In Bayern einzigartig

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Die Gewinner der Kurzstrecke vom Ruderverein Wilde Woge: Hans und Hendrik Hohagen, Dr. Ingo Banke, Nicolaus Forster (v. links) und Lea Banke, siebenjährige Steuerfrau.

Schondorf – Schon zum dritten Mal hat die Wilde Woge, der Ruderverein in Schondorf, am Samstag vergangener eine gemeinsame Regatta für Ruderer, Kanuten im Kajak oder SurfSki, StandUp-Paddler und andere Wassersportler veranstaltet. Mehr als 120 Teilnehmer in 55 Booten waren zum 3. Ammersee-West Cup auf dem Wasser. Über die lange Distanz von zwölf Kilometern gewann der Kanu-Vierer des MTV München in 51:20 Minuten. Den Sieg auf der kurzen Strecke über vier Kilometer ließ sich in diesem Jahr der starke Rennvierer des Gastgebers, der Wilden Woge, mit einer Zeit von 15:22 Minuten nicht nehmen.

Bei strahlendem Sonnenschein und guten Windverhältnissen herrschten optimale Wetterbedingungen für die Wassersportler. „First Ship Home“ in dem Rennen auf der Langstrecke und damit Gewinner des Wanderpokals „Ammersee West Cup 2016“ wurde der Kanu-Vierer des MTV München mit Benno Berberich und seinem Team. Die international erfolgreichen Kanuten bewältigten die zwölf Kilometer lange Strecke in 51:20 Minuten und waren damit 4:24 Minuten schneller als der Zweitplatzierte, die Ruderer des Ruderclub Am Lech Kaufering im Vierer mit einer Zeit von 55:44 Minuten. Dritter – mit nur 10 Sekunden Abstand zum Zweiten – wurde der letztjährige Gewinner auf dieser Strecke, der Schüler-Vierer vom Ammersee-Gymnasium, dessen deutscher Meister im Ergo-Cup Florian Dehlfing verletzungsbedingt aussetzen musste.

Besondere Attraktion auf dieser Distanz: Die Ausrichtung der „1. offenen Bayerischen Meisterschaft im SurfSkiKajak“: In der Wertung „Senior“ (18 bis 49 Jahre) gewann Tim Fiedler mit einer Zeit von 57:26 Minuten, in der Wertung „Master“ (50 bis 64 Jahre) hatte Achim Hoffmann mit einer Zeit 1:00:02 Stunden die Nase vorn.

Auf der Kurzstrecke gewann in diesem Jahr der starke Rennvierer der Wilden Woge. Direkt am Start übernahm das schnelle Boot mit Schlagmann Nicolaus Forster, Dr. Ingo Banke und den Brüdern Hans und Hendrik Hohagen sowie der erst siebenjährigen „Steuerfrau“ Lea Banke die Führung und gab sie bis zum Ende des Rennens auch nicht wieder ab. Mit 15:22 Minuten wurde das Boot „First Ship Home“. Dahinter folgte mit 17:39 Minuten der Schüler-Vierer vom Ammersee Gymnasium. Dritter wurde der gemischte Vierer aus der Ruderabteilung des SC Riederau mit einer Zeit von 18:31.

Sportliche Höchstleistung gab es beim Rennen zu bestaunen und das, obwohl die Veranstaltung auf den Breitensport ausgelegt ist. „Wasser + Spaß + Sport + Neugier auf andere Wassersportler“, war das Motto der Veranstaltung. Und die Freude an der sportlichen Nutzung des Ammersees zu fördern. So gab es auch dieses Mal alle Bootsgattungen zu sehen, vom Renneiner bis hin zum Indianerkanu und dem Faltbootzweier.

„Mindestens in Bayern ist diese Veranstaltung die erste ihrer Art“, teilt Astrid Wiener, Pressebeauftragte der Wilden Woge, mit. Als Vorbild diene die Vogalonga in Italien: Ein Wettkampf für alle Bootsklassen, die mit Muskelkraft bewegt werden, der alljährlich am Pfingstsonntag in Venedig ausgetragen wird. Der Termin für den 4. Ammersee-West Cup 2017 wird unterdessen auch schon wieder gesucht. Und für die relativ junge Bootsklasse der SurfSki und Out­rigger wird die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder als „offene Bayerische Meisterschaft im SurfSkiKajak“ ausgetragen.

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