Angriffswirbel

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Die Red Hocks, hier Marco Tobisch, waren den Gästen aus Landsberg/Saale deutlich überlegen und trafen ein ums andere Mal.

Kaufering – Ungeachtet des Ausfalls ihres Kapitäns Maximilian Falkenberger haben die Floorballer des VfL Kaufering vor heimischer Rekordkulisse ein Schützenfest in der 2. Bundesliga Süd/Ost bejubelt. Gegen die Black Lions aus Landsberg an der Saale setzte sich die Mannschaft vom Lech mit 14:2 durch.

Vor dem Anpfiff stand fest: Kapitän und Spielmacher Maxi Falkenberger konnte verletzungsbedingt nicht auflaufen und würde seinem Team fehlen. Seine Position in der ersten Reihe neben Tino von Pritzbuer und Daniel Szirbeck nahm der wiedergenesene Tim Hoidis ein. Auf dem Papier eine erfolgversprechende Konstellation, doch wie würde sich die Umstellung in der Realität darstellen?

Red Hocks greifen richtig an

Die Red Hocks starteten trotz allem selbstbewusst in die Partie und erspielten sich schnell eine optische Überlegenheit, doch der Gegner aus Sachsen-Anhalt, der tags zuvor bereits  in Ingolstadt gefordert war, hielt gut dagegen. Erst in der zehnten Minute durften die gut 400 Zuschauer im Kauferinger Sportzentrum erstmals jubeln: Nach einer schnellen Auslösung fand Marco Keß seinen Sturmpartner Stefan Weh in der Mitte und dieser brachte seine Farben in Führung. Drei Minuten später nahm der an diesem Tag starke Daniel Szirbeck Maß und setzte den Ball überlegt genau in den Winkel. Bis zur Pause legten die Red Hocks in Person von Tim Hoidis noch zweimal nach, auf der anderen Seite blieb Kauferings Nachwuchstorhüter Thomas Welzmiller in seinem Startdebüt beinahe beschäftigungslos. Mit 4:0 war bereits vor der Pause eine kleine Vorerntscheidung gefallen, einziges Manko war die bis dahin etwas umständliche Spielweise vor dem gegnerischen Tor.

Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild, Tino von Pritzbuer und Stefan Weh stellten innerhalb der ersten sechs Minuten auf 6:0, ehe Landsberg aus kurzer Distanz eine Unaufmerksamkeit nutzte und zum Ehrentreffer kam. Kurz darauf nahm erstmals ein Spieler der Gäste auf der Strafbank Platz und erst neun Sekunden waren im Powerplay gespielt, ehe Tobias Hutter den Ball krachend ins Kreuzeck zimmerte. Was nun folgte, war ein regelrechter Angriffswirbel der Kauferinger. Alle drei fortan eingesetzten Reihen sprühten vor Spielfreude, Landsberg hatte nur noch wenig entgegen zu setzen.

Innerhalb von zwei Minuten netzten die Red Hocks viermal ein. Direktabnahmen, Volleytreffer, alles war, inklusive einer gehörigen Portion Zielwasser und vielleicht manchmal auch Glück, dabei. Erfreulich insbesondere der Treffer von Nachwuchsakteur Lukas Wexenberger, der, schön freigespielt, abgeklärt vollstreckte und damit sein erstes persönliches Erfolgserlebnis feiern durfte. In den folgenden Minuten verlor das Geschehen etwas an Fahrt, wenngleich immer wieder gefährliche Angriffe vorgetragen wurden, nahm die Konzentration im Spielaufbau etwas ab. Daniel Szirbeck war es in Überzahl vorbehalten, für das letzte Tor des Drittels zu sorgen.

Der letzte Abschnitt begann Vier-gegen-Vier, nachdem Vertreter beider Teams auf der Strafbank Platz genommen hatten. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch mit offenem Visier, der jedoch keinem der beiden Kontrahenten Zählbares einbrachte. Das Tempo verflachte nun etwas, nach zehn Minuten hatten die Red Hocks in Unterzahl den zweiten Gegentreffer hinzunehmen. Drei Zeigerumdrehungen später tankte sich Simon Löffler erfolgreich vor dem gegnerischen Gehäuse durch und kam zu seinem ersten Tor der Saison. Den Schlusspunkt zum 14:2 setzte Stefan Weh, die Red Hocks durften weitere wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenführung verbuchen.

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