SOS Cup kennt nur Sieger

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Ein packendes Finale lieferten sich die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge vom Team Chenos Denklingen (orange) mit Kompass Hof Mindelheim.

Denklingen – Erstmals ist in Denklingen ein Turnier zum SOS Cup ausgetragen worden. Dieser Wettbewerb ist ein Teil der Regionalserie Süd, die vom Verein Anstoß e.V. unterstützt wird. Auf der Ebene des sozialen Sportes gibt es bundesweit mehrere regionale Turniere, Deutsche Meisterschaften der Wohnungslosen, und einmal im Jahr finden sogar Weltmeisterschaften der Wohnungslosen statt.

Gewinner war die Mannschaft Kompass Hof aus Mindelheim, die sich mit dem Team Chenos mit unbegleiteten Minderjährigen aus Denklingen auf dem Kleinfeld bei der Schule ein packendes Finale lieferten. Die Entscheidung fiel in der Partie, bei der vor allem die Chenos-Flüchtlinge öfters in Spielzügen und Zweikämpfen ihre elegante Technik aufblitzen ließen, erst im Elfmeterschießen. Auf den 3. Platz kam eine Mannschaft mit Flüchtlingen aus dem Fuchstal.

Wert gelegt wird bei diesen Turnieren  vor allem darauf, dass die Teams immer die gleiche Anzahl von Spielen haben, unabhängig von Ergebnissen in der Vorrunde. Die teilnehmenden Mannschaften kommen aus der Einrichtungen der Wohnungslosen -, Sucht- und Flüchtlingshilfe in Bayern, schildert Jiri Pacourek; er arbeitet beim Verein Rampe e.V. in Nürnberg, der Hilfen für obdachlose beziehungsweise von Obdachlosigkeit bedrohte Jugendliche und junge Erwachsene anbietet.

Zusammen mit Patrick Kromp­holz, der in Herzogsägmühle beschäftigt ist und sich ehrenamtlich im SOS Kinderdorf engagiert, stellte Pacourek, der für den Bereich Sozialer Sport verantwortlich ist, das Turnier auf die Beine. Die beiden nahmen zusammen mit Bürgermeister Michael Kießling schließlich die Siegerehrung vor, bei der es Medaillen für alle Teilnehmer gab. Die Gemeinde Denklingen hatte für den SOS Cup die Plätze, aber auch die Turnhalle und Nebenräume zur Verfügung gestellt. Das Ziel ist über den Wettbewerb hinaus auch, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. „Jedem kann es passieren, dass er durch einen Schicksalsschlag oder ein anderes Lebensereignis wohnungslos oder krank wird“, gibt Pacourek zu bedenken.

jj

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