Aktuelles aus Rio

Augenblick, verweile doch

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Schon (fast) wieder vorbei: Tobias Englmaier und Michael Janker (links und rechts) haben ihre Wettkämpfe in Rio bereits absolviert. Monika Karsch geht am heutigen Dienstag ab 14 Uhr nochmals auf Medaillenjagd.

Landsberg – „Dabei sein ist alles“, lautet das olympische Motto. Mehr war bisher auch nicht drin für die Sportler aus dem Landkreis, die in Rio einen Erfolg auf der ganz großen Bühne angestrebt hatten. Judoka Tobias Englmaier schied im Achtelfinale aus, für Michael Janker war mit dem Luftgewehr in der Qualifikationsrunde Schluss. Ähnlich erging es Monika Karsch, die jedoch am heutigen Dienstag mit der Sportpistole einen erneuten Anlauf nimmt. Kleinkaliberschütze Daniel Brodmeier greift erst ab Freitag ins Geschehen ein.

Englmaier hatte während seiner langen Verletzungspause um die Nominierung für Rio bangen müssen. Entsprechend groß war die Erleichterung bei dem Judoka, der sich mit einem straffen Vorbereitungsprogramm zu Wettkampfform quälte, als der Verband grünes Licht gab.

Zum Auftakt in der Klasse bis 60 Kilogramm bekam es Englmaier, der bei den Spielen 2012 in London bereits nach dem ersten Kampf die Segel streichen musste, mit dem Spanier Francisco Garrigós zu tun. Zweimal war er bisher auf den ehemaligen Juniorenweltmeister getroffen, jedes Mal setzte es eine Niederlage. Doch diesmal machte es der Münchener, der in Penzing aufgewachsen ist, besser: Wenige Sekunden vor Schluss gelang ihm der entscheidende Wurf und der Einzug ins Achtelfinale. Dort war jedoch gegen den Brasilianer Felipe Kitadai Endstation. Englmaier geriet früh mit einer kleinen Wertung ins Hintertreffen, ein Comeback gelang ihm nicht mehr. Die Entscheidung, ob und wie ambitioniert er seine Laufbahn fortsetzen wird, hatte sich der 28-Jährige für die Zeit nach Rio schon vorab auf die Agenda gesetzt.

Zum ersten Mal bei Olympia dabei war Michael Janker von der FSG Dießen. „Michael ist immer für eine Überraschung gut!“, hatte Trainer Mario Gonsierowski vorab noch gehofft. Doch daraus wurde beim Luftgewehrschießen auf 10 Meter nichts. Nach drei von sechs Durchgängen der Qualifikation rangierte der Hagenheimer nur auf Platz 33 von 56 Teilnehmern, am Ende gelang ihm mit 620,8 Zählern der Sprung unter die ersten Acht nicht mehr – Rang 29. 625,5 Ringe wären am Ende für das Finale der besten acht Schützen notwendig gewesen. Damit war am Montag vorzeitig Schluss für den 24-Jährigen.

Daniel Brodmeier, ebenfalls Mitglied der FSG Dießen, tritt mit dem Kleinkaliber in den Wettkämpfen „Liegend“ und im Dreistellungswettkampf erst am Freitag und Samstag im Deodora Olympic Park im Westen Rios an. Laut Heiner Gabelmann, Sportdirektor beim Deutschen Schützenbund, gilt Brodmeier als „potenzieller Podestkandidat“. Schon im Jahr 2012 hatte der 28-Jährige in London olympische Luft geschnuppert, damals landete er auf Rang 5.

Den ersten Teil ihres Programms absolviert hat auch schon die gebürtige Rotterin Monika Karsch. Mit der Luftpistole hatte sie am Sonntag den Finaleinzug verpasst, Rang 25 mit 379 Ringen reichte in der Qualifikation nicht für den Sprung in die Finalrunde. Eine zweite Chance hat die 33-jährige Sportsoldatin bei ihrer ersten Olympia-Teilnahme aber am heutigen Dienstag ab 14 Uhr in ihrer Paradedisziplin, der Sportpistole.

ras

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