Jetzt nach vorne blicken

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Lange nach dem Spiel gegen den TV Bad Tölz rätselten die Landsberger Handballer und Trainer Sofian Marrague: Warum hatte man sich gegen die Tölzer so schwer getan? Am Ende reichte es für die Lechstädter aber trotz allem noch zum 32:25-Sieg.

Landsberg – „Solche Spiele gibt es halt auch“, kommentierte Trainer Sofian Marrague nach dem Spiel gegen den TV Bad Tölz. Am Ende stand dann doch ein 32:25-Erfolg für die Landsberger Handballer fest – aber man hatte sich schwer getan gegen die Tölzer. Am Donnerstag empfängt das Team den TSV Gilching.

Lange rätselte die Mannschaft nach dem Spiel noch auf der Tribüne, was denn da los war, dass man sich gegen den TV Bad Tölz so schwer tat, die ja bisher noch kein Spiel gewonnen hatten. Sicher die Tölzer präsentierten sich als unangenehmer Gegner, der mit viel Engagement die Landsberger Fehler zu nutzen wusste. Aber die Landsberger fanden an diesem Tag sowohl in Angriff und vor allem auch in der Abwehr nie so richtig zu ihrem Spiel und eröffneten ihrem Gegner dadurch immer wieder gute Chancen. Man musste zwar eigentlich nie um den Landsberger Sieg fürchten, aber es dauerte bis ins letzte Viertel des Spiels bis sich die Gastgeber deutlich absetzten. 

Die ersten Minuten gehörten den Tölzern, die schnell auf 1:3 vorlegten (2.). Aber Landsberg konterte, kurz darauf war der Vorsprung ausgeglichen (3:3). Aber die notwendige Stabilität wollte sich im Spiel des TSV einfach nicht einstellen. Mal stimmte die Abstimmung in der Abwehr nicht, mal wurde zu schnell oder unvorbereitet abgeschlossen. So verlief die Partie ausgeglichen (6:7/10.). Wichtig war, dass der Landsberger Keeper Dominik Keller in dieser Phase zwei Siebenmeter hielt. Jetzt wurde die heimische Abwehr stabiler und ließ 10 Minuten lang kein Gegentor zu. 

Leider waren die eigenen Angriffsbemühungen auch nicht so erfolgreich, auch vom Siebenmeterpunkt fehlte die Sicherheit. Der gegnerische Torwart erwischte immer wieder den Ball und gewann zusehends an Selbstvertrauen, die Partie blieb offen (10:10/25). Dann wurde das Landsberger Spiel auf einmal präziser, man machte weniger Fehler und war bis zur Pause auf 16:11 weg. 

Wichtige Treffer 

Der Vorsprung hielt im zweiten Durchgang nur kurz, wieder gelang im Angriff wenig und hinten kam Tölz immer wieder durch und war auf einmal wieder auf ein Tor dran (18:17/38.). Landsberg kämpfte und mühte sich, ohne aber in Panik zu verfallen. Auch mit solchen Situationen muss man umgehen können und dran bleiben. So langsam wurde man wieder sicherer, der technisch versierte Andi Pausewang erzielte jetzt wichtige Treffer. Ein wichtiger Rückhalt war dabei Neuzugang Sebastian Röhrl im Landsberger Tor. Bei seinem ersten Pflichtspiel glänzte er mit vielen schönen Paraden. 

Die Wende kam mit einer clever genützten Überzahl, Landsberg eroberte mit einer Manndeckung mehrfach schnell den Ball und nutzte die Gelegenheiten auch (24:20/45.). Man spielte jetzt die Angriffe besser aus, auch wenn man sich die Treffer erarbeiten musste, jetzt traf man (27:21/49.). Da ließ man bis zum Schluss dann auch nichts mehr anbrennen, langsam näherte man sich wieder der Normalform und sicherte sich verdient die Punkte. So bleibt man nun ohne Verlustpunkt Tabellenführer. 

Trainer Sofian Marrague wollte sich im Anschluss gar nicht mehr so mit dem Spiel beschäftigen: „Mund abwischen und nach vorn blicken, mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Unsere Abwehr hat heute irgendwie nie den richtigen Zugriff auf den Gegner bekommen, aber solche Spiele gibt es halt auch“, so Trainer Sofian Marrague weiter. „Am Donnerstag gegen Gilching wird das schon eine ganz andere Nummer. Da werden wir auch anders auftreten, da bin ich mir sicher.“ 

Gilching kommt 

Aufgrund einer Spielverlegung spielen die Landsberger schon wieder am nächsten Donnerstag gegen den TSV Gilching, der wesentlich stärker einzuschätzen ist. Anpfiff ist um 20.30 Uhr im Sportzentrum. 

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