Um den Klassenerhalt

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Vier Mal traf Max Matzer-Kernich für den TSV Landsberg und verhalf so zum knappen 25:24-Heimerfolg gegen die Gäste aus Gauting.

Landsberg – Gegen den HC Gauting wollten die Landsberger Handballer in der Bezirksoberliga „den Sack zu machen“ und mit einem Punktgewinn den Klassenerhalt sichern. In einem von beiden Seiten eher fahrigen Spiel mussten sicherte sich der TSV durch den knappen 25:24-Sieg doch die zwei Punkte.

Den besseren Start im Landsberger Sportzentrum erwischten zunächst die Gäste, die sich mit schnellem Spiel durchsetzen und rasch mit 1:3 in Führung gingen. Die Abwehr der Gastgeber zeigte sich anfangs öfter mal einen Schritt zu langsam und im Angriff fehlten die zwingenden Ideen. Aber langsam steigerte man sich, und mit einem sicheren Wurf von außen markierte Dennis Gleich in der elften Minute dann den Ausgleich zum 4:4.

Allerdings nutzten die Lechstädter die spielerische Steigerung nicht so richtig, zu viele gut erarbeitete Chancen ließ man liegen und immer wieder profitierten die Gegner von technischen Fehlern. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, auch einen Vorsprung von zwei Toren der Landsberger (10:8/23.) glich Gauting wieder aus. Vor allem gegen die Kreisanspiele fanden die Gastgeber in dieser Phase kein richtiges Mittel. Die 12:11 in Pausenführung der Landsberger glichen die Gäste zu Beginn des zweiten Durchgangs schnell aus. Aber der sichere Christian Eisen brachte den TSV wieder in Front. Es ging nun schnell hin und her. Bei beiden Mannschaften fehlte zunehmend die Ordnung im Spiel, Hektik kam auf. 

Kritisch wurde es für die Gastgeber als sie beim Stand von 15:16 (40.) gleich drei Strafzeiten kurz hintereinander kassierten und so teilweise in doppelter Unterzahl auf dem Spielfeld waren. Doch die Landsberger Mannschaft verlor nicht die Nerven und traf dann sogar in Unterzahl. Vor allem Max Matzer-Kernich zeigte sich durchsetzungsfähig und vor allem treffsicher. Hinten parierte Axel Imhof im Tor einen Siebenmeter und etliche freie Würfe. So war nach den Strafzeiten nicht wie befürchtet im deutlichen Rückstand sondern lag tatsächlich ein Tor vorne (17:16).

Wieder vollzählig konnte man das sogar noch bis zum 22:19 ausbauen, wie immer war Andi Riedel vom Siebenmeterpunkt treffsicher. Der TSV schaffte es dann aber nicht, den Vorsprung ruhig nach Hause zu spielen. Gauting kämpfte sich wieder heran und machte es Landsberg vor dem Tor schwer. Zu Beginn der letzten Minute stand es dann 24:24, als Andi Riedel noch einmal traf. Gauting versuchte zwar zum Ausgleich zu kommen, doch ein letzter Freiwurf zwei Sekunden vor Schluss brachte nichts ein.

Ein Stück Nervosität „Wichtig ist es auch so ein Spiel zu gewinnen, das war heute sicher nicht eines unseren guten Spiele“, betont der Landsberger Trainer Wiggerl Hoffmann nach der Bezirksoberliga-Partie. In der Abwehr merke man der Mannschaft an, dass Alexander Neumeyer fehlt. Ohne ihn sei man dort nicht so eingespielt und habe insgesamt zu viele Fehler gemacht. „Sicher war da auch ein Stück Nervosität im Spiel und wir müssen voll konzentriert sein um eine Leistung, wie in der zweiten Halbzeit beim Spiel gegen Fürstenfeldbruck zu bringen.“

Wieder einmal unter den Zuschauern war auch Tomi Schwirkmann, der lange Jahre der Kopf der Landsberger Landesligamannschaft war und seine aktive Laufbahn beendet hat. „Landsberg hat sich sicher verdient den Klassenerhalt gesichert. Klar kann da noch einiges besser werden, aber auf der Truppe lässt sich aufbauen“, so Schwirkmanns Fazit nach der Begegnung.

Knapper 25:24-Erfolg

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