Alligatoren schnappen zu

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Körperbetont und strafintensiv ging es für die Riverkings gegen die Alligatoren aus Höchstadt zu: Zweimal mussten sie sich gegen die Mittelfranken geschlagen geben.

Landsberg – Dass sich die Alligatoren aus Höchstadt im Gegensatz zum ersten Spiel – 6:1 Sieg für Landsberg – komplett anders präsentieren werden, war HCL Trainer Andreas Zeck im Vorfeld des zweiten Spiels klar gewesen. „Wir hatten erwartet, dass Höchstadt ein anderes Gesicht zeigen wird als letzten Sonntag.“

Das erste Heimspiel für die Riverkings am vergangenen Freitag entwickelte sich zu einem richtigen Play Off Kampf. Von der ersten Sekunde an, zeigten die Gäste, dass sie sich den Heimvorteil in der Serie wieder zurückholen wollten und spielten daher von Anfang an ein aggressives und sehr körperbetontes Eishockey. Dies bekam Landsbergs Verteidiger Tobias Turner bereits nach knapp dreißig Sekunden zu spüren. Er musste angeschlagen in die Kabine und wurde dort kurz behandelt.

Körperbetont und strafintensiv

Anschließend ging es für ihn aber wieder weiter. So war das gesamte Spiel vor allem durch diverse Strafzeiten auf beiden Seiten geprägt. Aus diesem Grund wollte auf beiden Seiten auch kein richtiger Spielfluss aufkommen. Höhepunkt der vielen Strafen war ein 2+10 Minuten Strafe gegen die Gäste. Thomas Fischer war der Leidtragende – er konnte nach der ersten Pause nicht mehr mitwirken. Im zweiten Abschnitt erwischten die Gäste aus Mittelfranken den besseren Start. Nach nur wenigen Sekunden erzielten die Gäste in Überzahl den 0:1 Führungstreffer. In der 24. Spielminute war es wieder einmal Dennis Sturm, der den Ausgleich für die Landsberger erzielte. Den Riverkings gelang es trotz einiger Möglichkeiten in Überzahl nicht, das Ergebnis aus ihrer Sicht zu erhöhen. So verabschiedeten sich beide Mannschaft mit dem 1:1 in die letzte Drittelpause.

Auch im letzten Drittel das gleiche Bild: Keine Minute war gespielt und schon zappelte wieder die Scheibe im Tor von Christoph Schedlbauer. In der 45. Minute nahm sich dann Craig Gallo ein Herz und vernaschte einige seiner Gegenspieler und erzielte den Ausgleich zum 2:2. In der 50. Spielminute ging der HC Landsberg erstmals in Führung. Markus Kerber erzielte das umjubelte 3:2 für seine Farben. Doch nur zwei Minuten später bestraften die Gäste einen Fehler in der Hintermannschaft der Riverkings und erzielten den Ausgleich. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Verlängerung. Landsberg drückte auch in diesen fünf Minuten weiter auf die Entscheidung, doch es sollte kein Treffer mehr fallen.

Die Entscheidung musste also im Penaltyschießen fallen. Hier hatten die Gäste die Nase mit zwei Treffern vorne und konnten damit die Serie zum 1:1 ausgleichen. Andreas Zeck zum Spiel: „Das war heute ein richtiges Play Off Spiel, mit allem was dazu gehört. Leider konnten wir uns für unseren Einsatz heute nicht belohnen. Die Niederlage ist aus meiner Sicht sehr unglücklich “ Auch das dritte Spiel am Sonntag in Höchstadt war wieder hart umkämpft mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten. Nach zwanzig Minuten stand es wieder 0:0. Diesmal dauerte es bis zur 29. Spielminute bis die Gastgeber eine Überzahlsituation zum 1:0 nutzen konnten. Aber die Riverkings konnten in der 31. Spielminute durch Markus Kerber den Ausgleich erzielen. Knapp 90 Sekunden vor der zweiten Pause erhöhte Höchstadt wieder in Überzahl auf 2:1. Die Gastgeber verlegten sich nun eher auf Konter.

In der 48. Spielminute wurde bei einem dieser Angriffe ein Alligator-Stürmer gefoult und der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Dieser führte zum 3:1 für Höchstadt und schien eine Art Vorentscheidung zu sein. Doch nun nutzte Thomas Fischer, auf Zuspiel von Craig Gallo, eine sich bietende Überzahlsituation und verkürzte auf 3:2. Doch die routinierte Truppe aus Höchstadt erzielte nur eine Minute später (49. Spielminute) wieder in Überzahl das 4:2. Die Riverkings versuchten es noch einmal mit der Brechstange doch Höchstadt erzielte das 5:2 in das inzwischen leere HCL-Gehäuse. Somit steht es in der Serie nun 2:1 für die Mittelfranken.

Für den HC Landsberg ist das nächste Heimspiel am Freitag bereits ein echtes Endspiel. Nur bei einem Sieg geht es zum fünften Spiel nach Höchstadt. Der HCL veranstaltet für dieses Heimspiel am morgigen Donnerstag, 3. März, von 18 bis 20 Uhr einen Kartenvorverkauf aller Kategorien in den Kassenhäuschen am Eisstadion.

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