Kauferinger Floorballer wieder erfolgreich

Red Hocks ringen Floorfighter nieder

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Die Schiedsrichterleistung sorgte in der Bundesliga-Partie der Red Hocks Kaufering gegen Floorfighters Chemnitz für viel Gesprächsstoff.

Kaufering – In einer sehr ruppigen und hektischen Partie haben die Red Hocks aus Kaufering am Samstag gegen die Floorfighters Chemnitz die entscheidenden Akzente setzen und sich mit 6:3 behaupten können. Dabei spielte offensichtlich keine Rolle, dass die Bundesliga-Begegnung nicht auf heimischem Parkett, sondern im Landsberger Sportzentrum stattfand – vor 438 Zuschauern.

Das erste Drittel ließ den Spielverlauf schon erahnen: Viele Chancen hüben wie drüben, reihenweise Fouls und teils undurchsichtige Schiedsrichterentscheidungen, die die sowieso schon emotionale Stimmung auf beiden Seiten immer wieder anheizten. Die Schiedsrichter standen bereits im Fokus, als von Pritzbuer in der sechsten Spielminute alleine vor dem Kasten der Chemnitzer auftauchte und nur noch mit einem Stockschlag aufgehalten werden konnte. Folgerichtig gab es Penalty, den Verteidiger Martin Klöck souverän einnetzte. Danach immer wieder viele kleine, teils versteckte, Fouls, die jedoch ungeahndet blieben und für Unmut bei beiden Teams sorgten.

Red Hocks im Spitzentrio der Bundesliga

Als mit Andreas Weg erstmals ein Kaufe­ringer wegen Stockschlags zwei Minuten auf der Strafbank saß, konnte die Überzahlformation der Floorfighters in der 13. Minute die Gelegenheit nutzen: Ein scharfer Pass vor das Tor fand von einem Fuß des eigenen Verteidigers den Weg vorbei an Torhüter Dahme. Nur 15 Sekunden später nutzten die Gäste die Schockstarre der Red Hocks erneut und Rosenthal war mit einem gekonnten Abschluss aus kurzer Distanz erfolgreich, nachdem er seinem Bewacher enteilt war. Nach der ersten Strafe gegen Chemnitz konnte auch das Team vom Lech zeigen, dass es des Überzahlspiels mächtig ist. Nach Vorlage von Neuzugang Martin Joscak, der ein vielversprechendes Debüt feierte, sorgte Tino von Pritzbuer für den 2:2-Ausgleich.

Der zweite Durchgang gehörte den Red Hocks. Nach einem Schuss des gut aufge­legten Andreas Weh konnte Angreifer Marco Keß seine Torflaute nach fast 37 Spielen endlich beenden, als er den Abpraller über die Linie drückte. Dass in diesem Moment mehr als nur ein Stein von den Schultern des Stürmers fiel, war deutlich spürbar und dementspre- chend groß war der Jubel auch bei Mitspielern und Fans. Zehn Minuten später durfte Dominik Hanic dann die Strafbank wärmen. Diesmal hielt die vielbeinige Abwehr aber stand und kurz nachdem der Tscheche wieder auf dem Feld stand, konnte er in der 39. Minute nach einem zuvor vergebenen Alleingang doch noch zum 4:2 erhöhen. Zwei Strafen gegen die Gäste, deren Unmut in dieser Situation nachvollziehbar war, brachten die Red Hocks kurz vor dem Pausenpfiff in eine gute Ausgangsposition für den letzten Abschnitt.

Es dauerte nach dem Wiederanpfiff dann auch nur 17 Sekunden, bis wieder Dominik Hanic mit einem Schlagschuss ins linke untere Eck traf. In der Folgezeit ließen beide Abwehrreihen hochkarätige Einschussmöglichkeiten zu, die Schluss- männer waren aber auf dem Posten. Das Tor der Floorfigh­-ters zum 5:3 nach 47 Minuten versprach eine heiße Schlussphase einzuläuten. Das sowieso schon hektische Geschehen, das von harten Zweikämpfen am Rande der Legalität geprägt war, nahm nochmals an Fahrt auf, als Häringer nach einer Ball­eroberung Joscak bediente, der den Ball im Netz zappeln ließ. Doch anstatt sich über seine Vorlage freuen zu können, wurde Häringer, wohl zurecht, für zwei Minuten des Feldes verwiesen, und der Treffer annulliert.

Wechselfehler

Chemnitz drängte nun in Überzahl auf den Anschluss, doch die Kauferinger Verteidigung konnte mit einer großen Portion Einsatz dagegen halten, die zwei Minuten verstrichen, abgesehen von einem zurecht aberkannten Treffers der Gäste, ohne nennenswerte Gefahr. Für klare Verhältnisse sorgte dann eine Koproduktion der Gebrüder Hanic. Michal, der zuvor einige Chancen zur Vorentschei­dung nicht hatte nutzen können, behielt die Übersicht, Dominik schloss erfolgreich zum 6:3 ab und beendete damit die kurze Drangphase der Sachsen. In der Folge durften wieder die Red Hocks in Überzahl ran. Beide Teams hatten wohl einen Wechselfehler begangen, bestraft wurde Chemnitz, erneut kochten die Gemüter hoch.

Den unrühmlichen Schlusspunkt setzte Jussi Hoikkala, finnischer Neuzugang auf Seiten der Sachsen, der auf eine gegen ihn verhängte Strafe ungehalten reagierte und unge­- schickt eine Rote Karte provozierte. In doppelter Überzahl war den Red Hocks der Sieg nicht mehr zu nehmen. Damit haben sich Kauferings Bundesligafloorballer nach zuletzt vier Siegen am Stück im Spitzentrio des Klassements vor­zeitig festgesetzt.

Am Sonntag, 19. Oktober, wartet auswärts im Pokal mit dem MFBC Leipzig eine schwere Aufgabe. In der Liga geht es in zwei Wochen mit einer Auswärtsfahrt in den hohen Norden mit Spielen gegen Hamburg und Lilienthal für die Mannschaft um Kapitän Maximilian Falkenberger wieder um Punkte.

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