Aus der Bahn

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Gegen Lilienthal mussten die Kauferinger Red Hocks am Wochenende eine bittere Niederlage einstecken

Kaufering – Mit lediglich zwölf Feldspielern traten die Red Hocks die Reise in den hohen Norden an, zudem stand hinter dem Einsatz von Kilian Tiefenthaler (gebrochener Zeh) und Tobias Hutter (Oberschenkelzerrung) ein Fragezeichen, doch beide bissen auf die Zähne und wollten mit der Mannschaft unbedingt die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Doch es war ein rabenschwarzer Tag für die Mannschaft von Rasso Schorer, vorne gelang fast gar nichts und hinten bekam man kein Zugriff auf das Lilienthaler Offensivspiel, was am Ende eine deutliche und auch in der Höhe gerechtfertigte Niederlage zur Folge hat.

In den ersten zehn Minuten sahen die gut 300 Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe mit Chancen auf beiden Seiten. „Wenn wir in dieser frühen Phase des Spiels ein Tor machen, bin ich mir sicher, dass das Spiel einen engeren Verlauf genommen hätte“, resümiert Schorer nach der Partie. Doch nach knapp zehn Minuten stellten die Wölfe mit einem Doppelschlag einen zwei Tore Vorsprung her. Dies warf die Mannschaft vom Lech augenscheinlich völlig aus der Bahn und man lief anschließend nur noch dem Ball hinterher. 

Schaffte man es mal an den Ball zu gelangen, agierten die Kauferinger viel zu hektisch, aufgrund des gegnerischen Pressings, und man verlor das Spielgerät bereits nach kurzer Zeit wieder. In den letzten Minuten des ersten Drittels ließ Lilienthal noch die Tore Nummer drei und vier folgen und man musste sich bereits zu diesem Zeitpunkt ernsthafte Sorgen um die Mannschaft von Interimskapitän Julian Rüger machen. In der Drittelpause versuchte man sich im Kauferinger Lager gegenseitig wach zu rütteln, um die drohende Niederlage doch noch abzuwenden. 

Doch auch dies zeigte keine Wirkung. Man verlor, wie schon im ersten Drittel, einen Großteil der Zweikämpfe, was den TVL immer wieder zu gefährlichen Torchancen kommen ließ und Kaufering kassierte bis zur 30. Spielminute drei weitere Treffer – zum zwischenzeitlichen 7:0 für die Gastgeber. Anschließend fingen sich die Mannen vom Lech und nahmen endlich wieder aktiv am Spiel teil. Folglich fiel in der 34. Spielminute endlich der erste Treffer durch Marco Tobisch, welcher kurz hinter der Mittellinie einfach mal abzog und den Ball flach ins lange Eck legte. Im letzten Drittel schalteten die Gastgeber merklich einen Gang zurück und so kamen die Red Hocks zu einigen gefährlichen Abschlüssen. 

Bereits nach vier Sekunden besorgte Julian Rüger das zweite Tor für seine Mannschaft. Im Powerplay stellten die Wölfe keine zwei Minuten später den alten Abstand wieder her. Wiederum keine Minute später verkürzte erneut Tobisch, ähnlich wie bei seinem ersten Tor, mit einem Weitschuss. Im Powerplay gelang dann noch der vierte und letztendlich letzte Treffer des Abends für Kaufering durch Niels Hauser. 

Anschließend pressten die Red Hocks sehr stark und setzten die Wölfe bereits im Spielaufbau unter Druck, um vielleicht noch den ein oder anderen Treffer zu erzwingen. Doch der TVL konterte geschickt und konnte schließlich einen dieser Tempogegenstöße mit Erfolg abschließen, um somit das Ergebnis zweistellig zu machen. Alles in allem geht die Niederlage, auch in dieser Höhe, durchaus in Ordnung, da die Kauferinger zu keinem Zeitpunkt im Spiel die Leistung der Vorwoche abrufen konnten. 

„Sicherlich hatten wir einige Ausfälle und auch angeschlagene Spieler zu beklagen, doch das darf keine Ausrede sein, denn die zwei Reihen die auf dem Feld standen hatten definitiv das Potenzial einen Sieg zu erringen“, so Schorer nach der Partie. Nun gilt es sich unter der Woche auf die Partie am Sonntag gegen den SC DHFK Leipzig vorzubereiten, um wieder als Sieger vom Feld zu gehen.

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