Verfolgerduell zum Auftakt

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Ausnahmsweise war ein Teil der Red Hocks im blauen Dress der süddeutschen U17-Mannschaft unterwegs: Markus Heinzelmann, Sebastian Günther, Jonas Nieberle, Christian Göth, Ricardo Wipfler, Dominik Stork, Luis Altherr, Albert Sikora und Rasso Schorer (v. links) sowie Dominik Bürger (liegend).

Kaufering – Nur eine kurze Verschnaufpause sah der Spielplan der 1. Floorballbundesliga für die Red Hocks Kaufering vor. Bereits am kommenden Sonntag geht es zum direkten Verfolger nach Wernigerode. Ein Spiel mit richtungsweisender Bedeutung, denn beide Kontrahenten trennen lediglich drei Punkte.

Zu Saisonbeginn hatten beide Teams die Schläger im Landsberger Sportzentrum gekreuzt, etwas überraschend konnte die Mannschaft vom Lech dem Favoriten damals mit 7:3 ein Bein stellen. In den Folgewochen hielten die Kauferinger gut mit und setzten sich in der oberen Tabellenhälfte fest, während die ambitionierten Sachsen-Anhalter weiter strauchelten. Die roten Teufel sahen sich in der Folge gezwungen, personell noch mehrfach nachzurüsten und sich dabei international zu bedienen.

Das Gesicht der Mannschaft ist daher im Vergleich zum vergangenen Aufeinandertreffen doch ein etwas anderes, denn die finnischen Neuzugänge Saariokari und Jousi entpuppten sich schnell als die erhoffte Verstärkung und trugen zu einem starken Zwischenspurt in der Tabelle bei. Wernigerode rangiert derzeit knapp hinter den Red Hocks und setzt zum Sprung an die Tabellenspitze an. Mithelfen soll dabei auch die Ende Dezember nochmals getätigte Neuerwerbung Ville Jokela zwischen den Pfosten, der die Anzahl der finnischen und tschechischen Legionäre auf sieben anwachsen lässt. Eine schwere Aufgabe also für die Red Hocks, denn auch die einheimischen Spieler der Gastgeber gehören zum Besseren, was die Bundesliga zu bieten hat.

„Wir werden wieder eine ganz starke Leistung abliefern müssen, um bei den Red Devils etwas Zählbares zu holen“, blickt Co-Trainer Marc Ullius voraus. „Das erste Drittel wird bereits entscheidend sein. Je länger wir das Spiel offen halten, desto besser stehen unsere Chancen“. Mit erschwerten Bedingungen hatten ihrerseits die Kauferinger in den vergangenen Wochen zu kämpfen. Belegte Hallen und ein, aufgrund von Blessuren und Terminkollisionen dezimierter Kader, erschwerten die Umsetzung neuer taktischer Inhalte in den Trainingseinheiten zwischen den Jahren. „Doch in der verbleibenden Woche wird endlich wieder rangeklotzt“, freut sich Verteidiger Julian Rüger.

Kurzfristig taten sich noch einige Zeiten in umliegenden Hallen auf, sodass nun ein paar Extraschichten eingelegt werden können. Auch das Lazarett lichtet sich etwas, wenngleich die Lage angespannt bleibt. Die Fahrt in den Harz sicher nicht mit antreten werden die Angreifer Andreas Finkenzeller, Kilian Tiefenthaler sowie Stefan Bergmair. Ob die beiden Defensivakteure Martin Klöck und Niels Hauser rechtzeitig genesen, entscheidet sich kurzfristig. In die Bresche springen müssen daher voraussichtlich wieder einige Jugendspieler, die ihre Debüts zuletzt gut meisterten. Nicht in der Bundesliga, sondern auf einer anderen Bühne waren einige dieser Talente bereits am vergangenen Wochenende im Einsatz. Allerdings nicht wie gewohnt im roten Trikot der Red Hocks, sondern im blauen Dress der süddeutschen U17-Mannschaft. Vor den Augen von Jugendnationaltrainer Urs Ambühl kämpften die fünf deutschen Regionalauswahlen in Halle an der Saale um Punkte bei der sogenannten Winter-Trophy.

Das Aufgebot aus Bayern und Baden-Württemberg belegte schlussendlich den vierten Rang, ein verpatzter Auftakt gegen die Konkurrenz aus dem Norden stand einer besseren Platzierung im Wege. „Alles in allem können wir auf dieser Leistung aber aufbauen, wenn die Jungs in ihren Vereinen und individuell zuverlässig an ihrem Leistungsstand feilen“, resümiert Trainer Markus Heinzelmann. Ob und wie viele Red Hocks sich nachhaltig für eine Berufung ins bundesdeutsche Team empfehlen konnten, entscheidet sich in den kommenden Tagen.

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