Hohe Niederlage im ersten Test

Kein Beinbruch für die "Riverkings"

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Vor dem Freundschaftsspiel gegen Füssen: HCL-Marketing-Chef Frank Kurz, Sponsor Christian Becker (IQ 4 You/Überkinger) und HCL-Präsident Markus Haschka präsentieren das neue Trikot der „Riverkings“.

Landsberg – Auch, wenn es am Ende doch noch zweistellig wurde und einige Zuschauer schon vor dem Spiel­ende die Landsberger Eishalle verließen – ein Beinbruch war die klare 3:10 (0:3, 1:6, 2:1)-Niederlage gegen den EV Füssen im ersten Testspiel der Riverkings nicht. Beide Trainer zeigten sich nach der Partie durchaus zufrieden mit ihren Mannen.

Beim HC Landsberg, frischgebackener Bayernliga-Aufsteiger, hatte man sehr wohl gewusst, wen man sich für den Saisonauftakt ausgesucht hatte. In Füssen hat man praktisch rund um das Jahr Eis zur Verfügung, landete in der vergangenen Saison im gesicherten Mittelfeld der Oberliga Süd und befindet sich auch schon wieder in der Schlussphase der Vorbereitung. Am 26. September starten die Allgäuer mit dem ersten Punktspiel gegen Bayreuth.

Da war die Ausgangslage bei den Riverkings ganz anders. Erst seit eineinhalb Wochen gab es in Landsberg Eis, viele Spieler schnuppern zum ersten Mal in der Seniorenmannschaft Bayernliga-Luft. Mancher bisherige Juniorenakteur hatte es dann auch sichtlich schwer, wenn er von den langjährigen Zweit- oder Oberligaprofis gefordert wurde. Landsbergs Coach Alex Wedl wich dennoch über weite Strecken der Partie nicht von seinem Vorhaben ab, möglichst durchgängig mit vier Reihen spielen zu lassen, wobei vor allem der erste Block mit Rohde, Fischer und Geisberger durchaus seine Szenen gegen den Favoriten hatte.

Mehr Platz

Dennoch ließen die Füssener von Anfang an keinen Zweifel, wer an diesem Nachmittag als Sieger vom Eis gehen sollte. Deutlich zu sehen: Der EVF war schon besser auf die neuen „Drittelgrößen“ eingestellt. Mit Beginn der Saison wurden die Blauen Linien um jeweils 1,50 Meter Richtung Mittellinie verschoben; der zusätzliche Raum im Angriffsdrittel verändert das Über- und Unterzahlspiel grundsätzlich. Die Stürmer haben mehr Platz, eine enge „Box“, wie in der Vergangenheit bei vielen Teams Standard, hat damit erheblich Schwierigkeiten.

Auch die Riverkings haben das Viereck jetzt auf die Spitze gestellt, spätestens in doppelter Unterzahl stößt man als verteidigende Mannschaft sichtlich an die Grenzen, wie nicht nur beim zwischenzeitlichen 0:3 durch Simon zu sehen war.

Mit einem kurzen Zwischenspurt im zweiten Abschnitt machten die Allgäuer dann endgültig alles klar, mit 1:9 ging es in die letzte Pause, Zeit für erste Erkenntnisse: Das Tempo bei den Riverkings stimmte, am Spielaufbau darf in den nächsten Wochen noch gearbeitet werden. Während der Nachwuchs viel über die körperliche Komponente beitragen soll, zahlte sich an der Anzeigentafel dann für die Gastgeber doch noch die Routine aus. Markus Rohde, Andreas Geisberger und Michael Fischer hießen die Torschützen für den HCL, der immerhin den Schlussabschnitt mit 2:1 für sich entscheiden konnte.

Echter Prüfstein

Mit einer Woche Eiszeit mehr in den Beinen dürften die Trauben im nächsten Testspiel voraussichtlich nicht ganz so hoch hängen, wenn man am Freitag beim Landesligisten in Königsbrunn antritt (20 Uhr). Am Sonntag (17 Uhr) wartet in eigener Halle dann aber schon wieder ein echter Prüfstein, wenn sich Ligakonkurrent und Meisterschafts-Mitfavorit ECDC Memmingen vorstellt.

Christoph Kruse

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