Big Points am Doppelwochenende

Red Hocks schwimmen sich frei

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Marco Tobisch (rechts) sicherte seinem Team einen Zusatzpunkt, der noch wertvoll werden könnte: Mit 6:5 nach Verlängerung behielten die Red Hocks gegen Chemnitz die Oberhand.

Kaufering – Gleich zwei Heimspiele haben die Red Hocks am vergangenen Wochenende absolviert. Am Samstag gab sich der amtierende Meister und Pokalsieger vom UHC Weißenfels die Ehre im kürzlich eingeweihten Sportzentrum. Mit 4:11 brachte man den Favoriten zu keinem Zeitpunkt ins Straucheln, zog sich aber vergleichsweise achtbar aus der Affäre. Tags darauf gastierte mit den Floor Fighters Chemnitz ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt in der Marktgemeinde. In einem bis zum Ende packenden Spiel setzten sich die Lech-Floorballer mit 6:5 nach Verlängerung durch.

Für die erste Partie des zweiten und dritten Bundesligaspieltages gab das Trainergespann Hauser/Szirbeck ihrem Team eine mutige Marschroute aus: Die junge Mannschaft, die im Sommer viele Nachwuchstalente in den Bundesligakader integriert hat, sollte vor heimischen Publikum aggressiv verteidigen und clever nach vorne spielen. Das gelang über weite Strecken der Partie, auch wenn sich von Beginn an der erwartete Spielverlauf entspann: Der UHC hatte viel Ballbesitz und zeigte mit seinen erfahrenen Spielern sofort seine ganze Bandbreite an Können auf.

So dauerte es lediglich bis zur 6. Spielminute, bis der 16-jährige Dominik Bürger im Kauferinger Tor hinter sich greifen musste. Die Hausherren hielten beachtlich dagegen und wussten durch temporeiche Gegenstöße zu überzeugen. Im ersten Drittel blieb ihnen aber das Glück verwehrt, einen Angriff erfolgreich zu beenden. Ganz anders Weißenfels, das das Ergebnis kontinuierlich auf 0:4 zum ersten Pausentee in die Höhe schraubte.

Im zweiten Abschnitt folgte die wohl stärkste Phase der Gastgeber. Frisch aus der Kabine gekommen zeigte Kauferings junger Wirbelwind Ricardo Wipfler seine offensiven Qualitäten. In nur drei Minuten traf er doppelt, nachdem er jeweils sehenswert von Marco Keß und Tobias Hutter freigespielt worden war. Der UHC hatte den Weckruf allerdings verstanden und antwortete mit weiteren Treffern. Mit 2:9 ging es wieder in die Kabine.

Anfangs des Schlussdrittels egalisierten sich die beiden Mannschaften zusehends. Der nächste Torerfolg war wieder Kaufering vorbehalten, Tobisch verwertete einen Pass von Wipfler im Powerplay. Kurz darauf verkürzte Martin Klöck weiter auf 4:9. Zum Ende traf Weißenfels noch zwei weitere Male – Endstand 4:11.

Gegen die Floor Fighters aus Chemnitz wollten die Red Hocks am Sonntag ihre ansprechende Form bestätigen und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Und das Spiel begann mit einem Paukenschlag: Nach gerade einmal 18 Sekunden verwertete Julian Rüger ein Zuspiel von Keß. Doch der Jubel verstummte schnell wieder: Bereits nach 57 Sekunden egalisierte Teemu Manninen. Diese beiden Szenen erzählen bereits den gesamten Verlauf des ersten Spielabschnitts: Kaufering ist das bessere Team, scheitert aber zu häufig an Rosenthal im Tor der Gäste und kassiert die Strafe für seine fahrlässige Chancenverwertung. Nach dem 2:1 durch Finkenzeller und dem 3:1 durch Leonard Renner, der sein ersten Bundesligator feiert, folgt innerhalb von zweieinhalb Minuten der Ausgleich der Gäste. In der 18. Minuten erspielen Hutter und Keß die 4:3-Pausenführung für die Red Hocks.

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein Spiel mit vielen technischen Fehlern. Einen solchen nutzte Kaufering zum 5:3, das aber als Eigentor gewertet wurde (28.). Bis zur erneuten Drittel-Sirene änderte sich nichts mehr am Spielstand.

Chemnitz, das am Samstag spielfrei hatte, ging im letzten Abschnitt aggressiver zu Werke. Nach 42 Minuten besorgte Rasmus Hellström den Anschluss und Manninen gelang in der Folge der Ausgleich (49.). Kaufering hielt dagegen und versuchte seinerseits gefährlich zu bleiben. Eine Schrecksekunde gab es für die Hausherren noch: Nach einem Einschlag hüpfte der Ball vor dem Gehäuse genau auf die Kelle eines Chemnitzers, doch Torwart Kornelius Schmid kratzte den Ball von der Linie. Nach 60 Minuten musste der Sieger in der Verlängerung ermittelt werden. Bei einem Schussversuch von Maximilian Falkenberger in Überzahl fällt der Ball Marco Tobisch, der nur noch abzustauben braucht, auf die Kelle – der Extrapunkt bleibt am Lech.

Damit konnten die Red Hocks zwei wichtige Zähler verbuchen. Weiter geht es am kommenden Samstag bei den verhalten in die Saison gestarteten Red Devils Wernigerode.

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