"Lehrstunde" für die Red Hocks

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An Klassenprimus Weißenfels führt kein Weg vorbei – erneut mussten Tobias Hutter und die Red Hocks eine herbe Niederlage einstecken. Nun geht es in die Playoffs.

Kaufering – Die Floorballer der Red Hocks Kaufering haben ihre Hauptrunde am vergangenen Wochenende abgeschlossen und bereiten sich nun auf die Playoffs vor. Zum Schluss gab‘s in einem hochklassigen aber sehr einseitigen Spiel eine herbe Niederlage gegen Klassenprimus UHC Sparkasse Weißenfels.

Bereits vom Anpfiff weg war klar, in welche Richtung die Partie gehen würde. Kaufering sah sich bereits ab den ersten Sekunden im eigenen Drittel eingeschnürt, konnte sich aber immer wieder befreien. Nach etwas mehr als zehn Minuten stand es deshalb nur 0:1, ein achtbarer Teilerfolg gegen die Übermannschaft aus Sachsen-Anhalt. Bis zur Drittelpause erhöhte der UHC das Tempo und nutzte jeden Fehler eiskalt aus, sodass das erste Drittel mit 0:7 sehr deutlich endete. Enttäuscht aber weiterhin darauf bedacht, der UHC-Offensive Paroli zu bieten, gingen die Red Hocks in den zweiten Abschnitt. Dabei rotierte Trainer Rasso Schorer mehrfach, um verschiedene Formationen im Hinblick auf die Playoffs unter die Lupe zu nehmen.

Torhüter Kornelius Schmid wurde durch die nominelle Nummer Eins, Tobias Dahme, ersetzt. Auf dem Feld durfte erstmals Stefan Dott in der Verteidigung seine Visitenkarte abgeben. Er bereitete direkt den 1:8-Ehrentreffer vor, den Andreas Finkenzeller aus kurzer Distanz erzielte. In der Hintermannschaft spielten die Gastgeber ihr bestes Drittel und blockten nun mehr Schüsse als zuvor. Auch in der Offensive kam man nun zu mehr Chancen, allerdings wollte der Ball trotz bester Kontermöglichkeiten nicht im Netz zappeln. Mit 1:11 ging es deshalb in die zweite Drittelpause. Der Schlussabschnitt verlief ähnlich wie das erste Drittel.

In den ersten zehn Minuten trotzten die Lechtaler dem Abonnement-Meister noch ein 1:1 ab. Auch danach kämpften die Jungs um Kapitän Maxi Falkenberger zwar tapfer weiter, ließen Weißenfels aber noch auf 2:18 davon ziehen. Falkenberger resümierte nach dem Spiel: „Das war heute eine Lehrstunde, Weißenfels steht völlig zurecht auf dem ersten Platz und es wäre eine dicke Überraschung, wenn der UHC dieses Jahr nicht Meister wird. Auch wenn das Ergebnis nicht danach aussieht, haben wir heute bis zum Schluss gekämpft und phasenweise ein ordentliches Spiel gemacht.“

Viertelfinale vor der Brust

Bereits vor der Partie war für die Roten das ausgegebene Saisonziel, der Klassenerhalt, und die damit verbundene Playoffteilnahme sicher. Seit Montag läuft die Vorbereitung auf das Playoff-Viertelfinale, das schon am kommenden Sonntag beginnt und als Best-of-Three-Serie ausgetragen wird. Wer also zuerst zwei Spiele gewinnt, steht im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Als Sechster der Hauptrunde treffen die Red Hocks im Viertelfinale auf den letztjährigen Finalisten, die Red Devils Wernigerode. Zwar geht Kaufering vermeintlich als leichter Außenseiter in die Partie. Dass man die Devils jedoch durchaus schlagen kann, konnten die Red Hocks im Auftaktspiel dieser Saison zeigen – das 7:3 war sogar der zweithöchste Saisonsieg bis dato.

Im Laufe der Saison konnte sich das Team aus dem Harz um Nationalspieler Ramon Ibold aber kontinuierlich steigern, im Rückspiel war bereits eine wesentlich stärkere Wernigeröder Mannschaft auf dem Feld, die am Ende verdient 10:5 gewann. Personell haben die Sachsen-Anhalter in dieser Saison einen deutlich homogeneren Kader als im Vorjahr, besonders junge Talente kommen in dieser Saison mehr zum Zug und tragen einen großen Teil zum Erfolg der Devils bei. Ein weiterer Unterschied im Vergleich zur durchwachsenen Hinrunde ist der finnische Torhüter Ville Jokela, der die Defensive gut verstärkte. Mit ihm gab es nur zwei Spiele, in denen die Devils mehr als vier Gegentore kassierten, ein starkes Qualitätsmerkmal für einen Floorball-Schlussmann.

Auch deshalb wird es für die Red Hocks wieder darum gehen, das Hauptaugenmerk auf die eigene Defensive zu lenken, um wieder an Stabilität zu gewinnen. Trainer Schorer kann voraussichtlich auf seinen gesamten Kader zurückgreifen, wenn die Red Devils am kommenden Sonntag zum ersten Spiel der Serie im Kauferinger Sportzentrum gastieren. Spiel 2 und ein mögliches Spiel 3 finden dann in Wernigerode statt, weshalb die Roten ihr Heimspiel unbedingt gewinnen sollten, um mit guten Chancen auf den Halbfinaleinzug in den Harz zu fahren. Der Anpfiff der Viertelfinalpartie ist am kommenden Sonntag, 10. April, um 16 Uhr im Kauferinger Sportzentrum.

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