Drei Punkte beim Pflichtsieg

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Einen Treffer zum Sieg in Leipzig konnte Marco Keß beisteuern. Dominik Stork (kleines Bild) debütierte von Beginn an und bereitete zweimal erfolgreich vor.

Leipzig/Kaufering – Kauferings Bundesligafloorballer sind nach drei Niederlagen in Folge wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Beim abstiegsbedrohten SC DHfK Leipzig gewannen die Red Hocks mit 3:5.

Zweimal klatschte der Ball in den letzten Minuten noch ans Gestänge des Kauferinger Tores, doch am Auswärtssieg in der Messestadt änderte das nichts mehr. Die personellen Sorgen, die in den Tagen vor dem Spiel noch herrschten, waren bis zum Spielbeginn zumindest teilweise abgeklungen. Kapitän Maximilian Falkenberger konnte ebenso wie der zuletzt grippegeschwächte Verteidiger Marco Tobisch aufgeboten werden. Außerdem kam Verteidiger Justus Wende zu seinem Comeback in der Abwehr und der 16-jährige Dominik Stork zu seinem Debüt in der Startformation. Erstmals dabei war auch Kornelius Schmid aus der Reservemannschaft, der als zweiter Torwart auf der Bank Platz nahm.

Zu Beginn wurden die Red Hocks ihrer Favoritenrolle gerecht, die Spielanteile waren zunächst klar verteilt. Trotz der Gegenwehr der Hausherren, die auf dem vorletzten Tabellenplatz rangierten, kamen die Gäste zu vielen aussichtsreichen Chancen. Doch immer wieder fanden die Kauferinger Angreifer in SC-Goalie Börner ihren Meister. Nach einem Ballverlust der Lechfloorballer in der eigenen Hälfte schaltete der Leipziger Angriff schneller und verwandelte nach knapp fünf Minuten zum 1:0. Unbeirrt spielten die Red Hocks weiter nach vorne, nutzten ihre vielen Freiräume aber zu selten. Erst in der 14. Minute schloss Tobias Hutter eine sehenswerte Ballstafette über Julian Rüger und Youngster Dominik Stork zum Ausgleich ab.

Im zweiten Drittel brauchten die Jungs vom Lech weniger Anlaufzeit. Kurz nach Anpfiff fing Maxi Falkenberger einen Querpass zwischen den Verteidigern ab, sein Handgelenkschuss schlug in der linken Ecke ein. In der Folge waren die Red Hocks bemüht, trafen vor dem gegnerischen Tor aber zu viele falsche Entscheidungen. Das wurde bestraft Ex-Nationalspieler Nicolas Kujat überwand Kauferings Schlussmann Rudolf Heidu aus der Distanz zum 2:2. Diesmal fanden die Bayern jedoch postwendend die Antwort, ein Zusammenspiel zwischen Dominik Stork und Marco Keß schloss dieser erfolgreich ab. Wieder nur vier Minuten später legten die Red Hocks dann erstmals auf zwei Tore vor. Tobias Hutter umkurvte das gegnerische Tor und drückte den Ball per Bauerntrick zum 2:4 über die Linie. Bis zum Ende des zweiten Drittels rückte das spielerische Geschehen dann immer mehr in den Hintergrund. Auf beiden Seiten gab es viele Nicklichkeiten, ausgefahrene Ellbogen und Checks an der Bande.

Auch im letzten Abschnitt sollte sich das nicht mehr ändern, das Tempo blieb mäßig. Kaufering verwaltete seinen Vorsprung, Leipzig fand kaum Mittel, Abschlüsse zu kreieren. Kurz nach Anpfiff des Schlussdrittels gewann Andreas Finkenzeller einen Zweikampf an der Bande und legte zurück auf Marco Tobisch, der das 2:5 besorgte. „In den Schlussminuten waren wir hauptsächlich darauf bedacht, die drei Punkte nach Hause zu bringen. Mit dem 3:5 ist der Vorsprung zwar nochmal geschmolzen, aber auch als Leipzig den Torwart vom Feld genommen hat, haben wir sicher verteidigt“, so Tobisch.

Der Abstand auf die viertplatzierten Red Devils Wernigerode ist wieder auf vier Zähler angewachsen. Einen echten Fingerzeig, ob sie weiterhin nach unten in Richtung Playoffstrich schielen müssen, erhalten die Red Hocks in den anstehenden beiden Auswärtsspiele in Berlin und Chemnitz. „Wir müssen auch im Training wieder mehr investieren“, mahnt Trainer Rasso Schorer. Dabei mithelfen soll Verteidiger Johannes Weh. Er kehrt diese Woche in den Kreis der Mannschaft zurück und hielt sich bei den Dragons Bonn fit.

Einen Sieg verbuchte die Kauferinger Regionalligamannschaft mit 10:5 beim FC Stern München. Die U15 startete mit zwei Siegen in die Meisterrunde, die Damen unterlagen doppelt.

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