Nervenstarke HSB Landsberg

Krimi bei Heimpremiere

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In einer überaus spannenden Regionalliga-Partie gegen Slama Jama Gröbenzell behielt die HSB Landsberg (am Ball Niklas Brakel) die Oberhand und siegte 74:68.

Landsberg – Nach den zwei Niederlagen in der zurückliegenen Saison ist den Spielern der Heimerer Schulen Basket um Kapitän Michi Teichner am Samstag eine eindrucksvolle Revanche gelungen: In einem packenden Spiel, das nichts für schwache Nerven war, machte die HSB vor heimischem Publikum Werbung in eigener Sache und schickte Slama Jama Gröbenzell mit einer 74:68-Niederlage nach Hause.

Im ersten Viertel dominierten die Schützlinge von Coach Roman Geese den Gegner aus Gröbenzell noch klar: Wenig Ballverluste, eine starke Defense und ein hohes Tempo bescherten den Lechstädtern eine 22:11-Führung. Dann aber mussten die Landsberger dem hohen Anfangstempo erst mal Tribut zollen. Gröbenzell kam im zweiten Abschnitt deutlich besser ins Spiel, die Würfe von Außen fanden immer häufiger ihr Ziel. Auch der Wechsel auf Zonenverteidigung brachte der HSB nicht den gewünschten Erfolg, der Vorsprung schmolz dahin, so dass man mit einem knappen 36:34 in die Halbzeitpause ging.

Spannung bis zum letzten Korb

Nach dem Pausentee kamen die Gröbenzeller aggressiver aus der Kabine und konnten erstmals in Führung gehen. Beide Teams spielten in dieser Phase auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für die Gäste, die verdient das dritte Viertel mit vier Zähler knapp für sich entscheiden konnten, so dass es beim Spielstand von 51:53 ins letzte und entscheidende Viertel ging.

Erneut erwischte Gröbenzell den besseren Start und sah, als es auf 53:63 davonzog, bereits wie der sichere Sieger aus. Aber die Landsberger, die sich nie aufgaben, kamen mit tatkräftiger Unterstützung des heimischen Publikums wieder zurück und konnten mit einem spektakulären 10:0-Lauf ausgleichen. Das Spiel stand nun sprichwörtlich auf des Messers Schneide und die Halle am Hungerbachweg stand Kopf.

In der letzten Minute wurde den Zuschauern einiges geboten: die Landsberger erarbeiteten sich durch Treffer von Lukas Klocker, Magnus Sauter und vor allem Lorenz Hüper einen noch nicht beruhigenden Vorsprung auf 71:68 – und das trotz vier vergebener Freiwürfe in der Crunchtime. Zudem musste Magnus Sauter nach einem nicht geahndeten schmerzhaften Foul unter Beifall das Spielfeld verlassen, um im Anschluss an den Schlusspfiff zum Nähen ins Krankenhaus zu fahren.

Mit der Schlusssirene versenkte Lorenz Hüper „vom Parkplatz“ den letzten Dreier des Abends und sicherte so den Landsbergern den mehr als verdienten Sieg. Die Fans feierten den ersten Sieg im ersten Heimspiel mit Standing Ovations. Die Lechstädter schoben sich mit diesem Erfolg auf Rang 5 der Tabelle. Nun stehen wieder zwei Auswärtsspiele in Milbertshofen und beim SB München an, ehe am 8. November Olching nach Landsberg kommt.

Für die HSB Landsberg spielten: Mateusz Bobrowski (10 Punkte), Niklas Brakel (0), Chris Hoffmann (8), Lorenz Hüper (20), Lukas Klocker (14), Jordan Pavel (0), Magnus Sauter (10), Mo Siegwardt (3), Michi Teichner (6), Pierre Welz (3).

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