Red Hocks unterliegen

Paroli für den Rekordmeister

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Auch im Halbfinale um den deutschen Pokal machte Tino von Pritzbuer mit seinem Team eine gute Figur – die Red Hocks verloren dennoch knapp mit 6:8 gegen den Favoriten aus Weißenfels.

Kaufering – Bis auf die Insel Föhr reisten die Kauferinger Red Hocks – Glück hatten sie allerdings keines im Gepäck. In den Endrunden um den deutschen Floorballpokalwettbewerb bekamen die Roten vom Lech mit dem UHC Sparkasse Weißenfels den stärksten Gegner und man unterlag knapp mit 6:8.

Vor dem Spiel hatte man sich im Kauferinger Lager vorgenommen, aus einer kompakten Defensive heraus zu spielen, um den Angriffswirbel des deutschen Rekordmeisters nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Die Partie begann zunächst vielversprechend, denn schon nach einer Minute zappelte der Ball im Netz der Banker. Verteidiger Martin Klöck versenkte den Ball nach Zuspiel von Daniel Szirbeck. Anschließend rettete Kauferings Torhüter Tobias Dahme mehrmals in höchster Not, doch in der zehnten Minute war auch er machtlos, als ein Schuss von Sebastian Bernieck den Weg ins Tor der Kauferinger fand. Nur zwei Minuten später musste Dahme erneut hinter sich greifen, der erstmalige Rückstand der Partie.

In der Folgezeit versuchten die Lechstädter immer wieder überfallartige Nadelstiche in Richtung Weißenfelser Tor zu setzten und in der 15. Spielminute wurde einer dieser Angriffe durch Verteidiger Andi Weh zum Ausgleich genutzt. Mit diesem Remis ging es auch in die Drittelpause. Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild, Weißenfels ist spielerisch überlegen und Kaufering sucht sein Glück in stets gefährlichen Kontern.

In der 26. Minute lupft Tino von Pritzbuer, aus einem Freischlag heraus, einem vor dem Gehäuse postierten Gegenspieler das Spielgerät in den Lauf. Dieser ist zu perplex um zu reagieren und bugsiert den Ball über die eigene Linie, die Red Hocks führen wieder. Doch nur zwei Zeigerumdrehungen später gleichen die Anhaltiner aus, auch Kaufering unterläuft ein unglückliches Eigentor. In der 34. Spielminute erhalten Julian Rüger und Valentin Erben jeweils zwei Strafminuten wegen Stoßens, somit geht es im vier gegen vier weiter.

Kurz nachdem beide Mannschaften wieder komplett sind jagt Thomas Händler mit einem verdeckten Schuss den Ball an Tobias Dahme vorbei unhaltbar ins Kauferinger Tor. Mit einem Treffer Rückstand geht es damit in das Schlussdrittel. Hier wird die Mannschaft um das Trainergespann Huber/Schorer zunächst kalt erwischt, als in der 44. Minute das 5:3 durch einen Distanzschuss für Weißenfels fällt, doch kurz darauf erkämpft Tino von Pritzbuer den Ball, fackelt nicht lange und bringt seine Farben wieder auf 5:4 heran. 

Ein Doppelschlag in der 52. Spielminute lässt die Finalträume der Red Hocks dann aber in weite Ferne rücken, doch eine Zwei-Minutenstrafe gegen Weißenfels bringt nochmal Hoffnung. Kaufering setzt nun alles auf eine Karte und nimmt den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Feld. Und tatsächlich, Tino von Pritzbuer nutzt die doppelte Überzahl und verkürzt auf 5:7.

Als dann Tobias Hutter zwei Minuten vor Schluss, erneut mit sechs Mann spielend, den Ball in den Winkel jagt, scheint der Ausgleich zum Greifen nahe. Die Red Hocks sind nun am Drücker und setzen den haushohen Favoriten unter Druck, doch bei der großen Chance zum Ausgleich aus kürzester Distanz geht der Ball über das Tor, im Gegenzug macht Weißenfels den Sack mit einem Treffer ins verwaiste Kauferinger Gehäuse zu.

Als Fazit des Spiels bleibt festzuhalten, dass die Kauferinger dem Rekordmeister an einem guten Tag durchaus Schwierigkeiten bereiten können. Bereits in zwei Wochen bietet sich die Chance zur Revanche, am letzten Spieltag der Hauptrunde treffen beide Teams in Kaufering aufeinander.

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