Pokalerfolg im Doppelpack

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Martin Klöck steuerte das zwischenzeitliche 1:8 bei, am Ende lösten Kauferings Floorballer mit einem 5:12 beim USV TU Dresden das Ticket für die nächste Pokalrunde.

Kaufering – Erstmals gehen die Floorballer der Red Hocks Kaufering in dieser Saison mit zwei Herrenteams im deutschen Pokal an den Start. Neben der Bundesliga-Mannschaft ist diesmal auch das Regionalliga-Team im Teilnehmerfeld zu finden. Nachdem beide Mannschaften die erste Runde per Freilos überstanden hatten, stellte die zweite Pokalrunde den Auftakt in den Wettbewerb dar. Die erste Garde setzte sich beim Zweitligisten USV TU Dresden ungefährdet mit 5:12 durch. Spannung kam auch bei der Reserve keine große auf, mit 0:7 gelang ein deutlicher Erfolg in Tübingen.

Zwar hatte die zweite Kauferinger Mannschaft mit den Sharks aus Tübingen in den vergangenen Jahren mehrfach die Schläger gekreuzt. Damals waren die Schwaben jedoch in einer Spielgemeinschaft mit Calw in der Regionalliga angetreten. Nachdem der bayerische und baden-württembergische Spielbetrieb getrennt worden war, hatte man sich aus den Augen verloren. So fiel eine Einschätzung des Gegners vor Anpfiff schwer.

Zu Beginn brauchten beide Teams ihre Zeit, um ins Spiel zu finden. Die Red Hocks erzielten im ersten Drittel zwar zwei schöne Treffer durch Lukas Wexenberger und Stefan Weh (5./11.), doch ansonsten bot sich größtenteils Stückwerk. Viele Fehlpässe, mangelnde Konzentration und fehlende Kommunikation prägten das Bild hüben wie drüben, doch die Kauferinger Defensive war bei Bedarf zur Stelle.

Der zweite Spielabschnitt verlief deutlich ruppiger und die Sharks kassierten in kürzester Zeit drei 2-Minuten-Strafen. Mit einem Powerplay-Tor durch Marc Lippert (33.) und einem Treffer von Kapitän Kevin Keß (36.) erzwang Kaufering die Vorentscheidung. Die Red Hocks überzeugten durch Stabilität und kamen immer wieder zu Abschlüssen. Tübingen fiel wenig ein, denn die Sharks konnten sich des Kauferinger Pressings kaum erwehren.

Im letzten Drittel gingen die Gastgeber notgedrungen ein höheres Risiko ein und setzten alles auf eine Karte. Doch die Lech-Floorballer wussten damit umzugehen und nutzten den freien Raum für ansehnliche Ballstafetten. Mit weiteren Toren durch Andreas Weh (52.) und zweimal Kevin Keß (54./56.) feierten die Red Hocks einen verdienten 0:7-Sieg. „Wir waren sehr zufrieden mit dem Auftreten der Mannschaft“, lobt Co-Trainer und Angreifer Wexenberger. „Wir haben die Fehler abgestellt, die wir zuletzt noch gemacht haben und haben offensiv in allen drei Reihen sehr gut kombiniert.“

Für die Regionalligamannschaft geht es am Sonntag, 20. Oktober weiter, wenn man in der Liga auf den TV Augsburg trifft. Gegen die Schwaben sei ein Sieg Pflicht, doch neben dem Ergebnis zähle auch das „Wie“, erklärt Wexenberger: „Wir wollen mit drei Reihen durchspielen, defensive Fehler abstellen und vorne Routine in die Laufwege und Spielzüge bekommen. Unser Ziel ist eine Platzierung unter den Top 3. Es geht darum, die Mannschaft weiterzuentwickeln und unsere jungen Spieler für die Bundesliga zu wappnen.“

Junge Spieler waren es auch, die maßgeblich zum 5:12-Erfolg der ersten Garde in Dresden beitrugen. Mit Sebastian Günther, Leonard Renner und Christian Göth trugen sich drei U19-Talente in die Torschützenliste ein. Das Team um Kapitän Maxi Falkenberger tat sich mit zwei Reihen und mehreren angeschlagenen Spielern anfangs schwer gegen die organisierte Defensive der Hausherren. Auf der anderen Seite nutzte Dresden per Schlenzer aus der Distanz eine seiner wenigen Chancen zum 1:0 (17.). Wenige Sekunden später platzte aber auch der Kauferinger Knoten, als Julian Rüger per Volley zum 1:1 einnetzte (17.). Kurz vor der ersten Drittelpause erzielte Göth mit seinem Premieren-Treffer aus dem Gewühl heraus das 1:2 (20.).

Im zweiten Drittel lief die Tormaschine der Roten schneller an. Zunächst baute Niels Hauser auf 1:3 aus (22.), kurz darauf erhöhte Falkenberger auf 1:4 (24.). Die Red Hocks setzten den Gegner fortan gekonnt unter Druck. Geburtstagskind Falkenberger ließ seinem ersten Erfolg einen Doppelpack (31./33.) folgen, Julian Rüger in Überzahl (36.) und Martin Klöck (39.) steuerten weitere Treffer zum zwischenzeitlichen 1:8 bei. Dresden durfte in der 40. Minute noch zweimal jubeln, ehe es mit 3:8 in die Kabinen ging.

Im Schlussabschnitt wirkte der Zweitligist, der bis dahin kämpferisch und läuferisch gut mitgehalten hatte, ein wenig müde, sodass sich den Angreifern der Red Hocks deutlich mehr Platz bot. Das 3:9 durch Tobias Hutter (49.) konterte der auffällige Kai Richter (50.), der insgesamt drei Tore für die Dresdner erzielte. Dann machten Daniel Szirbeck (53.), Günther mit seinem ersten Tor für die erste Mannschaft und (54.) Renner (57.) das Dutzend voll.

Mit 5:12 haben die Red Hocks ihre Pflichtaufgabe erfüllt. „Gut, dass wir eine Runde weiter sind“, ist Hauser erleichtert. „Aber vorne fallen bei uns gerade zu wenig Tore, hinten zu viele“, schränkt der Spielertrainer ein. „An der Chancenerarbeitung und -verwertung müssen wir weiter arbeiten. Gegen Schriesheim werden wir sehen, wo wir stehen.“

Denn schon am kommenden Sonntag steht das nächste wichtige Liga-Duell auf dem Programm: Gegen den badischen Aufsteiger TV Schriesheim kommt es zum ersten süddeutschen Bundesliga-Derby im Kauferinger Sportzentrum. Spielbeginn ist um 16 Uhr.

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