Start in die Saison

Der Schlüssel zum Erfolg

+
Jetzt startet die Regionalliga-Saison für die Footballer des XPress.

Landsberg – Was die Eishockey-Mannschaft des HC im Winter und die Fußballer des TSV vor wenigen Tagen geschafft haben, feierte der X-Press schon im vergangenen Herbst – den Aufstieg. Für die Footballer ist der Erfolg schon Schnee von gestern, jetzt starten sie in die Punktrunde der Regionalliga Süd.

Für die Landsberger sind die Argonauts eine große Unbekannte. „Es ist uns nicht gelungen, irgendein Video von ihnen zu bekommen“, sagt X-Press-Präsident Knut Dins. Klar ist aber, dass die Gastgeber (Absteiger aus der 2. Liga) auf dem Papier gegen Landsberg (Aufsteiger aus der Bayernliga) Favorit sind, zumal sie in der vergangenen Saison durchaus gute Spiele abgeliefert haben, wie Dins weiß. „Sie hatten nur Probleme durch die vielen Strafen, die sie sich eingehandelt haben, wir müssen abwarten, ob das auch in dieser Saison so weitergeht.“ 

Beim X-Press hatte man währenddessen in der Vorbereitung mit seinen eigenen Sorgen zu kämpfen. Mit dem Aufstieg in die dritthöchste deutsche Klasse stößt man in mancher Hinsicht langsam auch an Grenzen. „Drei bis vier Nordamerikaner hätten wir für die Regionalliga gerne im Team gehabt“, so Dins, aus den begrenzten finanziellen Mitteln heraus sind es jetzt nur zwei geworden. Neben Rückkehrer Jason Bertrand stößt in Samuel Timothy Schwab ein weiterer Kanadier zum Team, allerdings wird er vermutlich erst zum ersten Heimspiel am 17. Mai in Landsberg eintreffen. Der 23-Jährige aus Sasketchewan gilt als Allrounder und dürfte beim X-Press in beide Richtungen eingesetzt werden. 

Ansonsten hat sich am Kader nicht viel verändert, man geht wieder mit 42 Spielern in die Saison, muss allerdings zwei schmerzliche Abgänge verkraften. Dominik Krahn meldete sich aus beruflichen Gründen vom Spielbetrieb ab, Christian Kracher sucht dagegen in Kempten die sportliche Herausforderung. „Es ist verständlich, dass er die Chance nutzen will, in der 1. Liga zu spielen und man kann einem Spieler dann auch keine Steine in den Weg legen“, sagt Präsident Dins, der aber die Hoffnung hat, dass Kracher „irgendwann“ den Weg zurück ins X-Press-Team findet. 

Für Unruhe sorgten in der Vorbereitung aber eher einige Reibereien im Team selbst, wie auch Dins weiß. Beim Vorbereitungsspiel gegen Neu-Ulm krachte es noch auf dem Feld deutlich hörbar intern in der Landsberger Defense. „Das hatten wir so noch nicht“, räumt er ein, „da gab es wohl bei den Calls Abstimmungsprobleme untereinander. Das sollte inzwischen aber alles ausgeräumt sein.“ 

Hilfreich war das Spiel gegen die Neu-Ulmer aber gerade wegen einiger spielerischer Schwierigkeiten, die sich trotz des Landsberger 30:23-Sieges noch auftaten. „Die Spartans sind zwar erst in die Bayernliga aufgestiegen, aber wollen wohl in die Regionalliga durchmarschieren und haben uns schon gezeigt, wo wir uns noch verbessern müssen“, sagt Dins. So war man überraschenderweise in der Verteidigung gegen das Passspiel diesmal „relativ empfindlich“. Im Angriff wiederum fehlten einige Stammkräfte, so dass „eigentlich nur das Passpiel von Jason Bertrand auf Flo Borchert wirklich gut funktioniert hat.“ 

Wird es eng? 

Damit wird auch klar, wo der Schlüssel für eine erfolgreiche Regionalliga-Saison beim X-Press liegen wird. „Unser Kader ist leider immer noch nicht so breit, wie wir ihn gerne hätten. Wenn wir größere Verletzungsprobleme bekommen, wird es sehr eng für uns werden“, fürchtet Knut Dins, der aber andererseits auch weiß: „Wenn wir davon verschont bleiben, denke ich schon, dass wir unter den ersten Drei mitspielen können.“ Das würde dann auch wieder eine Menge Zuschauer ins Sportzentrum locken, wovon finanziell einiges abhängt. Mit 45000 Euro Etat plant man für die neue Saison, „dazu kommen noch Zuschauer, Catering und Merchandising, wir hoffen natürlich, dass da möglichst viel zusammenkommt.“ Das Budget ist damit gegenüber der abgelaufenen Saison (40000 Euro) zwar offiziell erneut gestiegen, in Wirklichkeit aber sogar gekürzt worden. Wegen erheblicher Zusatzkosten musste man insgesamt nämlich sogar 53000 Euro aufwenden. „Das ging nur durch Privateinlagen und das sollte sich nicht wiederholen“, so Dins.

Christoph Kruse

Meistgelesene Artikel

"Beste Saisonleistung"

Kaufering – Es war für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie im Hinblick auf die Playoffs. Zuletzt rangierten der ETV Hamburg und die Red …
"Beste Saisonleistung"

Die heiße Phase beginnt

Landsberg – Nach einem ­Déjà-vu in Geretsried, wo die Partie erneut nicht zu Ende gespielt wurde, schlossen die Eishackler vom HC Landsberg am …
Die heiße Phase beginnt

Olympia als höchstes Ziel

Dießen – „Unsere Sportler repräsentieren Dießen über die Gemeindegrenzen hinaus“, betonte Bürgermeister Herbert Kirsch anlässlich der Sportlerehrung …
Olympia als höchstes Ziel

Kommentare