Floorballer beim Final4

Gelegenheit zur Revanche

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Zuletzt schied Marco Tobisch (links) mit seinen Red Hocks gegen Wernigerode aus dem Meisterrennen aus. Geht es nach dem Verteidiger, nimmt das anstehende Pokalhalbfinale am Samstag in Döbeln einen anderen Verlauf.

Kaufering– Am Pfingstwochenende steht für die Bundesligafloorballer der Red Hocks Kaufering der Schlusspunkt der laufenden Saison an. Nachdem die Ligaphase mit dem Viertelfinal-Aus bereits im April abgeschlossen wurde, startet am Samstag im sächsischen Döbeln das Pokal-Final4. Kaufering trifft im Halbfinale ausgerechnet auf Wernigerode. Also jenen Gegner, gegen den die Lechtaler in den Playoffs die Segel streichen mussten.

„Das Final4 ist im nationalen Floorballsport das Highlight des Jahres“, blickt Verteidiger Marco Tobisch voraus. „Der Rahmen der stattfindenden Spiele ist professioneller als gewöhnlich. Gespielt wird auf einem speziellen Gerflor-Boden, auf dem auch sämtliche WM-Spiele ausgetragen werden und alle Spiele des Final4 werden inklusive Kommentatoren über YouTube live gestreamt“.

Am Samstag treffen in den Halbfinalpartien zunächst die Gastgeber vom UHC Döbeln auf den Titelfavoriten UHC Weißenfels. Ab 18 Uhr wird zwischen den Red Hocks und den Red Devils Wernigerode der zweite Finalteilnehmer ermittelt.

„Für uns Kauferinger bietet sich hier die einmalige Chance, Revanche für das bittere Ausscheiden aus den Playoffs vor drei Wochen zu nehmen“, so Tobisch. Die ersten beiden Spiele der Best-of-Three-Serie konnten die Devils dabei für sich entscheiden, „obwohl wir in beiden Partien gut Paroli bieten konnten“. Dennoch mussten die Red Hocks sich dem effektiven Überzahlspiel sowie einem starken Wernigeröder Torhüter geschlagen geben und die Harzer in die nächste Playoffrunde einziehen lassen. Dort war schließlich auch für die Red Devils Endstation, sie zogen im Kampf um das Finalticket gegen den TV Lilienthal den Kürzeren.

Das psychologische Momentum dürfte also zunächst auf bayerischer Seite liegen, nachdem das Ausscheiden aus den Playoffs bereits einige Zeit zurückliegt und verdaut ist. Außerdem konnte sich das Team von Trainer Rasso Schorer drei Wochen lang auf das Pokal­match vorbereiten. Tobisch freut sich auf das anstehende Highlight: „Schon vor zwei Jahren haben wir den Sprung ins Final4 geschafft. Die Atmosphäre bei diesem Event ist unglaublich, damals sind wir im Halbfinale leider gegen Weißenfels ausgeschieden. Die Chance auf das Finale war für uns deshalb noch nie so groß, wie in diesem Jahr“.

Sollte die Mannschaft um Kapitän Maxi Falkenberger den Einzug ins Finale schaffen, wäre das wohl einer der größten Erfolge in der Kauferinger Floorballhistorie. Das mögliche Endspiel findet schon zwei Tage später, am Pfingstmontag, in Döbeln statt.

Der Kader, der für die Red Hocks den Finaleinzug realisieren soll, wird voraussichtlich komplett antreten können. Hinter dem ein oder anderen Namen haben die Trainer zwar noch ein Fragezeichen vermerkt, unabhängig davon konnten die Kauferinger in den vergangenen Wochen schon zumindest zwei schlagkräftige Reihen einspielen.

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