Red Hocks dem Titel wieder ein Stück näher

Starker Zug zum Tor

+
Wieder rückten die Red Hocks dem Meistertitel in der zweiten Bundesliga ein Stück näher: Zuhause besiegten die Roten, hier Tim Hoidis, die SSF Dragons Bonn mit 6:2.

Kaufering – Im ersten Spiel im diesjährigen Finale um die Zweitligameisterschaft im Floorball setzten sich die Red Hocks Kaufering wieder einmal durch. Vor der Rekordkulisse von 550 Zuschauern im heimischen Sportzentrum gewann das Team gegen die SSF Dragons Bonn mit 6:2.

Bereits geraume Zeit vor Anpfiff der Begegnung füllten sich die Ränge auf der Tribüne der Sporthalle im Sportzentrum Kaufering kontinuierlich und pünktlich zum Spielbeginn hieß es zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Floorballer vor ausverkauftem Haus anzutreten. Zahlreiche Sportbegeisterte zog es in die Halle, um das Duell der beiden Staffelsieger der zweiten Bundesliga zu sehen. Mit den Sportfreunden aus Bonn traf man dabei auf einen Gegner, der mit einer Mannschaft, bestehend aus vielen talentierten Nachwuchsakteuren und routinierten Spielern, antrat. Mit Nationalspieler Lutz Ackermann haben die Rheinländer zudem einen echten Eliteverteidiger in ihren Reihen und so waren die Dragons vor dem Spiel in der Rolle der favorisierten Mannschaft. Das Spiel löste von Beginn an das ein, was es im Vorfeld versprochen hatte: Floorball auf hohem Niveau.

Beide Teams gingen ein hohes Tempo und entwickelten starken Zug zum Tor. Genau drei Minuten waren gespielt, als die Angriffsbemühungen das erste Mal von Erfolg gekrönt waren. Kauferings Spieler und die gesamte Tribüne freuten sich gleichermaßen, denn Rasso Schorer hatte auf Vorlage von Daniel Szirbeck, sein Kollegen in der Verteidigung, mit einem flachen Schlagschuss ins Bonner Tor getroffen. Im Anschluss ging es im Spiel weiter hin und her. Eine Unaufmerksamkeit während eines Kauferinger Wechsels nutzte der Bonner Eugen Friesen, der seinen Mitspieler Jan Patocka gekonnt in Szene setze. Dieser stellte mit einem trockenen Schlenzer den 1:1-Ausgleich her. Mit einem Überzahlspiel, das Folge eines Fouls von Niklas Bröker war, erspielten sich die Kauferinger vor der ersten Pause die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung heraus. Tobias Hutter war aus halblinker Position erfolgreich.

Im zweiten Spielabschnitt zog Bonn das Spieltempo nochmals an und schaffte es, Druck auf die Defensive der Red Hocks auf zu bauen. Phasenweise schnürten die Gäste die Heimmannschaft regelrecht in deren Hälfte ein, so dass die Gastgeber immer häufiger Entlastung durch Konterangriffe suchten. Einen dieser schnell vorgetragenen Gegenstöße nutzte Tim Hoidis nach sehenswerter Kombination mit Tino von Pritzbuer zum 3:1. Der Youngster hatte im Anschluss auch die größte Chance, den Spielstand weiter in die Höhe zu treiben. Er nahm einem gegnerischen Verteidiger gekonnt den Ball ab und stürmte alleine auf das Tor zu. Im letzten Moment konnte Jan Patocka retten. Die umsichtig agierenden Schiedsrichter entschieden auf Strafschuss, den Justus Wende aber nicht verwerten konnte.

Im Folgenden dominierten die Sportfreunde aus Bonn weiter das Geschehen. Trotz des weiterhin starken Angriffsspiels gelang es den Dragons nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Die letzten zwanzig Minuten begannen mit einem Paukenschlag. Kapitän Maximilian Falkenberger wurde vor dem Tor stehend angespielt und hob den Ball nach einer Körpertäuschung über den verdutzten Marian Hentschel im Kasten der Sportfreunde ins Tor. Bonn griff die Kauferinger nun tief in deren Hälfte an, was den Gastgebern zunächst große Probleme bereitete. 

Häufig blieb der Spielaufbau der Red Hocks auf Höhe der Mittellinie in den Reihen der Gegner hängen. Diese konnten aus ihrer neuen Spielweise Kapital schlagen, als Niklas Bröcker in der 52. Minute einen Pass abfing und frei auf Torhüter Tobias Dahme zulief. Mit einem satten Schuss in den rechten Winkel überwand er den Goalie in Diensten des VfL und verkürzte zum 4:2. Dass das Spiel dennoch nicht zu Gunsten der Gäste kippte, lag zum einen an der disziplinierten Arbeit in der Verteidigung der Hausherren und zum anderen am Treffer zum 5:2 durch Maximilian Falkenberger in der 54. Minute. Als Johannes Weh vier Zeigerumdrehungen später das 6:2 schoss, war die Entscheidung gefallen.

Kaufering gewann das Spiel verdient, hatte aber in einigen Szenen des zweiten Drittels auch Glück, dass Bonn zu keinem Treffer kam, denn vor dem Tor zeigten sich die Gäste zu uneffektiv. Am Wochenende der Rückspiele am 6./7. April wird es für die Red Hocks darauf ankommen, einen der beiden Matchbälle zu verwerten.

Red Hocks sind nicht zu stoppen

Meistgelesene Artikel

"Beste Saisonleistung"

Kaufering – Es war für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie im Hinblick auf die Playoffs. Zuletzt rangierten der ETV Hamburg und die Red …
"Beste Saisonleistung"

Die heiße Phase beginnt

Landsberg – Nach einem ­Déjà-vu in Geretsried, wo die Partie erneut nicht zu Ende gespielt wurde, schlossen die Eishackler vom HC Landsberg am …
Die heiße Phase beginnt

Olympia als höchstes Ziel

Dießen – „Unsere Sportler repräsentieren Dießen über die Gemeindegrenzen hinaus“, betonte Bürgermeister Herbert Kirsch anlässlich der Sportlerehrung …
Olympia als höchstes Ziel

Kommentare