Floorball-DM der Damen

Wenig Punkte, aber viel Erfahrung

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Gegen die Leipziger Nationalspielerin Anne-Marie Mietz (25) hatten die „Red Chicks“ nicht viel entgegenzusetzen.

Kaufering – Die „Stena Line Kleinfeld Damen-DM“ hat am Wochenende im Kauferinger Sportzentrum stattgefunden. Die Red Hocks, die als Gastgeberinnen erstmals bei der nationalen Endrunde startberechtigt waren, zeigten dabei stellenweise durchaus ansprechende Leistungen. Auch wenn man schlussendlich den letzten Platz belegte, waren Fortschritte unverkennbar.

Am Samstagmorgen starteten die „Red Chicks“ gegen den amtierenden deutschen Meister auf dem Großfeld vom MFBC Grimma. Hier setzte es gegen die späteren Finalisten eine deutliche Niederlage. Mit 0:11 musste man sich letztendlich geschlagen geben.

Nächste Gegnerinnen waren die Dümptener Füchse, die ihre Auftaktpartie gegen Bremen souverän für sich entschieden hatten. Kaufering war zu Beginn der Partie durchaus ebenbürtig, lag nach zehn Minuten aber bereits mit zwei Toren zurück. Den Anschluss durch Tamara Falkenberger beantworteten die Füchse noch vor der Halbzeit und stellten so den alten Abstand wieder her.

In der zweiten Hälfte schraubten die jungen aber technisch hervorragend aufgestellten Gegnerinnen durch gefährliche Konter das Ergebnis auf 8:1 nach oben. Doch die Red Hocks kämpften weiter und kamen so schließlich noch zu zwei weiteren umjubelten Treffern – 8:3 lautete der Endstand. Zusammenfassend lässt sich zu der Partie sagen, dass die Gäste aus dem Westen vor allem läuferisch und am Stock ein Stück voraus waren.

Zum Abschluss der Vorrunde trafen die Gastgeberinnen am Abend auf die bis dahin ebenfalls punktlosen Damen vom TV Eiche Horn Bremen. Die Ausgangslage war klar: Der Verlierer würde am nächsten Tag gegen Bonn um Platz 7 kämpfen, der Gewinner dürfte im Spiel um Rang 5 gegen Heidenau ran. Die „Red Chicks“ kämpften um jeden Zentimeter, doch es klappte in diesem Spiel einfach nichts für die Floorballerinnen vom Lech. Bremen stand hinten sicher und war durch Konter stets gefährlich. Somit ging auch diese Partei mangels geistiger und körperlicher Frische mit 0:5 verloren.

Schon Platz 7 wäre im Vorfeld als Erfolg gewertet worden, doch die Chancen standen zunächst schlecht. Man verschlief den Beginn der Partei gründlich und lag schnell mit zwei Toren zurück. Zu Beginn des zweiten Abschnitts baute Bonn den Abstand gar noch aus. Doch Kaufering gab nicht auf und bewies Moral. Binnen sechs Minuten konnte man den Rückstand aufholen und den viel umjubelten Ausgleich erzielen. Die Damen der Red Hocks waren nun gar am Drücker, doch es sollte einfach nicht reichen für den erhofften Sieg. Weniger als eine Minute vor Schluss kassierten die Roten den erneuten Rückstand, welchen sie dann nicht mehr ausgleichen konnten.

Der undankbare letzte Platz und die nackten Zahlen lesen sich zunächst hart, dennoch konnte erstmals Erfahrung gegen die beste nationale Konkurrenz gesammelt werden. Diese Eindrücke zu sammeln und richtig einzuordnen, wird nun die Aufgabe im Lager der Red Hocks Kaufering sein. Denn schließlich hat der Großteil der Spielerinnen noch nicht einmal drei Jahre den Schläger in der Hand.

Titel für Hamburg

Im Finale standen sich am Sonntag die Damen aus Hamburg und Grimma gegenüber. Die Ladies von der Elbe setzten sich in einer spannenden und torreichen Partie gegen den MFBC mit 10:7 durch und konnten damit den deutschen Meistertitel mit in die Hansestadt nehmen.

Auch auf organisatorischer Ebene sind die Red Hocks mit dem Wochenende sehr zufrieden, fürs Damen-Floorball gab es eine würdige Bühne, die auch den eigenen Nachwuchs beflügeln wird. Die Verantwortlichen Kauferinger Floorballer dankten nicht nur allen Mannschaften, Zuschauer und Sponsoren und sondern auch allen Ehrenamtlichen, die zu diesem „tollen Event“ beigetragen haben.

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