Vom Lech zur WM

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Bei der Weltmeisterschaft im polnischen Lochow trifft ein Teil der Kauferinger Red Hocks auf ihren alten Teamkollegen Tino von Pritzbuer.

Kaufering – Für die Floorballer der Bundesrepublik ruht der Lochball in dieser Woche. Lediglich einige Auserwählte sind aktiv auf dem Parkett unterwegs, wenn im polnischen Lochow die Teilnehmerplätze für die Weltmeisterschaft im Dezember ausgespielt werden. Mit dabei sind auch zwei Kauferinger Spieler sowie drei Betreuer.

In Europa werden insgesamt vier Qualifikationsturniere ausgetragen, Deutschland trifft dabei in der Gruppe 3 auf Quali-Gastgeber Polen, Turnierfavorit Schweiz sowie die Außenseiter Spanien und Großbritannien.

Zum Auftakt am heutigen Mittwoch steht direkt das schwerste Spiel gegen die Schweiz auf dem Programm. Nachdem gegen die Eidgenossen traditionell hohe Niederlagen zu Buche standen wie beispielsweise das 0:10 bei der WM 2012, konnte man zuletzt vor wenigen Monaten für eine Überraschung sorgen, als die deutsche Mannschaft ein Testspiel zwischen beiden Teams bis in die Schlussminuten spannend halten konnte und am Ende nur 6:5 verlor. Auch in der Quali möchte das Team um Bundestrainer ­Philippe Soutter an diese Leistung anknüpfen und dem Favoriten ein Bein stellen. In der zweiten Partie gegen Spanien am Donnerstag sollte für die Deutschen ebenso wie im Abschlussspiel am Sonntag gegen die Briten ein Sieg herausspringen, will man sich für die Endrunde qualifizieren. Entscheidend wird wohl das dritte Gruppenspiel am Freitag gegen Polen, die in etwa auf Augenhöhe mit Schwarz-Rot-Gold zu erwarten sind. In diesem Spiel dürfte es um den zweiten Platz hinter der Schweiz gehen, der noch zu einer Teilnahme an der WM berechtigen würde.

„Wir wissen, dass das Spiel gegen Polen das wichtigste sein wird. Bei der letzten WM-Quali waren wir schon Dritter, hatten aber glücklicherweise ein gutes Torverhältnis und durften zur WM nach Schweden. Diesmal wollen wir uns sicher über mindestens den zweiten Platz qualifizieren. Zum zweiten Mal bei einer WM-Endrunde dabei zu sein, wäre auch für mich persönlich ein absoluter Traum“, blickt der Kauferinger Kapitän Maxi Falkenberger voraus, der wie bei den Red Hocks auch in der Nationalmannschaft mittlerweile zu den Führungsspielern gehört.

Ebenfalls berufen wurde auch wieder Tino von Pritzbuer, gebürtiger Landsberger und Eigengewächs des Kauferinger Floorballs, den es mit Beginn dieser Saison in die Schweiz zu Wiler Ersigen verschlug, wo der 20-Jährige seither wertvolle Erfahrungen sammelt. „Das Tempo in der Schweiz ist wesentlich höher als in Deutschland und auch die Quantität an guten Spielern ist hier viel größer. Neben dem Polen-Spiel freue ich mich besonders auf das Auftaktmatch gegen die Schweiz, wo ich gegen einige Jungs aus unserer 1. Mannschaft spiele, das ist schon etwas Besonderes!“

Ebenfalls mit an Bord der deutschen Equipe werden auch wieder einige Kauferinger Trainer sein. Der ehemalige Red Hocks-Trainer Christoph Huber wird wie gewohnt Chefcoach Soutter assistieren, Marc Ullius wird sich um die Fitness der Nationalspieler kümmern und auch Physiotherapeutin Thamara Zobel wird wieder mit dabei sein.

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