Kleines Finale verloren

An Bronze vorbei

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Platz 3 haben die Kauferinger Bundesligafloorballer zwar verpasst, trotzdem sind die Red Hocks mit dem Verlauf der Saison insgesamt zufrieden.

Kaufering – Die Red Hocks verpassen es, gegen BAT Berlin ein Sahnehäubchen auf die Saison zu setzten. Am Ende wird man in der eigenen Druckphase gnadenlos ausgekontert und muss sich nun mit Platz vier zufrieden geben.

Zwei Wochen Zwangspause nach dem verlorenen Halbfinale in Weißenfels, die der Rahmenspielplan von Floorball Deutschland vorgab, waren rückblickend nicht gerade hilfreich. Nach einer langen und anstrengenden Saison war die Luft einfach ein wenig raus. Das merkte man im Bronzespiel in Berlin beiden Teams an. 

Zu Beginn der Partie war die Qualität nicht gerade hoch. Viele Stockfehler und Schlägervergehen ließen eher auf ein Regionalligamatch schließen, dennoch sollte es die Partie in sich haben. Im ersten Drittel wurde zunächst sehr passiv agiert, klare Angriffe konnte keines der beiden Teams fahren. Eine der wenigen zählbaren Aktionen konnte Berlin nach einem schön ausgespielten Powerplay (8.) zum 1:0 nutzen. 47 Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels konnte dann auch auf Kauferinger Seite gejubelt werden, als Dominik Hanic Martin Klöck perfekt im Slot in Szene setzt und dieser zum Ausgleich einnetzen kann. 

Doch die Freude hielt nicht lange, nur knappe 20 Sekunden später konnte Berlin einen Freischlag aus der Ecke verwerten, nachdem die bayrische Defense geschlafen hatte. Der zweite Abschnitt begann dann nach Maß. Von Pritzbuer konnte den Ball aus spitzem Winkel, im Fallen noch am starken Berliner Goalie Tom Nebe zum Ausgleich vorbei schmuggeln (24.). 

Nun wurde das Spiel hektisch. Zunächst wärmte ein Berliner wegen Stockschlag die Strafbank, direkt nach Ablauf folgte ihm ein weiterer Kollege. Doch beide Powerplays blieben ungenutzt (27.). Michal Hanic musste dann auf Seiten der Red Hocks eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen, nachdem der Schiedsrichter bei einem Auswurf vom Torwart auf unkorrekten Abstand entschied. Doch auch die Red Hocks verteidigten fehlerfrei. Nun wurde sich wieder ein wenig mehr auf Floorball konzentriert, sodass Lukas Brockmann für die Hausherren einnetzen konnte (33.). 

Kurz danach eine strittige Szene: BAT fährt einen Konter, der Stürmer läuft alleine auf Heidu im Tor der Red Hocks zu. Interimskapitän Rüger kommt von hinten angebraust, setzt seinen Körper regelkonform ein und vereitelt damit die Chance. Doch das zu diesem Zeitpunkt etwas unglücklich agierende Schiedsrichtergespann entscheidet auf Stockschlag und Penalty für Berlin (34). Dieser konnte zwar vereitelt werden, doch die nachfolgende Überzahl schraubte den Spielstand auf 4:2 hoch (36.). 

Kurz vor der Pause konnte Marek Brincil die Abwehr der Red Hocks überraschen, den Ball unter Kontrolle bringen und Caspar Friberg perfekt einsetzen (39.), sodass es mit einem Zwischenstand von 5:2 in die Pause ging. Nun galt es also, im letzten Drittel noch einmal alles zu geben. Es wurde sofort mit beherztem Pressing gespielt, doch schon nach nur knapp einer Minute sitzt der nächste Konter der Hausherren. 

Zwar kommen die Red Hocks in der Folge bis zur Mitte des letzten Drittel auf 4:6 heran, Berlin nutzt fortan aber eine Kette an eklatanten Fehlern im Aufbau der Bayern, sodass nur noch Tim Hoidis im Dress der Kauferinger einnetzen konnte (56.), der Sieg von 5:11 zwar ein wenig zu hoch zugunsten der Berliner ausfällt, aber definitiv verdient ist. Nach dem Spiel war die Stimmung zwar zunächst gedrückt, dennoch kann man definitiv mit dem Verlauf der Saison zufrieden sein. 

Nach einem zwischenzeitlichen Tief fing sich die Mannschaft rechtzeitig, wuchs in den Playoffs nochmals über sich hinaus und landet schlussendlich auf einem guten vierten Platz. Nun ist, zumindest bei der Bundesligamannschaft, erst einmal Pause angesagt, ehe das schweißtreibende Sommertraining beginnt und der Blick wieder nach vorne gerichtet wird. 

Hinter den Kulissen werden fleißig die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt. Drei Highlights hält die Saison aber noch für die Red Hocks und ihre Freunde parat: Die U13 und die U15 kämpfen im Juni um deutsche Meisterehren, ebenso wie die Damen, die am ersten Juniwochenende Gastgeberinnen der nationalen Endrunde sein werden.

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