Jeder erledigt seine Aufgabe

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Michael Fischer und seine Teamkollegen vom HC Landsberg mussten gegen Bad Tölz eine Niederlage hinnehmen, gegen Burgau stand dann aber am Wochenende wieder ein 6:3-Erfolg zu Buche.

Landsberg – Vier Drittel dauerte die Lehrstunde für die Riverkings am Wochenende, anschließend hatte man die Dinge wieder im Griff. Das Resultat: Eine überflüssige 2:3-Niederlage in Bad Tölz und ein letztlich klarer 6:3-Erfolg in Burgau.

„Dort hätten wir auch wirklich nicht verlieren dürfen“, resümierte HCL-Coach Alex Wedl nach der jüngsten Auswärtsfahrt nach Schwaben angesichts der Kräfteverhältnisse auf dem Eis. Das hätte allerdings auch zwei Tage zuvor im Isarwinkel gegolten. Die zweite Mannschaft des EC Bad Tölz stellte sich mit fünf Spielern vor das eigene Tor und versuchte im Rahmen ihrer Möglichkeiten, den Landsbergern mit Kontern zuzusetzen. Dass das letztlich erfolgreich war, hatten sich die Riverkings allerdings fast vollständig selbst zuzuschreiben.

Zwei Tore legte man dem Gegner vor dem eigenen Gehäuse direkt auf, dann wurde nach Scheibenverlust nicht mehr nach hinten gearbeitet, so dass man folgerichtig den dritten Treffer hinnehmen musste, als nur noch Wedl gegen zwei Tölzer Angreifer verteidigte. „Wir waren an dem Tag ein bisschen ungeduldig. Die Stürmer sind da nicht mehr zurückgekommen“, fasste der spielende Trainer selbst zusammen, „hinten haben wir Fehler gemacht und vorne nur spekuliert, aber nichts getroffen.“

Zwei Treffer durch Robert Gebhardt (im knien) und Wedl selbst reichten an diesem Tag dann nicht, eine durchschnittliche Tölzer Mannschaft zu besiegen.

Die Probleme schienen sich zwei Tage später in Burgau zunächst fortzusetzen, dort trugen allerdings auch die äußeren Bedingungen ihren Teil bei. Die Stadionuhr funktionierte zu Beginn nicht, die Zeitnehmer verloren teilweise den Überblick (so dass ein Landsberger Offizieller an ihre Seite gestellt wurde), die Schiedsrichter gaben einen Treffer für den ESV, obwohl sie zuvor bereits abgepfiffen hatten und der HCL schwächte sich in der 2. Minute gleich selbst durch eine Spieldauer-Strafe für Alex Christian (Bandencheck). „Wir haben kurz überlegt, ob wir Protest einlegen sollen“, berichtet Wedl, „haben dann aber schon in der ersten Pause gesagt, dass wir das am besten sportlich lösen.“

Schon nach dem zweiten Abschnitt lag man dann mit 4:2 in Führung, Burgau konnte nicht mehr zulegen. „Wir haben disziplinierter gespielt, jeder hat einfach wieder seine Aufgabe erledigt“, bilanzierte Wedl. „Wenn wir das immer so machen, sehe ich wenige Mannschaften, die uns in dieser Saison wirklich gefährlich werden können.“

Allerdings scheint sich nach turbulenten Ergebnissen der ersten Wochen inzwischen mit Bad Wörishofen der ernsthafteste Konkurrent herauszukristallisieren; die Wölfe stehen punktgleich (mit einem Spiel mehr) auf Rang zwei der Landesliga Süd/West. Alle anderen Teams haben bereits mindestens zwei Niederlagen kassiert. Trotz des Ausrutschers in Bad Tölz zieht Alex Wedl ein positives Zwischenfazit für die Riverkings. „Es läuft, wir haben einen wirklich guten Start gehabt.“

Jetzt will er mit seiner Truppe am Freitag gegen Forst (19.30 Uhr, in Peißenberg) den Pflichtsieg einfahren, um sich danach „endlich“ wieder dem heimischen Publikum präsentieren zu können. Zum ersten Heimspiel nach knapp vier Wochen kommt am Freitag, 15. November (20 Uhr) Holzkirchen nach Landsberg. Bis dahin könnte sich dann auch die Personalsituation beim HCL wieder etwas entspannt haben. Verteidiger Andreas Geisberger dürfte demnächst wieder ins Eistraining einsteigen und auch bei Dominic Kerber zeichnet sich langsam ein Ende der Verletzungspause ab. Zudem macht man sich bei den Riverkings Hoffnung, dass die berufliche Situation bei Markus Rohde wieder einen Einsatz zulässt.

Unabhängig davon denkt man noch an eine namhafte Verstärkung im Sturm. Auch Spieler mit Oberliga-Erfahrung haben bereits ihr Interesse bekundet, in Landsberg zu spielen. „Da ist aber noch nichts spruchreif“, so Wedl. Dass man noch einen Angreifer gebrauchen könnte, ist kein Geheimnis, zumal derzeit unklar ist, wie es mit Eric Mascall weitergeht. Der Brite konnte zuletzt wenig trainieren und fällt jetzt aus beruflichen Gründen voraussichtlich weitere drei Wochen aus. Wedl: „Da muss man dann sehen, ob er ins Team zurückfindet. Wir haben auch viele Junioren, die unbedingt spielen wollen.“

Christoph Kruse

Durchwachsenes Wochenende

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