Eindeutig überfordert

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Keine wirkliche Chance hatten die Kauferinger Red Hocks bei der 1:11-Niederlage gegen Leipzig.

Kaufering – Mit einer deutlichen Niederlage starteten die Red Hocks vom VfL Kaufering ins Play-Off-Halbfinal. Der Gegner vom amtierenden Meister MFBC Leipzig erwies sich beinahe über den gesamten Spielverlauf als bessere Mannschaft und gewann schließlich mit 11:1 vor heimischer Kulisse.

Dabei starteten die Kauferinger mit der richtigen Einstellung gegen die Hausherren. Die Verteidigung stand zunächst gut und ließ nur Schüsse aus dem Halbfeld zu. Auch in der Offensive konnten einige, vielversprechende Versuche auf Patrick Schmidt im Kasten des MFBC notiert werden. Es folgten die wohl fünf schlechtesten Minuten der noch jungen Kauferinger Erstligageschichte.

Zwischen der sechsten und der elften Spielminute verloren die Red Hocks in eigner Vorwärtsbewegung vier Mal den Ball und liefen in gegnerische Konter. Vor allem der Finne Henrik Koivistoinen hatte bei diesen schnell vorgetragenen Gegenstößen immer das bessere Auge für seine Mitspieler. Durch geschickte Seitenverlagerungen des Spiels bediente er seinen Landsmann Atte Ronkanen drei Mal und Stanislav Kante einmal mustergültig, diese brauchten in der Folge nur noch in das leere Tor einzuschieben.

Zügiger nach vorne

Nach diesem Schock stabilisierte sich die Defensivarbeit der Lechstädter wieder. Doch die Offensivbemühungen verliefen im ersten Spielabschnitt entweder im Sand oder Goalie Schmidt war zur Stelle. Zügiger nach vorne spielen und die Abwehrarbeit noch weiter verstärken waren daher die Direktiven für den zweiten Spielabschnitt. Und genauso kehrten die Red Hocks auf das Parkett zurück. Als das Leipziger Urgestein Christian Fritsche dann für wiederholte Vergehen auf der Strafbank Platz nehmen musste, bot sich die Chance für den ersten Kauferinger Anschlusstreffer im Powerplay.

Obwohl der Ball lange vor dem Tor der Heimmannschaft durch die Reihen lief, kam man zu keinen nennenswerten Chancen. Die meisten Abschlüsse fanden den Weg über oder neben das Tor. Bis zur zwölften Minute waren die Bayern den Hausherren kurzfristig überlegen, konnten die Vielzahl von Chancen aber in kein Tor ummünzen. Auf der Gegenseite zeigte Toni Lehtinen seine Gefährlichkeit. In der 34. Spielminute folgte der fünfte Treffer für den MFBC. Fritsche traf nach einem Freischlag ins lange Eck.

Ein erneut erfolgloses Überzahlspiel der Red Hocks beantwortete Leipzig mit dem 6:0 durch Peter Dietel. Kurz vor Drittelende entschloss sich Kanta Häringer bei einem Torabschluss regelwidrig per Stockschlag zu bremsen, weshalb die Lechstädter mit einem erneuten Powerplay in den Schlussabschnitt starteten.

Powerplay ungenutzt

In den letzten 20 Minuten galt es, den beinahe aussichtslosen Rückstand von sechs Toren zu egalisieren. Die Grundlage dafür sollte ein schneller Treffer bei nummerischer Überzahl sein. Das Spiel mit einem Mann mehr auf dem Feld war aber im Gegensatz zur Hauptrunde im Spiel am Sonntag keine Stärke der Red Hocks. Wieder zeigte man sich im Abschluss zu harmlos, um Schmidt ernsthaft gefährden zu können. Zwischen der 47. und der 49. Spielminute traf Leipzig weitere drei Mal und besiegelte damit die Niederlage der Kauferinger. Enrico Ajanic war es vorbehalten, den Ehrentreffer für die Süddeutschen zu erzielen. Mit einem satten Volleyschuss zimmerte er den Ball in die Maschen.

Der MFBC konnte noch zwei weitere Treffer markieren, nachdem Kaufering um Ergebniskosmetik bemüht war und deshalb viel zu hoch stand, was Leipzig eiskalt auszunutzen wusste. 1:11 endete der erste Schlagabtausch im Halbfinale. 

Im Training gilt es jetzt die begangenen Fehler anzusprechen und diese bis zum zweiten Spiel am kommenden Samstag, 12. April, vor heimischem Publikum abzustellen. Gemeinsam soll alles gegeben werden, um die Serien in zwei weiteren Spielen zu Gunsten der Lechstädter zu drehen. Dafür muss am Samstag aber zunächst ein eigener Sieg erspielt werden.

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