Der Ball wollt wieder

Der Auftakt naht

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Stippvisite bei den alten Vereinskameraden: Julian Nagelsmann mit Günther Fent (links) und Benjamin Graf.

Issing – Am Samstag beginnt um 17.30 Uhr für die TSG 1899 Hoffenheim die Bundesligasaison mit dem Spiel gegen RB Leipzig. Auf der Trainerbank: Julian Nagelsmann, mit 29 Jahren jüngster Chefcoach in der Geschichte der Profiliga. Er hat letzte Saison Hoffenheim vor dem Abstieg gerettet und sitzt seitdem fest im Sattel. Trotz der Vorbereitung auf die neue Saison ließ es sich der Issinger nicht nehmen, anlässlich eines Besuchs bei seiner Mutter Walburga in Landsberg bei seinem alten Verein vorbei zu schauen.

Mit dem FC Issing verbindet ihn eine enge Freundschaft, begann doch hier seine Fußballkarriere. Bald wurde man auf das Ausnahmetalent aufmerksam und holte es zum FC Augsburg. 2002 wechselt er in die Jugend des TSV 1860 München, wo er Kapitän der U17 wurde und später in der U19-Bundesliga 31 Spiele absolvierte. Als man Nagelsmann in die zweite Mannschaft beförderte, konnte er verletzungsbedingt kein Pflichtspiel absolvieren. Er kehrte zum FC Augsburg zurück und spielte in der 2. Mannschaft, bis ein Meniskus- und Knorpelschaden seine Profikarriere mit 20 Jahren beendete. Es folgte der arbeits- und lernintensive Weg der Trainerlaufbahn über eine Zwischenstation beim TSV 1860 München bis zur TSG 1899 Hoffenheim als Nachwuchscoach.

Und jetzt zeigte sich die Verbundenheit von Nagelsmann mit seiner Heimat und dem FC Issing. Obwohl schon Nachwuchstrainer in Hoffenheim kehrte er für einige Monate als Spieler nach Issing zurück und schoss seinen Stammverein in die Kreisklasse. Zwei seiner Mitspieler haben inzwischen in Issing Karriere gemacht. Günther Fent ist Fußballabteilungsleiter und Benjamin Graf Vorsitzender des FCI. Mit beiden fachsimpelte Julian bei seiner Stippvisite im Vereinsheim über die neue Bundesligasaison. Besonders freut er sich auf das Duell mit seinem Förderer Thomas Tuchel und Borussia Dortmund am

16. Dezember. Und schon vorher, am 5. November, wird der FCI mit einer großen Gemeinschaft in die Allianz-Arena fahren, um „ihren“ Julian gegen Carlo Ancelotti und den FC Bayern anzufeuern.

Dieter Roettig

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