Unter Zugzwang

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Ein einziger Treffer gelang den Red Hocks durch Andreas Finkenzeller. Das ist im Floorball zu wenig, Kaufering liegt nun in der Viertelfinalserie zurück.

Kaufering – Der Start in die Playoffs ist den Red Hocks misslungen: Zwei Unaufmerksamkeiten im ersten Drittel und ein stark haltender Torhüter auf Seiten der Wernige röder Gäste genügten, um Kauferings Bundesligafloorballer mit einem 1:4 in der Viertelfinalserie ins Hintertreffen geraten zu lassen. Nun müssen zwei Siege her.

Beide Teams wirkten zu Beginn ein wenig ängstlich, keiner der beiden Viertelfinalisten konnte sich wirklich gefährliche Chancen herausspielen. Nach fünf Minuten war es der finnische Legionär Eemeli Kyllönen, der für die Gäste nach einem zu inkonsequent verteidigten Freischlag aus der Ecke einnetzen konnte. In der Folge war die Abtastphase immer noch nicht vorbei und relativ unmotiviert wirkende Wernigeröder und verunsicherte Hausherren konnten nicht viel Produktives erzeugen. Im ersten Abschnitt fiel auch nur noch ein Treffer: Juniorennationalspieler Tom Fiedler baute die Führung der Devils, ebenfalls nach einem Freischlag, aus.

Ab dem zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt, die Pausenansprache von Trainer Rasso Schorer schien gefruchtet zu haben. Die Spieler der Red Hocks peitschten sich gegenseitig nach vorne und kreierten Chance um Chance. Hinten wurde mit enormen Aufwand verteidigt, sodass das Mitteldrittel ohne Gegentor überstanden wurde. Doch auch die 22 Abschlüsse, die Kaufering im Mitteldrittel in Richtung des Harzer Tors abfeuerte, brachten nichts Zählbares ein. Mit einem Rückstand von 0:2 ging es in den Schlussabschnitt. Im Floorball eine bemerkenswert kleine Zahl an Treffern.

Auch im dritten Drittel änderte sich nicht viel. Das Tempo blieb hoch, die playoff-reife Stimmung der 325 Zuschauer im Sportzentrum trug ihren Teil dazu bei, dass das Spiel immer spannender wurde. Dennoch dauerte es bis zu 50. Minute, bis Andreas Finkenzeller endlich den Anschlusstreffer für die Red Hocks erzielte. Kaufering schien am Drücker, der Ausgleich lag in der Luft. Zumindest bis zur 55. Minute. Klöck musste wegen Sperrens auf die Strafbank, Ibold netzt den fälligen Freischlag direkt ein – 1:3 und noch fünf Minuten auf der Uhr.

Weiterhin ging das Spiel hin und her, einige Konter auf beiden Seiten und viel Hektik bestimmten das Geschehen. Kaufering nahm Torhüter Tobias Dahme zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld, einen Treffer ins verwaiste Tor konnte der aufs Feld zurück eilende Schlussmann gegen Juha-Pekka Kuittinen per Hechteinlage noch verhindern. Statt aus zehn Metern selber ins leere Tor einzuschieben, legte der Finne noch einmal quer. Mit einer sensationellen Grätsche konnte Dahme das Gegentor verhindern. Doch 44 Sekunden später musste er von hinter der Bande zusehen, wie Fiedler einen langen hohen Ball herunterpflückte und den Endstand von 1:4 markierte.

„Zusammenfassend haben die Devils das Spiel aufgrund ihres starken Goalies Ville Jokela und ihrer cleveren Abschlüsse gewonnen“, ärgert sich Verteidiger Julian Rüger. Kaufering fehlte in den entscheidenden Szenen die Kaltschnäuzigkeit hinten wie vorne. Die Red Hocks haben nun eine Woche Zeit, um sich auf die beiden Rückspiele im Harz vorzubereiten. Dort müssen zwei Siege her, um den Einzug ins Playoff-Halbfinale noch perfekt zu machen.

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