Das alte Leid mit dem April

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Wenn die Bedingungen nur immer so gut sein könnten: Das 18-Footer Team mit Stefan Ritsche, Christian Entzminger und Holger Höfle hatte in diesem Fall Glück mit dem Wetter.

Dießen – Schlag auf Schlag ist es an den letzten drei Wochenenden beim Diessner-Segel-Club (DSC) gegangen. Gleich drei Regatten fanden statt, die teils durch ideale Bedingungen, mitunter aber auch von miserablem Wetter geprägt waren. Dennoch landeten einige Segler aus dem Landkreis auf den vorderen Plätzen.

Der Saisonstart begann mit der Skiffmania am vorletzten Aprilwochenende. „Das Wetter hat so manche Kapriole geschlagen und die Regattateilnehmer gleichermaßen wie Wettfahrtleitung kalt erwischt“, berichtet DSC-Schriftführerin Petra Braunschweiger. Die größte Regattagruppe bildete die Klasse der International Moth. Daneben segelten die olympischen 49er und die International 14-Footer. Das gemeldete Feld der Musto Skiffs war wegen der Wetterprognosen nicht angereist. Am ersten Regattatag konnte keine Wettfahrt gewertet werden. Am Sonntagmorgen schickte Wettfahrtleiter Heinz Peter Nersinger die Teilnehmer bei blauem Himmel in Richtung Startlinie. Doch statt des angekündigten Windfensters, tobte ein Schneesturm. Bei 25 Knoten peitschten die Flocken über den See und machten einen kontrollierten Ablauf kaum möglich. Viele Skiffs kenterten. Die Segler harrten auf dem See aus, bis sie in den Hafen zurückkehren konnten. Am Sonntagnachmittag hatte sich die Wettfahrtleitung dazu entschieden, wenigstens noch eine Wettfahrt zu starten. Neun „Motten“ und zwei 49er gingen an den Start. Bei ersteren setzte sich Thomas Huber aus Breitbrunn vor Maximilian Stelzl vom Attersee durch. Den 3. Platz belegte Wolfgang Huber aus Inning. Beim olympischen 49er hatten zwei Brüderpaare Spaß an einem Zweikampf. Am Ende konnten sich Uli und Tobias Teschemacher, vom DSC den Sieg vor Tom und Andy Martin vom Bernauer Segel-Club sichern.

Auf die Skiffmania folgte der Christian Fries Gedächtnispreis. Bei frischen Temperaturen, aber schönem Wetter, waren neun internationale Mannschaften aus Deutschland, Dänemark, England und Schweden vertreten. An allen drei Tagen herrschten gute Windbedingungen, sodass die 18-Footer alle vorgesehenen acht Wettfahrten durchführen konnten. Der für den DSC startende Christoph Hagenmeyer fiel verletzungsbedingt aus, Stefan Ritsche sprang als Steuermann ein. Sein Team mit Dominik Entzminger und Holger Höfle erreichte den 4. Platz. Die Trophäe holte sich das Team Norbert Peter vom Wannsee mit seinen Vorschotern Finn Mrugalla und Frithjof Schwerdt. Danach kamen die Ungarn um Ujhelyi-Gaspar Miklos ins Ziel. Dritte wurden die Kaltenberger Ritter des Bayerischen-Yacht-Clubs mit Heinrich von Bayern, Christian Porsche und Paul Wiebel. Die Ultimate 20 erweiterten das Feld der schnellen Dreimannboote. Von acht Wettfahrten konnten an den drei Tagen insgesamt fünf verkürzte Läufe gesegelt werden. Den 1. Platz holte sich das Team von Markus Wegmann mit Jochen Lüder und Andrea Balzmann von der Bayerischen Seglervereinigung. Den 2. Rang errangen die Lokalmatadoren Johann und Renate Eckerlein mit Andreas Weitl vom MTV Dießen. Der 3. Platz ging an die Vorjahressieger Volker und Petra Schütz mit Andreas Bammer vom Tegernsee.

Vom 5. bis 7. Mai richtete der DSC schließlich den 55. FD-Cup der Flying Dutchman aus. So konnten die Besucher des Töpfermarktes ein reges Treiben auf dem See beobachten. Aufgrund der bald stattfindenden WM am Steinhuder Meer entschieden einige Segler, den Weg nach Dießen nicht anzutreten und so schrumpfte das Teilnehmerfeld auf 20 gemeldete Teams. Doch auch hier waren internationale Mannschaften am Start, die mit herrlichem Sonnenschein und besten Windverhältnissen belohnt wurden. Wettfahrtleiter Nersinger konnte alle acht geplanten Wettfahrten durchführen. Das Team vom Herrschinger Segel-Club Hans-Peter Schwarz und Roland Kirst ließ sämtliche Konkurrenz weit hinter sich und gewann souverän vor Jiri Hruby von der Segel-Kameradschaft Meersburg und Roman Houdek vom Lauffener Segelclub. Den 3. Platz sicherte sich Stefan Beichl vom Herrschinger Segel-Club mit Bene Wiedemann vom Segelclub Alpsee.

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