Endstation Halbfinale

Die Red Hocks sind raus!

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Alle Angriffsbemühungen und auch die Taktik-Anweisungen durch Christoph Huber und Rasso Schorer waren am Ende vergebens. Die Red Hocks Kaufering (weiße Trikot) verloren auch die zweite Halbfinalpartie gegen den UHC Weißenfels, dürfen aber noch auf DM-Bronze hoffen.

Kaufering – Es war eine denkbar schwere Aufgabe für die Red Hocks. Die Bundesliga-Floorballer mussten nach der verlorenen ersten Halbfinalpartie zur deutschen Meisterschaft das Rückspiel beim UHC Weißenfels in der best-of-three-Serie für sich entscheiden, um das Entschei- dungsspiel tags darauf zu erzwingen. Doch daraus wurde nichts, der Rekordchampion erwies sich erneut als zu harter Brocken und gewann 9:6.

Die Art und Weise des Kauferinger Auftretens machte aber Mut im Lager der Red Hocks und erfüllt alle Beteiligten im Nachhinein mit Stolz. Denn über die gesamte Spielzeit wurde von beiden Kontrahenten starker Floorball geboten, die Hausherren mussten sich mächtig strecken. 

Endstation Halbfinale

Mit beinahe vollem Kader angereist – neben Kevin Keß fehlte Dominik Hanic – gingen die Herausforderer aus Kaufering hochkonzentriert ins Spiel. Schon in den ersten Minuten gab es viele Torchancen für beide Teams. Das erste Ausrufezeichen setzte dann Tino von Pritzbuer mit seinem gefürchteten Bogenlauf. Ein schneller Antritt, ein kurzer Blick nach oben, dann zirkelte er das Spielgerät am Weißenfelser Schlussmann Lars Schauer vorbei ins Netz zur erstmaligen Gästeführung.

Nackenschlag

Den Rückstand vermochte der UHC jedoch schnell wieder zu korrigieren. Zuerst war Pascal Schlevoigt von der Mittellinie erfolgreich, dann nutzte Sasche Herlt eine starke Vorlage zum 2:1. Die Chance auf den Ausgleich bot sich den Red Hocks in Überzahl, doch nach einen mustergültigen Konter bauten die Gastgeber ihre Führung aus. Ein Nackenschlag, an dem man vor einigen Wochen gewiss noch länger geknabbert hätten. Doch nicht diesmal. Kapitän Maximilian Falkenberger brachte seine Farben mit einem trockenen Schuss in den Winkel wieder heran.

Beide Teams agierten weiterhin auf Augenhöhe und Weißenfels antwortete postwen- dend mit dem 4:2. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal zehn Minuten gespielt. Danach folgte eine beachtliche Drangphase der „roten Macht vom Lech“. Erst schloss Tobias Hutter einen blitzschnellen Angriff erfolgreich ab, dann stellte erneut Falkenberger den verdienten Gleichstand her, mit dem es auch in die Kabinen ging.

Nach der Pause gab folgten erst einmal keine Tore, eine kleine Verschnaufpause für das Spielsekretariat, doch das Geschehen blieb rasant. Wieder waren es die Red Hocks, die den ersten Treffer setzten, Falkenberger konnte nach einem Freischlag seinen Hattrick schnüren. Doch wieder zogen die Gastgeber gleich.

Nachdem Martin Joscak eine umstrittene Szene zu vehement monierte, wurde er wegen Reklamierens für zehn plus zwei Minuten auf die Strafbank verbannt. Die Unterzahlformation rackerte leidenschaftlich, kurz vor Ablauf konnte der UHC den numerischen Vorteil jedoch nutzen, 6:5. Nach einem weiteren Torerfolg für die Hausherren zum 7:5 ging es letztmals zum Pausentee.

Die Moral bei den Red Hocks war weiter ungebrochen, den vielen Zuschauern, die zu einer prächtigen Kulisse beitrugen, bot sich ein packender Auftakt ins Schlussdrittel, in dem die Gäste zwar die besseren Chancen verbuchten, diese allerdings nicht nutzen konnten. So gelang es Weißenfels, den Vorsprung auszubauen. Michal Hanic konnte nochmals verkürze, und die Kauferinger kämpften weiter um ihre Chance.

In den letzten zehn Minuten war die Anspannung greifbar, auch das Spiel wurde immer hitziger, blieb jedoch zu jedem Zeitpunkt fair. Die Gastgeber nahmen nun etwas den Fuß vom Gas und verlegten ihr Spiel auf mehr Ballbesitz. Letzten Endes konnte Weißenfels durch Eskelinen das letzte, und damit alles entscheidende Tor zum 9:6 schießen. Auch mit der Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers konnte dem Geschehen keine Wendung mehr gegeben werden.

Chance auf Bronze

Hauptrundenprimus Weißenfels zieht damit verdient ins Finale ein und die Red Hocks Kaufering scheiden erhobenen Hauptes aus dem Rennen um die deutsche Meisterschaft aus. Doch die Sommerpause muss noch warten, gegen BAT Berlin bietet sich im Spiel um Platz 3 die Gelegenheit, einen tollen Saisonendspurt noch mit der Bronzemedaille zu krönen.

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