Ein Tag der dritten Plätze

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Guten Reitsport zeigte der Nachwuchs beim Geländeturnier des RFV Dießen.

Dießen – „Wo ist das Hindernis Nummer 5?“, schallte es über den Parcours. „Liiiiiinks“, antworteten die hilfsbereiten Zuschauer im Chor der Amazone, deren „Navigationsgerät“ beim Stilgeländeritt etwas durcheinander gekommen war.

Genauso engagiert wie das Publikum waren auch die jüngsten Reiter, die im Pony-Führzügel-Wettbewerb Cross Country das Geländeturnier des Reit- und Fahrvereines Ammersee eröffneten.

So mussten die Kleinen zunächst drei Fragen rund ums Pferd richtig beantworten. Erst danach ging es – natürlich mit Führung – in den Parcours, bestehend aus Bergauf-/Bergabreiten, einem Slalom und einem „Sprung“ über einen kleinen Baumstamm. Alles kein Problem.

Auch in den drei anderen Wettbewerben bewältigten Pferd und Reiter die Strecken zwischen 500 Meter und sieben Hindernissen beziehungsweise 1000 Meter und zwölf Hindernissen weitgehend ohne Probleme, einzig die Orientierung war für manche nicht ganz einfach – so mussten zwei Paare disqualifiziert werden, da das eine nicht den Start, das andere nicht das Pflichttor passiert hatte. Dafür blieb eine Reiterin, obwohl sie wegen eines verrutschten Helmes fast nichts mehr sehen konnte, fehlerfrei.

Die fröhlichen Kommentierungen der Richterin Silke Walter beziehungsweise von Su­- sanne Völker verbreiteten nicht nur gute Laune und trösteten die Ausgeschiedenen, sondern machten den Wolkenbruch während der dritten Prüfung fast vergessen. Besonders erwähnenswert sei hier ein junger Reiter, der trotz des sintflutartigen Regens sein Pferd gelassen, sicher und, erstaunlicherweise, lächelnd durch den Parcours lenkte und sich absolut verdient den 2. Platz sicherte.

Stilgeländereiten hat natürlich auch etwas mit Styling zu tun – so bekam eine Reiterin fiktiven Punktabzug, weil das Fell am Genickstück nicht wie der Rest des Ensembles in pink gehalten war. Da aber der kleine schwarze Wallach und seine Reiterin nicht nur gut aussahen, sondern auch schön durchs Gelände flitzten, wurden die beiden mit einem 3. Platz belohnt. Um die Organisation so eines Turnieres zu stemmen, braucht es jede Hand, vor allem die von Wolfgang Steigenberger, der sich einmal mehr federführend um die Geländehindernisse kümmerte. Auch jede Spende, ob Sachspende oder Geld, ob groß oder klein, hilft dem Verein mit solchen Turnieren den reiterlichen Breitensport zu fördern.

In Summe war es für den Reit- und Fahrverein Ammersee ein Tag der 3. Plätze, man freute sich über vier „Bronzemedaillen“. Außer einer Brandblase des „vereinseigenen“ Grillmeisters gab’s keine Verletzungen – weder bei Mensch noch bei Tier. So hoffen man beim Reit- und Fahrverein Ammersee, dass das große Dressur- und Springturnier am kommenden Wochenende genauso gut verläuft.

• Führzügel-Wettbewerb Cross- Country: 1. Johanna Fischer (Pffrd. Werdenfels) auf Veronika; 2. Emma Corvin (RFV Mischenried) auf Mirage; 3. Laura-Sophie Huttner (RFV Ammersee) auf Dalina.

• Geländereiter-Wettbewerb: 1. Patricia Oswald (LRFV Kr. Ebersberg) auf Valesca; 2. Sonja Falger (RFV Buchloe) auf Oskar; 3. Jule Völker (RFV Ammersee) auf Vicky.

• Stilgeländeritt-Wettbewerb (Jahrg. 2005 - 1992): 1. P Christina Grünbauer (Pffrd. Fischen) auf Waikiki 223; 2. Bryan Willutzki (RFV Felm.) auf Lacaletto; 3. Moritz Völker (RFV Ammersee) auf Glenn Merlot.

• Stilgeländeritt-Wettbewerb (Jahrg. 1992 und älter): 1. J. Botzenhardt-Kopetschke (RV Unterthingau) auf Esyna, ; 2. Annelie Mayländer (RFV Wertachau Schwabmünchen) auf Nobody dunnit like him; 3. Melanie Westenrieder (RFV Ammersee) auf Derano T.

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