Starker U13-Eindruck

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Kein Titel aber mit einem starken Auftritt beeindruckt: die U13 der Red Hocks Kaufering belegte bei der deutschen Floorball-Meisterschaft den 4. Platz.

Kaufering – Die U13 der Red Hocks Kaufering hat kürzlich in Döbeln um die deutsche Floorball-Meisterschaft gefightet. In der festlich geschmückten Stadtsporthalle kämpften die acht besten Teams dieser Altersklasse in zwei Gruppen um den begehrten Titel. Kaufering ging am Ende etwas die Luft aus und musste sich mit dem undankbaren 4. Platz begnügen.

Gleich im zweiten Spiel des Tages starteten die Red Hocks gegen den Titel-Favoriten Floor Fighters Chemnitz. Der Meister aus Ostdeutschland konnte in der zweiten Minute das 1:0 erzielen und erhöhte kurz darauf noch auf 2:0. Doch den Kauferingern gelang vor der Pause noch der Anschluss. Nach dem Seitenwechsel erzielte wieder der Gegner das erste Tor, 3:1. Die Roten kämpften weiter und verkürzten mit einem sensationellen Treffer erneut.

Beide Kontrahenten wurden von den mitgereisten Eltern sowie den Zuschauern lautstark angefeuert. Gute Chancen entwickelten sich hüben wie drüben, doch der Ball schlug in das Kauferinger Tor ein und Chemnitz stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, der aber nicht lange währte. Noch eine Minute zu spielen: die Red Hocks versuchten alles und hatten Pech, als fünf Sekunden vor dem Ende ein Schuss nur knapp daneben ging. Endstand 4:3.

Im zweiten Gruppenspiel traf man auf die SG Kölln-Reisiek, die ihren Auftakt siegreich gestaltet hatte. Diesmal erwischte Kaufering den besseren Start und konnte schnell doppelt zuschlagen. Doch zwei Fehler in der Defensive nutzen die Norddeutschen konsequent aus und es stand 2:2. Die Trainer fanden die richtigen Worte, denn von nun an wurde wieder konzentrierter agiert und bis zur 21. Spielminute konnte eine mit 7:3 eine komfortable Führung herausgespielt werden. Die Red Hocks spielten die letzten acht Minuten nicht mehr mit vollem Tempo nach vorne. Tore fielen dadurch wieder auf beiden Seiten zum 9:5-Endstand. Groß war die Freude über den ersten Sieg und der Traum vom Halbfinale lebte weiter.

Nach kurzer Pause die dritte und letzte Aufgabe an diesem Tag: DJK Holzbüttgen hieß der Gegner. Mit einem Sieg wäre man sicher für die nächste Runde am Sonntag qualifiziert. Topmotiviert legten die Kauferinger Spieler los und konnten bis zur Halbzeit eine 6:1-Führung herausspielen. Nach der Pause wurde fleißig durchgewechselt und alle Teammitglieder durften ihr Können zeigen. Am Ende hieß es 10:4 für die Red Hocks, das Halbfinale war erreicht.

Am Sonntag um 9 Uhr im ersten Halbfinale traf man als Gruppenzweiter auf den ersten der Gruppe A, die Dragons aus Bonn. Gegen die Rheinländer galt es, die beiden sehr starken Temel-Brüder nicht ins Spiel kommen zu lassen. Die Red Hocks setzten die taktischen Vorgaben in der Defensive sehr gut um und schossen ein 2:0 heraus. Trotzdem tauchte Bonn immer wieder gefährlich vor dem Kauferinger Tor auf, scheiterte aber am stark haltenden Torhüter.

Gleich nach Wiederanpfiff startete Bonn voll durch und schoss den Anschlusstreffer zum 2:1. Fünf Zeigerumdrehungen später liegt der Ball wieder im Kauferinger Tor, 2:2 und Bonn geht sogar in Führung . Doch die Red Hocks halten dagegen und können aus- gleichen. Nun geht es hin und her, das Spiel ist an Spannung kaum zu überbieten. Es sind nur noch vier Minuten zu spielen, als der Topscorer der Dragons den Lochball volley ins lange Eck schießt. Kurz darauf Verwirrung vor dem Kauferinger Gehäuse und der Ball ist wieder drin: 3:5 für Bonn. War es das? Kaufering schafft noch fünf Sekunden vor Ende den Anschlusstreffer zum 4:5, dann ist das Spiel aus und das ersehnte Finale verpasst.

Zum Abschluss wollten die Red Hocks im Spiel um Bronze gegen die Piranhhas aus Hamburg an die starken Leistungen der letzten Partien anknüpfen. Doch irgendwie war die Luft raus und das Glück absolut nicht hold. Die Hanseaten gewannen verdient mit 8:3 und holten sich damit Bronze. Deutscher Meister wurde Chemnitz in einem Herzschlagfinale gegen Bonn.

Für die Red Hocks spielten in Döbeln (Tore/Vorlagen): Hafenmayer, Körber-Brücklmayr (4/3), Falkenberger D. (4/4), Falkenberger S. (0/1), Fellner (0/1), Heinzelmann R. (1/0), Heinzelmann T. (3/0), Hegner (6/3), Huppmann, Huxhorn (1/0), Rieß (4/4), Schneweis (0/1), Schwarz (2/0) und Utecht (4/2).

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