Floorball unterliegen im Endspiel

Silber zum Saisonabschluss

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Großer Erfolg trotz Niederlage: Nach dem 2:4 durch Marco Keß keimte bei den Red Hocks nochmal Hoffnung auf, doch am Ende unterlagen sie mit 5:9 im Pokalfinale.

Kaufering – Mit einem großen Ausrufezeichen haben die Bundesligaherren der Red Hocks Kaufering ihre Saison beendet. Beim final4, dem Finalturnier des Pokalwettbewerbs in Döbeln, schlugen sie die Devils Wernigerode im Halbfinale mit 5:3. Damit gelang die Revanche für die jüngsten Niederlagen in der Liga. Im Endspiel am Pfingstmontag ging es dann gegen den übermächtigen UHC. Auch wenn die Sensation mit 5:9 verpasst wurde, der 2. Platz ist ein großer Erfolg.

Beim Ertönen der Schlusssirene nach dem Halbfinale war der Jubel riesig: Die Red Hocks Kaufering hatten nach einem 5:3 gegen Wernigerode erstmals das Pokalfinale erreicht. Verteidiger Julian Rüger sorgte mit einem Distanzkracher früh für den Kauferinger Traumstart (2.), doch das 1:1 ließ nicht lange auf sich warten (10.). Auch das 2:1, wieder durch den gedankenschnellen Rüger (14.), schaffte es nicht in die erste Pause. Das zweite Drittel ließ sich aber gut an, Falkenberger verwandelte einen Penaltyschuss souverän (24.). Doch diesmal egalisierten die Gegner nach einem schnell vorgetragenen Konter (27.).

Die Red Hocks wackelten kurz, bewiesen aber Reife: Ließ man bei den jüngsten Playoff-Vergleichen mit Wernigerode noch in Schwächephasen Federn, blieben die Gemüter diesmal kühl. Die Kauferinger zogen unbeschadet ins letzte Drittel ein – wo sie den längeren Atem hatten. Dennis Häringer (42.) und Andreas Finkenzeller (53.) sorgten für die Entscheidung. „Ich freue mich wahnsinnig, dass wir unsere Saison mit einem Erfolg abschließen können“, zeigte sich Trainer Rasso Schorer nach dem Abpfiff bewegt. „Das Finale genießen wir jetzt einfach.“

Als Außenseiter im Finale

Dafür hatte sich erwartungsgemäß auch Rekordmeister Weißenfels qualifiziert. Kein leichtes Pflaster für das Team um Kapitän Falkenberger, das seine Ligapartien mit 3:14 und 2:18 gegen die diesjährige Übermannschaft verloren hatte.

Der UHC legte los wie die Feuerwehr. Eine Passstaffette nach der anderen rollte durch den Kauferinger Torraum, ehe der Favorit im Doppelpack traf (7./8.). Die Red Hocks verteidigten beherzt, in der Offensive gelang jedoch noch wenig Zählbares. In der 14. Minute erhöhte Weißenfels auf 3:0, im 4:0 (27.) sahen viele Zuschauer bereits eine Vorentscheidung. Doch die Red Hocks kamen per Doppelschlag zurück. Erst traf Daniel Szirbeck per Volley, Sekunden später drosch Marco Keß den Ball in die Maschen (30./31.). Die Lechtaler blieben am Drücker, gegen Ende des zweiten Drittels folgte dann jedoch ihre einzige unkonzentrierte Phase, UHC-Topscorer Anssi Soini nutzte das für drei Treffer (36./38./40.).

Auch nach dem 8:2 blieben die Köpfe der Red Hocks oben. Erst traf Marco Tobisch mit einem Schlenzer von der Mittellinie und in Unterzahl verkürzte der Verteidiger weiter (51./57.). Als dann auch noch Martin Klöck einen Konter blitzsauber zu Ende spielte, war der Traum vom Pokalsieg wieder lebendig (58.). Doch die Zeit drängte, nur noch zweieinhalb Minuten blieben auf der Uhr. Kaufering drückte weiter und nahm sogar Schlussmann Tobias Dahme vom Feld, um mit sechs Feldspielern noch mehr Druck zu erzeugen. Doch ein Treffer ins verwaiste Gehäuse zum 9:5 besiegelte den Weißenfelser Pokalsieg (60.).

„Wir dürfen heute wirklich zufrieden sein mit unserer Leistung. Wir haben das Maximum herausgeholt und über das gesamte Wochenende eine unglaubliche Teamleistung gezeigt. Der Vizepokalsieg ist wohl unser größter Erfolg bislang!“, freute sich Tobias Hutter.

Nun geht es für die Bundesligamannschaft der Red Hocks in die Sommerpause. Mit der abgelaufenen Saison zeigen sich die Verantwortlichen sehr zufrieden. „Geschwächt durch die vielen Abgänge wurden wir als sicherer Absteiger gehandelt. Dennoch sind wir in die Playoffs eingezogen und haben den Klassenerhalt klar gemacht“, freut sich Trainer Rasso Schorer. „Das Sahnehäubchen lieferte diesmal der Pokal, wo wir uns von Runde zu Runde gesteigert haben. Im Halbfinale haben wir nicht schön, dafür effektiv gespielt. Die Leistung gegen Weißenfels war dann trotz der Niederlage die beste Leistung, die ich bisher von meiner Mannschaft gesehen habe.“

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