Spaßiger Kulturschock

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Jede Mannschaft beim Issinger Hobby-Turnier wollte ein Foto mit Hoffenheims Bundesliga-Trainer Julian Nagelsmann. Er fing einst beim FC Issing mit dem Fußballspielen an und kommt immer wieder gerne zu seinem Heimatverein.

Issing – Was für ein Wechselbad der Fußballgefühle für Hoffenheims Chefcoach Julian Nagelsmann: Gerade noch in Garmisch-Partenkirchen beim Trainingslager seiner Bundesligakicker, jetzt in Issing beim großen Hobby-Turnier mit Mannschaften wie Los Promillos, Stiftung Wadentest oder Mundrachinger Bergziegen. Der jüngste Trainer der Bundesliga machte gerne den Abstecher ins Waldstadion zum FC Issing, seinem Heimatverein.

Dort begann nämlich einst seine Fußballerkarriere, die ihn zwar nicht als Spieler in die erste Bundesliga geführt hat, aber immerhin auf den Trainerposten der TSG Hoffenheim 1899. Verletzungsbedingt musste er nach Verpflichtungen beim FC Augsburg und TSV 1860 München seine Spielerkarriere mit 20 Jahren aufgeben. Er sattelte um vom Spieler zum Trainer und wurde Anfang dieses Jahres mit nur 28 Jahren der jüngste Chefcoach in der Geschichte der 1. Bundesliga. Und er schaffte gleich sein persönliches Meisterstück und rettete Hoffenheim vor dem Abstieg. Mit seinen Mitspielern vom FC Issing ist er heute noch kameradschaftlich verbunden und schaut immer wieder mal vorbei.

So auch jetzt beim Hobby-Turnier zum Saisonabschluss. Fußballabteilungsleiter Günther Fent hatte sich einen besonderen Kickerspaß ausgedacht. In vier Gruppen à sechs Mannschaften wurde auf Kleinfeldern gespielt. In jeder Sechser-Mannschaft mussten zwei Frauen auf dem Feld sein, deren Tore doppelt zählten. Aus dem Landkreis und auch aus dem umliegenden Kreisen hatten sich 24 Teams gemeldet wie Dynamo Kieswerk 07, Wertachtaler Faschingshaufa oder Dießener Ministranten. Wie bei der EM gab es Vorrunde, Achtel-, Viertel- und Halbfinale und schließlich das große Endspiel. Gesamt- und damit Pokalsieger wurden „Die Zlatanisten“, Vize der „FC Lokomotive brutal verschimmelt“.

Da hatte auch Ehrengast Nagelsmann seinen Spaß. Geduldig ließ er ein Dauerfeuerwerk von Selfies und Fotos über sich ergehen. Bei einer Signierstunde nach der Vorrunde erfüllte er jeden Autogrammwunsch, bewundert von seiner Mutter Walburga Nagelsmann und Schwester Vanessa Furkert, die bei dieser Gelegenheit Wiedersehen mit ihrem Sohn beziehungsweise Bruder feierten. Eine Zuschauerin des Spektakels um den Ehrengast: „Wenn der so weitermacht, wird man das Waldstadion eines Tages in Julian-Nagelsmann-Stadion umtaufen!“

Während Julian Nagelsmann schon auf der Heimfahrt nach Neckargemünd war, amüsierten sich die Hobby-Kicker ausgelassen bis 3 Uhr morgens bei der Open Air Aftershowparty „Electric Summer“ mit den angesagten DJs Memphase und Madando.

Dieter Roettig

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