Trainerstelle besetzt

Hauser und Szirbeck übernehmen

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Daniel Szirbeck und Niels Hauser (links im Hintergrund) trugen schon in der vergangenen Saison viel zum Erfolg der Red Hocks bei. Nun fungieren beide als Spielertrainer.

Kaufering – Die Sommerpause ist vorbei, seit dieser Woche befindet sich die Bundesligamannschaft der Red Hocks Kaufering wieder im Training. In zunächst drei Einheiten pro Woche und kleineren Trainingslagern wird der Grundstein für die vierte Saison in Deutschlands höchster Spielklasse gelegt. Wenn am 17. September der Startschuss fällt, werden Niels Hauser und Daniel Szirbeck in eine neue Rolle schlüpfen. Sie fungieren fortan als Spielertrainer.

Auch wenn der Auftaktgegner und der endgültige Spielplan noch nicht feststehen, nach einer fast zweimonatigen Pause starten Kauferings Floorballer in ihre Saisonvorbereitung. „Zunächst stehen vor allem Wald-, Treppen- und Intervallläufe auf dem Programm, außerdem werden wir am Anfang viel polysportiv aktiv sein“, blickt Fitnesstrainer Marc Ullius voraus. Statt des Spiels mit dem Schläger und dem kleinen Lochball rücken also vermehrt Basketball oder Fußball in den Vordergrund, ehe wieder technische und taktische Inhalte erarbeitet werden.

Sobald wieder mehr Floorball auf dem Programm steht, übernehmen neue Gesichter die Verantwortung. Nachdem Trainer Rasso Schorer nach dem Pokalfinale im Mai den Wunsch geäußert hatte, sich wieder mehr auf die Nachwuchsarbeit zu konzentrieren, berieten die Verantwortlichen über einen Ersatz. Die Lösung war schließlich die Einführung zweier Spielertrainer, sodass Niels Hauser und Daniel Szirbeck ab der kommenden Saison nicht nur am Schläger, sondern vermehrt auch am Taktikboard aktiv sein werden. „Eine große Veränderung bedeutet das für uns Spieler eigentlich nicht, denn Niels und Daniel haben schon in der vergangenen Saison viel zum Coaching beigetragen. Daniel war Taktikchef in der einen Reihe, Niels in der anderen.“, so Kapitän Maxi Falkenberger. „Wie sich das neue Modell mit Spielertrainern für uns im Spiel selbst bemerkbar macht, wird sich dann ab September zeigen. Damals in der Regionalliga hatten wir mit Christoph Huber jahrelang einen Spielertrainer und das hat gut funktioniert. Aber natürlich ist die Bundesliga nochmal eine andere Herausforderung.“

An taktischem Wissen mangelt es Hauser und Szirbeck mit Sicherheit nicht. Szirbeck war bereits mehrere Jahre Jugendtrainer in Kaufering und coachte parallel gemeinsam mit Schorer die süddeutsche U17-Auswahl. Zudem bildete er sich insbesondere in den letzten beiden Bundesligajahren kontinuierlich taktisch weiter. Auch die Videoanalyse der Kauferinger Spiele fiel in der abgelaufenen Saison schon in die Hände des 23-Jährigen, sodass er bereits eng in taktische Entscheidungen eingebunden war.

Niels Hauser, der vor der vergangenen Saison aus Berlin an den Lech wechselte, bringt ebenfalls viel Erfahrung mit. Sieben Saisons als Verteidiger in der deutschen Elite-Liga machen ihn zum Lechfloorballer mit der längsten Bundesliga-Vita. Während seiner Zeit in der Bundeshauptstadt war er als Trainer der 2. Mannschaft und eines Jugendteams des BAT aktiv. Daran knüpfte er in Kaufering an, wo er mitverantwortlich die U17 übernahm, die in diesem Sommer den starken 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft belegte.

Für die kommende Saison hat sich an der Zielstellung im Vergleich zu den Vorjahren nichts verändert. Der Klassenerhalt soll auch diesmal möglichst früh unter Dach und Fach gebracht werden, am besten verbunden mit dem Einzug in die Playoffs. Größere Änderungen am Kader wird es derweil nicht geben. Die Flut an Abgängen, wie im Sommer 2015, bleibt aus. Voraussichtlich vier Akteure werden ab September nicht mehr zur Verfügung stehen, Verstärkung kommt wohl primär aus der eigenen Jugend. Bevor die Kaderplanung endgültig abgeschlossen wird, steht nun aber die Sommervorbereitung im Vordergrund, bei der Hauser und Szirbeck noch einige Spieler unter die Lupe nehmen und auf ihre Bundesligatauglichkeit testen werden.

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