team um Kapitän Falkenberger am kommenden Wochenende feststellen. Dann steht das erste Saisonspiel in Hamburg auf dem Programm. Die Hanseaten waren in den letzten beiden Jahren der härteste Konkurrent um den begehrten 6. Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt und den Klassenerhalt sichert.

Im Sommer kam Bewegung in den sonst sehr konstanten Kader der Hamburger. Einige Leistungsträger verließen den Klub, darunter auch Fleming Per Kühl, einer der Torgaranten der vergangenen Saison. Den Juniorennationalspieler verschlug es zum Schweizer Serienmeister SV Wiler-Ersigen, in dessen U21 er auf den ehemaligen Kauferinger Tino von Pritzbuer trifft. Dem gegenüber stehen der finnische Neuzugang Pekka Heikkinen und der Japaner Shin Kato. Hinzu kommt die Rückkehr von Nationaltorhüter Mike Dietz, welcher drei Jahre in Schweden verbrachte. „Mit Dietz verfügen die Hamburger einen überragenden Torhüter, der unsere Angreifer auf eine harte Probe stellen wird“, so Hauser.

Schwieriges Pflaster

Vor allem in der Ferne gab es für die Red Hocks in der Vergangenheit kaum etwas bei den Piranhhas zu holen. Hauser sieht die Stärken der Elbstädter, gerade in eigener Halle, in ihrer disziplinierten Defensive. „Außerdem sind sie körperlich eine sehr robuste Mannschaft, worauf sich unsere jungen Spieler sicherlich erst einmal einstellen müssen“, weiß Angreifer Tobias Hutter. Doch gerade von seinen Talenten, wie zum Beispiel Junioren-Nationalverteidiger Christian Göth, erwartet sich Hauser viel. „Er ist sowohl technisch als auch physisch bereit für die 1. Bundesliga und soll in der kommenden Spielzeit mehr Verantwortung übernehmen, nachdem er sich in der letzten Saison zurecht einen Platz unter den ersten beiden Verteidigungspaaren erkämpft hat“. Weiteren Spielern stellt der Trainer vermehrt Einsätze in Aussicht: „Sie werden sich bei zuverlässiger Trainingsbeteiligung sehr gut entwickeln.“ Welcher Kader dem Kauferinger Trainergespann für die weite Fahrt am kommenden Wochenende zur Verfügung steht, zeigt sich im Lauf der verbleibenden Trainings. Das Ziel sei aber, das Tempo über die gesamte Spielzeit hinweg mit drei spielstarken Reihen hoch zu halten. Mit möglichen Neuzugängen rechnen die Verantwortlichen, wenn überhaupt, erst ab Mitte Oktober.

„Zu Beginn der Saison werden sich noch kleine technische und taktische Unstimmigkeiten in der Vorwärtsbewegung einschleichen, die wir durch Einsatzwillen wett machen. In der Defensive konnten wir uns im Vergleich zum Vorbereitungsturnier nochmals steigern. Da sind wir für Hamburg gewappnet“, gibt sich Hauser optimistisch. Und auch die Mannschaft ist heiß und freut sich auf den Saisonstart. Da spielt auch die lange Strecke in den Norden keine Rolle. „Wir sind es gewohnt, so lange im Bus zu sitzen und außerdem ist man ja auch rechtzeitig vor Ort, um sich vor der Halle noch die Beine vertreten zu können“, freut sich Angreifer Marco Keß.

Fan-Plätze im Bus sind noch frei. Die Anmeldung erfolgt per Mail an den Förderverein, der auch die Dauerkarten-Reservierungen entgegen nimmt unter info@foerderverein-redhocks.de. Zuhause sind die Kauferinger dann am darauffolgenden Wochenende gefordert. Und das gleich doppelt: Am 24. und 25. September gastieren Rekordmeister UHC Weißenfels und die Floor Fighters Chemnitz am Lech.

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