Deutsche Floorball-Meisterschaft

Jetzt geht’s um den Titel

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Mit einem 11:8-Sieg bei den Bonner Dragons haben sich die Red Hocks Kaufering (rot) den Einzug ins Viertelfinale der deutschen Floorball-Meisterschaft gesichert.

Kaufering – Die Bundesliga-Floorballer aus Kaufering haben sich aus eigener Kraft für die Play-offs qualifiziert. Im letzten Hauptrundenspiel der aktuellen Saison landeten sie beim SSF Dragons Bonn einen wichtigen 11:8-Sieg. Damit sicherten sich die Red Hocks Tabellenplatz 6.

Obwohl die Gäste ersatzgeschwächt nur mit zwei Reihen auflaufen konnten, erspielten sie sich gleich zu Beginn einige gute Chancen, die allerdings ohne Torerfolg blieben. Erst in der siebten Minute war es soweit, als Daniel Szirbeck nach Vorlage von Tino von Pritzbuer die Red Hocks in Führung bringen konnte. Kurze Zeit später erhöhte Martin Joščák durch eine schöne Freischlagvariante sogar auf 0:2.

Doch auch die Gastgeber kamen zu ihren Möglichkeiten. Mitte des ersten Drittels verkürzte Bonn durch Aydin auf 1:2, ehe Janos Bröker mit einem sicheren Penalty zum 2:2 ausglich. Mit der direkten Antwort durch von Pritzbuer nahm Kaufering zumindest eine knappe 3:2-Führung mit in die Pause.

Die Baustellen der Red Hocks waren klar: Nach vorne war man noch zu uneffektiv und hinten geriet man durch schnelle Konter immer wieder in Gefahr. In Abschnitt zwei war zumindest die Offensivleistung deutlich verbessert. Zunächst vollendete Joščák einen schönen Konter, einige Minuten später baute Michal Hanic nach Vorarbeit seines Bruders Dominik die Führung aus – 2:5.

In der Defensive waren ebenfalls einige Fortschritte zu erkennen, allerdings musste der starke Rudolf Heidu, der an diesem Tag das Kauferinger Tor hütete, des Öfteren sein Können unter Beweis stellen, da Bonn weiterhin effektiv seine schnellen Konter zu Ende spielte. Erst durch ein erfolgreiches Überzahlspiel der Gäste konnte Michal Hanic mit dem 2:6 vorerst für etwas Ruhe sorgen. Daraufhin nahmen die Gastgeber ihre Auszeit und verkürzten auch gleich durch einen langen Pass auf den völlig freien Niklas Bröker und dessen Tor auf 3:6.

Gegen Ende des Drittels stocherte Marco Tobisch einen zunächst verloren geglaubten Ball noch zu Andreas Finkenzeller, der durch sein Tor den alten Vier-Tore-Vorsprung wieder herstellte. Mit 3:7 ging es letztmals in die Kabinen.

Im Laufe der Saison hatten die Dragons schon oft genug bewiesen, dass sie sich auch nach einem etwas größeren Rückstand innerhalb kürzester Zeit wieder zurück ins Spiel kämpfen können – so kam es beinahe auch am Samstag. Innerhalb von 20 Sekunden erzielten die Gastgeber zwei Tore, plötzlich stand es nur noch 5:7.

Das Spiel entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch und wurde zunehmend hitziger. Auch die Tore durch von Pritzbuer für Kaufering und Aydin für Bonn änderten daran außer dem Spielstand (6:8) nichts. Erst der Doppelschlag erneut durch Martin Joščák und Marco Keß zum 10:6 Zwischenstand nach rund zwölf Minuten im letzten Drittel beruhigte das Geschehen etwas.

Doch auch nach dem erneuten Nackenschlag gaben die Hausherren nicht klein bei. Schon sechs Minuten vor Spielende ersetzten sie den Torwart durch einen sechsten Feldspieler, um nochmal Druck aufzubauen – und das mit Erfolg. Erneut erzielte Bonn innerhalb kürzester Zeit zwei Tore und kam auf 8:10 ran, ehe Andreas Finkenzeller durch einen Treffer ins verwaiste Gehäuse 30 Sekunden vor Schluss das 8:11-herstellte und den Kauferinger Sieg perfekt machte.

Leipziger Déjà-vu?

Bereits am kommenden Wochenende steht nun das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft an. Wie schon in der vergangenen Saison heißt der Gegner diesmal MFBC Leipzig. Seinerzeit scheiterten die unerfahrenere Red Hocks an den mit einigen Routiniers und Importspielern gespickten Messestädtern; auch in dieser Saison gelang es den Kauferingern nicht, gegen Leipzig zu punkten.

Das soll sich nun ändern. Personell entspannt sich die Lage bei den Red Hocks wieder etwas und die Trainingswoche will man intensiv nutzen, um sich auf den Gegner einzustellen. Die Serie wird im Modus „best-of-three“ gespielt. Das erste Aufeinandertreffen findet am kommenden Samstag um 18 Uhr im Kauferinger Sportzentrum statt, tags darauf geht es bereits nach Leipzig.

Bei beiden Partien hoffen Kapitän Maximilian Falkenberger und seine Mitspieler auf zahlreiche Unterstützung der eigenen Zuschauer. Sollte ein entscheidendes drittes Spiel notwendig werden, so fände dieses in der Folgewoche in Sachsen statt. Spieler, Fans und Verantwortliche brennen auf die anstehenden Play-offs.

Mit der Losung „von Spiel zu Spiel schauen“, will man nun als vermeintlicher Außenseiter den Favoriten einen heißen Kampf liefern und möglichst weit in Richtung Finale vordringen.

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