"Die erste Hälfte war gar nichts"

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Moritz Hierstetter und seine Teamkameraden fanden kein Gegenmittel gegen die umtriebige Abwehr der SG Kaufbeuren/Neugablonz.

Landsberg – Die Handballer des TSV Landsberg haben nicht an die starke kämpferische Leistung der Vorwoche in Pullach anknüpfen können. Mit 18:27 unterlag das Marrague-Team gegen die SG Kaufbeuren/Neugablonz. Vor allem in der ersten Hälfte zeigte man zu wenig Gegenwehr, die leicht aufsteigende Form im Laufe des zweiten Durchgangs kam zu spät.

Beiden Teams war am Anfang etwas Nervosität anzumerken. Nach einem Landsberger Ballverlust punktete Kaufbeuren/Neugablonz von Rechtsaußen und nahm fortan das Zepter in die Hand. Die Gäste warteten mit agiler Abwehr sowie technisch versierter Offensive samt stark besetztem Rückraum auf. Mit druckvollem Spiel und präzisen Würfen setzen sich die Allgäuer immer wieder durch. Der TSV war in allen Bereichen unterlegen und setzte seine Abschlüsse nicht platziert genug aufs Gehäuse, um den großgewachsenen gegnerischen Torhüter in Bedrängnis zu bringen. Selbst Siebenmeter führten nicht zum ersehnten ersten Treffer. So dauerte es lange, bis die Marrague-Truppe jubeln durfte (1:7/12.).

Doch so richtig geplatzt war der Knoten damit nicht, der Angriff kam weiter kaum in Schwung. Auch, als die SG sich einige technische Fehler und Ballverluste leistete, schlug Landsberg kaum Kapital daraus (3:12/25.). Erst in den Minuten vor der Pause lief es besser. Die Abwehr stabilisierte sich und man konnte auf 7:14 verkürzen.

Im zweiten Durchgang lief TSV-Torhüter Dominik Keller zu großer Form auf, und verhinderte zunächst, dass der Rückstand wieder anwuchs. Reaktionsschnell vereitelte er drei freie Würfe in Folge. Seine Kameraden kamen besser ins Spiel und schlossen mit 12:16 weiter auf (38.). In der Abwehr hielt Landsberg entschlossener dagegen. Offensiv setzte Trainer Sofian Marrague sämtliche Hebel in Bewegung und brachte verstärkt den siebten Feldspieler. Das bewährte sich, die Gäste trafen nur einmal das verwaiste Tor. Doch auf Dauer gelang im Angriff zu wenig. So konnte Kaufbeuren/Neugablonz sich wieder absetzen (15:25/50.), die Partie war gelaufen.

Mannschaft und Coach waren hernach niedergeschlagen. „Die erste Halbzeit war gar nichts. Mit der zweiten kann man eher leben, auch wenn wir mehr drauf hätten. Heute konnte außer Domi im Tor keiner seine Normalform abrufen. Ich weiß nicht, was los war“, ärgert sich Marrague. „Jetzt haben wir ein Wochenende spielfrei und müssen uns fangen.“

Auch Abteilungsleiter Roland Neumeyer stellt fest: „Es war klar, dass das eine schwere Saison wird. Aber auch wenn das gar nicht das war, was wir uns alle vorstellen, zusammen kommen wir da auch wieder raus. In der Mannschaft steckt mehr“.

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