Ein einziger Kritikpunkt

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Gegen das Tabellenschlusslicht Königsbrunn reichte es für die Landsberger, hier noch gegen Mindelheim, für ein sicheres 1:0 und damit zu drei Punkten in der Tabelle.

Landsberg – Die beeindruckende Serie in der Landesliga Südwest hält – und richtig schwer kann es zur Zeit der TSV Landsberg nur sich selbst machen. Mit 1:0 (1:0) bezwang man den FC Königsbrunn.

Dabei musste man sich höchstens den Vorwurf gefallen lassen, dass man die Begegnung nicht deutlicher für sich entschieden hatte. Trainer Sven Kresin war's letztlich egal: „Wir haben die drei Punkte mitgenommen, nur das zählt am Schluss.“ Das hätten seine Mannen aber einfacher haben können. Königsbrunn zeigte, warum man bereits als Absteiger feststeht. Bis zum Strafraum war es teilweise noch ganz ordentlich, was die Gäste präsentierten, dann waren sie aber mit ihrem Latein am Ende. Als Reich in der 63. Minute freistehend über das Tor schoss, kam er dafür mit der einzigen nennenswerten Chance der Gäste ins Protokoll – und selbst die war nur entstanden, weil der TSV den Ball zuvor leichtfertig abgegeben hatte.

Ansonsten hatte der FCK in Landsberg nichts zu bestellen. Die Hausherren störten konsequent bei der Ballannahme, waren in den Zweikämpfen fast immer einen Schritt schneller. Als die Außenstürmer Nuscheler und Fülla nach 20 Minuten die Seiten tauschten, war die Verwirrung in der Königsbrunner Hintermannschaft komplett, dabei war man schon zuvor stark unter Druck geraten. Sechs gute Gelegenheiten erarbeite sich der TSV bis dahin, vier davon hatte alleine Nuscheler. „In den ersten 20 Minuten haben wir den Torwart warmgeschossen, obwohl wir ihn eigentlich nur angeschossen haben“, so Kresin.

Nach 25 Minuten gab es dann aber doch das überfällige 1:0 zu sehen. Strohhofers Kopfball nach Salemovic-Vorlage wäre zwar links am Gehäuse vorbeigegangen, doch der aufgerückte Storhas rutschte in den Ball und bugsierte ihn aus kurzer Entfernung über die Unterkante der Latte ins Tor. Danach folgte die Schwächephase der Gastgeber, wie auch Kresin einräumt. „Wir waren da etwas zu passiv. Das haben wir in der Halbzeit auch angesprochen, danach ging es etwas besser und obwohl wir konzentrierter in der Abwehr gestanden sind, haben wir ja immer noch Chancen bekommen.“

Die beste vergab Stefan Strohhofer, der nach einer knappen Stunde mit einem Elfmeter an Pütz im Königsbrunner Tor scheiterte. Dass Strohhofer an diesem Tag insgesamt nicht so stark auftrumpfte wie in einigen Spielen zuvor, ficht seinen Trainer nicht an. „Von mir bekommt er da keinen Druck. Bis auf dieses Spiel und das in Mering war er immer für ein Tor gut. Ich weiß, was ich an ihm habe und dass er auch in den letzten drei Spielen sehr wichtig für uns sein wird.“

Sinnbild für das Niveau

Dafür ragten gegen Königsbrunn aus einer insgesamt starken Defensivleistung Innen-verteidiger Peter Knechtel und Rechtsaußen Michael Stahl heraus. Ersterer ist dabei für seinen Coach ein Sinnbild für das momentane Niveau seiner Mannschaft. „Peter hat sich auf der Position festgespielt, da ist es für andere schwer, an ihm vorbeizukommen. Wer zur Zeit spielt, tut das auf einem guten Level, es gibt im Moment keine Aussetzer.“

Lediglich an der Chancenauswertung sollte der TSV noch arbeiten, denn was man nach einigen zwischenzeitlichen Abspielfehlern in den Schlussminuten gegen die zunehmend harmlosen Gäste liegenließ, wollten die Zuschauer fast nicht glauben. So wünscht sich auch Sven Kresin, „dass wir in Zukunft irgendwann das zweite Tor vorlegen, damit wir nicht ab der 75. Minute bei jedem weiten Ball wieder zittern müssen.“

Das ist derzeit aber auch schon der einzige Kritikpunkt des 36-Jährigen an seiner Truppe, die die beeindruckende Serie fortgesetzt hat: Sechs Siege und ein Remis hat man sich in den letzten sieben Spielen erarbeitet und hält damit weiter Kontakt zur Tabellenspitze. Dort wird es immer enger, so dass die Landsberger (57 Punkte, ein Spiel weniger) weiterhin noch eine kleine Chance auf den Relegationsplatz haben, zumal am kommenden Wochenende Raisting (60) gegen den neuen Tabellenführer Pipinsried (63) antritt.

Kresin will weiterhin nicht nach oben schielen, sondern gibt nur die Marschroute für das nächste Spiel in Kaufbeuren vor, wo man noch gegen den Abstieg kämpft. „Unsere Serie soll halten, auch wenn wir wieder auf eine spielstarke Mannschaft treffen, wissen wir, was wir zu tun haben. Wenn wir so spielen wie gegen Durach, können wir wieder erfolgreich sein.“

Die letzten drei Punktspiele des TSV Landsberg: Samstag, 18. Mai (16 Uhr) SpVgg Kaufbeuren (auswärts), Mittwoch, 22. Mai (19 Uhr) FC Gerolfing (auswärts, Nachholspiel), Samstag, 25. Mai (16 Uhr) FC Memmingen II (heim).

Christoph Kruse

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