Knapp an Gold vorbei:

Silber für die jungen Red Hocks

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Die Red Hocks sind deutscher U15-Vizemeister. Es spielten (Tore/Vorlagen): Dominik Bürger, David Winzinger, Johannes Eckebrecht (5/1), Moritz Huxhorn (2/2), Patrick Schindelmann (4/2), Tobias Widmann (0/2), Moritz Billes (8/5), Sebastian Günther (6/3) Marius Häderle (1/1), Luca Schmitz (3/0), Albert Sikora (5/3) und Ricardo Wipfler (11/8).

Kaufering – Die diesjährige Stena Line Deutsche Meisterschaft in Dessau hatte es für die Kauferinger U15 in sich: Nach einer spannenden Vorrunde meisterte sie das Halbfinale souverän, musste sich in einem spannungsgeladenen Endspiel aber Favorit Ebersgöns knapp geschlagen geben. Die Silbermedaille ist dennoch ein toller Erfolg für die Nachwuchsfloorballer der Red Hocks Kaufering, die nun schon neuen Herausforderungen entgegen blicken.

Die SG Kölln-Reisiek war Gegner im ersten Vorrundenspiel und die Partie begann mit einem Paukenschlag. Nach bereits zehn Sekunden erzielte ein gegnerischer Angreifer per Bauerntrick das 0:1. Davon ließ man sich aber nicht beeindrucken und der rote Faden, mit dem man in der vergangenen Saison Regionalmeister geworden war, war schnell wieder gefunden. Die Tore fielen beinahe im Drei-Minuten-Takt. Am Ende stand’s 13:5, Auftakt geglückt.

Dann kam es zum Duell mit den Dragons aus Bonn. Völlig unbeeindruckt zeigten die Kauferinger schnell, dass sie frühestmöglich die Weichen auf Halbfinale stellen wollten. Johannes Eckebrecht, Albert Sikora und Moritz Billes schraubten den Spielstand schnell auf 3:0. Im zweiten Abschnitt kamen die Rheinländer auf 5:4 heran, Albert Sikoras 6:4 sorgte nur kurz für Beruhigung. Direkt vom Bully weg machte Spöhle zwei Tore und stellte auf Ausgleich. Trainer Marco Keß reagierte, stellte seine Reihen um und die Red Hocks zogen nach einem harten aber fairen Spiel verdient ins Halbfinale ein.

Das letzte Spiel des Tages gegen den PSV 90 Dessau endete mit einem 10:6-Erfolg, damit zogen die Red Hocks als Gruppensieger ins Halbfinale ein. Dort wartete am nächsten Tag Tuspo Rahden als Prüfstein. Die Ziele waren hochgesteckt, entsprechend intensiv war das Spiel, das mit 9:5 an Kaufering ging – der Traum vom Finale war wahr geworden.

Vor dem Anpfiff machte sich bei allen Red Hocks eine Mischung aus Nervosität und Konzentration breit. Denn es ging gegen das bis dato dominante Team des Turniers, den TSV Tollwut Ebersgöns. Die Hessen hatten sämtliche ihrer Partien zweistellig und mit einer großen Tordifferenz gewonnen. Das Spiel begann erwartungsgemäß mit dem ersten Tor der Hessen zum schnellen 0:1. Kaufering bot wacker Paroli, doch Lian Rau, den gegnerischen Topscorer, bekam man nicht vollständig in den Griff. Erst gelang ihm eine mustergültige Vorlage zum 0:2, wenig später sehenswert das 0:3, gleichzeitig auch der Pausenstand.

Die Red Hocks aber ließen sich nicht unterkriegen und spielten tapfer nach vorne, nun mit Erfolg: Johannes Eckebrecht markierte das 1:3. Nach einem anschließenden Doppelschlag der Ebersgönser sah es düster aus, doch statt einzubrechen gelang tatsächlich noch die Aufholjagd. Fünf Zeigerumdrehungen vor Abpfiff stand es 5:5 und man drängte auf das in der zweiten Hälfte verdiente sechste Tor. Doch der Schlussmann der Hessen rettete seine Vorderleute immer wieder durch starke Aktionen und blitzschnellen Reflexe.

Den nächsten Stich setzte wieder Ebersgöns Lian Rau. Am Ende scheiterten die Red Hocks auch noch am Pfosten, das Spiel war vorbei und die denkbar knappe Niederlage mit 5:6 besiegelt.

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