Beeindruckende Präzision

Auf den Punkt gebracht

+
Perfekt: Mit dieser Ziellandung sicherte sich Jörg Gramberg Doppel-Gold bei der DM.

Landsberg/Durach – Sonne satt und jede Menge bunter Fallschirme hat es kürzlich über Durach bei Kempten gegeben. Auf dem Areal des dortigen Fußballstadions fanden die Deutsche Meisterschaft im Fallschirmzielspringen und der internationale Offino-Cup statt. Einer strahlte an diesem Wochenende mit dem heißen Planeten um die Wette: Jörg Gramberg. Der Anzeigenleiter des KREISBOTEN Landsberg holte sich zweimal Gold und schrammte nur um Haaresbreite an einer dritten Medaille vorbei.

Bei der Siegerehrung wurde eines ganz schnell deutlich: Im internationalen Vergleich brillierten vor allem die Athleten aus der Schweiz. Von der Team- über die Junioren- bis hin zur Einzelwertung der Herren konnten die Eidgenossen alle Wertungen für sich entscheiden. Lediglich bei der Damenwertung konnte die Deutsche Friederike Ripphausen von der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Altenstadt ein Wörtchen mitzureden und gewann souverän.

Brachte es auch bei der Deutschen Meisterschaft im Fallschirmzielspringen auf den Punkt: Jörg Gramberg, Anzeigenleiter des KREISBOTEN in Landsberg.

Alle deutschen Athleten und Teams, also auch der Landsberger Jörg Gramberg (54), liefer­ten ihre Ergebnisse sowohl für die nationale wie auch internationale Wertung ab. Die für Laien schier unvorstellbare Aufgabe: Nach dem Absprung in rund 1.000 Meter über Grund gilt es, den nur zwei Zentimeter großen Zielpunkt auf einer elektronischen Messanlage mit dem Fallschirm möglichst exakt anzusteuern und zu treffen. Und hier bewies Gramberg, dass er die Dinge nicht nur als Anzeigenleiter des KREISBOTEN, sondern auch als Sportler gerne auf den Punkt bringt: Nach sechs von acht geplanten Durchgängen – zwei Runden plus Halbfinale und Finale fielen zu starkem Wind zum Opfer – verfehlte er den sogenannten Nullpunkt in der Größe einer 1 Euro-Münze insgesamt nur um 12 Zentimeter. Gold in der DM-Master-Wertung. Damit nicht genug, die zweite Gold-Medaille holte sich Gramberg mit seinen Teamkollegen der „German Eagles“, Marco Pflüger, Klaus Renz, Sebastian Lutz und Jürgen Barth. International wurden sie Dritte, Gramberg im Einzel Achter.

„Gerne hätte es weiteres Edelmetall sein dürfen“, schmunzelte Gramberg nach einem fast perfekten Wettbewerb. Grund: In der allgemeinen DM-Herrenwertung lag der 54-Jährige mit 3.250-facher Sprungerfahrung und reichhaltiger Titel­sammlung zwar mit Teamkollege Pflüger gleichauf auf dem 3. Platz, doch bekam letzterer Bronze zugesprochen, weil er eine Null-Landung (Volltreffer) mehr auf seinem Konto hatte.

Toni Schwaiger

Meistgelesene Artikel

Zwei Punkte verspielt

Landsberg – Am Freitag waren die bislang sieglosen Wanderers aus Germering in Landsberg zu Gast. Wer von den anwesenden Zuschauern gedacht hatte, die …
Zwei Punkte verspielt

Befreiungsschlag misslingt

Landsberg – Im letzten Spiel des Jahres bringt der TSV Landsberg eine Führung trotz halbstündiger Überzahl nicht über die Zeit. Damit überwintert die …
Befreiungsschlag misslingt

"Wunderbare Vorbilder"

Landsberg – Im großen Sitzungssaal des Landratsamts Landsberg wurden auf der diesjährigen Sportlerehrung des Landkreises 83 Sportler und Funktionäre …
"Wunderbare Vorbilder"

Kommentare