Nach dem Playoff-Aus

An allen Ecken "super zufrieden"

+
Über Fortschritte in allen Bereichen freut sich Riverkings-Vorsitzender Markus Haschka. Auch der Kern der erfolgreichen Bayernligamannschaft soll beisammen bleiben.

Landsberg – Das Eishockeyjahr nähert sich seiner heißen Phase, doch in Landsberg wird nach dem Viertelfinal-Aus bereits abgetaut. Schade findet das Markus Haschka, Vorsitzender des HCL, im Gespräch mit dem KREISBOTEN, doch der Stolz auf eine erneut erfolgreiche Saison lässt die Enttäuschung langsam weichen. In vielen Bereichen, sportlich wie organisatorisch, habe der Verein einen Sprung gemacht. Beim Nachwuchs laufe es ebenso rund wie beim Zuschauerzuspruch, der Sponsorenakquise und der Bayernligamannschaft. Hinter deren Bande wird Trainer Andreas Zeck weiter das Ruder in der Hand halten. Auch am Kader wird ab sofort gebastelt, Änderungen sollen punktuell und mit Bedacht vorgenommen werden.

Das Ausscheiden im Viertelfinale gegen Höchstadt sei schon enttäuschend gewesen, berichtet Markus Haschka. Denn es sei mehr drin gewesen, vor allem nach dem „super Start“ in die Serie, als die Riverkings auswärts gewinnen konnten. Diesem vielversprechenden Auftakt folgte eine bittere Niederlage nach Penaltyschießen daheim und ein nicht so gutes Spiel in der Ferne, in dem die Niederlage in Ordnung gegangen sei. Zuhause habe man in Partie vier dann mit dem Serienrückstand vor Augen nochmal alles reingeworfen, doch die Belohnung blieb aus. Klar besser sei der HCL vor allem im letzten Drittel gewesen, doch auch aufgrund der fehlenden Durchschlagskraft im Powerplay gelang zu wenig Zählbares. Das Überzahlspiel sei die ganze Saison lang trotz intensiven Trainings ein Manko geblieben, bei dem auch die fehlende Erfahrung eine Rolle gespielt habe, räumt Haschka ein. Dass in der entscheidenden Partie auch in der Crunch Time, als es um die Wurst ging, drei Formationen bei numerischer Überlegenheit aufs Feld geschickt wurden, sei zwar unüblich aber so geplant gewesen: „Die dritte Reihe hat das noch mit am besten gemacht“. Insgesamt blickt er aber stolz auf eine Serie zurück, in der die Riverkings Höchstadt „alles abverlangten“.

Überhaupt erkennt der 38-Jährige über die ganze Saison hinweg einen Anstieg an spielerischer Qualität bei der Mannschaft. Das habe einerseits an guten Neuverpflichtungen gelegen aber auch daran, dass jedem Spieler ein Schritt nach vorne gelungen sei. Getragen habe sich das Team selbst durch starken Charakter, einen wahnsinnigen Zusammenhalt und großen Willen. Dass nun zweimal hintereinander die Playoffs erreicht wurden, führe zu einer sicherlich höheren Messlatte, doch wolle der junge Verein seinen Weg weiter Schritt für Schritt beschreiten, wie der Vorsitzende betont. Auch mittel- und langfristig bleibe das Ziel, sich unter den ersten sechs Teams der Bayernliga zu etablieren. „Mit dem aktuellen Team läuft uns die Zeit nicht davon“.

Gespräche mit Spielern

em großen Teil“ wieder derselbe Kader die Schlittschuhe schnüren. In den kommenden drei Wochen stünden Gespräche mit jedem Spieler an, ein loser Austausch habe schon stattgefunden. Das gelte auch für Craig Gallo, nach längerer Zeit der erste Kontingentspieler im Landsberger Trikot. „Mega zufrieden“ zeigt sich Haschka mit dem Kanadier, der sportlich eine echte Bereicherung dargestellt habe und ein ganz feiner Kerl sei: „Diesbezüglich schauen wir über den Sommer mal“. Auch die Angebote neuer Spieler, die täglich ins Haus flatterten, sondierten die Verantwortlichen in Ruhe.

Dafür, das neue Personal ins Team zu integrieren, wird weiterhin Trainer Andreas Zeck verantwortlich bleiben. Der 36-Jährige habe, nachdem er in diesem Jahr die komplette Vorbereitung mit der Mannschaft absolvieren konnte, eine „fruchtbare“ Handschrift erkennen lassen.

Dass den in dieser Saison etablierten Juniorenspielern wie Mika Reuter, Timo Hauck und Maximilian Güßbacher auch in Zukunft frisches Blut aus dem eigenen Stall folgt, ist laut Haschka wahrscheinlich. Denn auch mit dem Nachwuchs sei er „super zufrieden“. Daneben hätten sich bei der Sponsorensuche weitere Erfolge eingestellt, Näheres kommuniziere der Verein bei der anstehenden Hauptversammlung.

Als super empfand er auch den Publikumszuspruch. Zwar sei der Spielplan nicht ganz optimal gewesen und der schleppende Saisonstart habe sich auf die Zuschauerzahlen niedergeschlagen, doch diese hätten sich wieder gefangen und stetig verbessert. Das vom ehemaligen EVL-Stadionsprecher Michael Riedl initiierte „Klassentreffen“ habe ebenfalls sehr geholfen: „Ich freue mich riesig, dass immer mehr alte Gesichter wieder bei Heimspielen zu sehen waren. So soll‘s sein, denn es geht um den Eishockey-Sport in Landsberg.“

Rasso Schorer

Meistgelesene Artikel

"Beste Saisonleistung"

Kaufering – Es war für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie im Hinblick auf die Playoffs. Zuletzt rangierten der ETV Hamburg und die Red …
"Beste Saisonleistung"

Olympia als höchstes Ziel

Dießen – „Unsere Sportler repräsentieren Dießen über die Gemeindegrenzen hinaus“, betonte Bürgermeister Herbert Kirsch anlässlich der Sportlerehrung …
Olympia als höchstes Ziel

Endstation Zugspitzfinale

Penzing/Fuchstal – Die Erwartungen der beiden Landkreisvertreter bei den Zugspitzmeisterschaft im Futsal in Fürstenfeldbruck waren im Vorfeld gering. …
Endstation Zugspitzfinale

Kommentare