Fußballer im Aufwärtstrend

Abgeklärt zum Heimerfolg

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Philipp Siegwart war gegen Gundelfingen kaum zu halten: Der emsige Angreifer bereitete die ersten beiden Treffer seines TSV mustergültig vor.

Landsberg – Nach dem 3:1 am vergangenen Samstag gegen Gundelfingen darf der TSV Landsberg den Blick in der Tabelle wieder vorsichtig nach oben richten. Das Erreichen sicherer Gefilde ist das nächste Ziel. Gegen die Schwaben gelang ein Start nach Maß, mit Ausnahme einer fahrigen Viertelstunde hielt die Krötz-Elf das Spiel-Diktat fest in ihren Händen und überzeugte durch Kompaktheit. Nun geht es zu Schlusslicht Regensburg, vor dem der Trainer jedoch eindringlich warnt.

„Der Abstiegskampf ist noch nicht vorbei“, mahnt Roland Krötz, Trainer der Landsberger Bayernliga-Fußballer, nach dem dritten Sieg in Serie, diesmal gegen Gundelfingen. „Wir haben uns wieder auf Schlagdistanz herangebracht, jetzt geht es darum, dass wir uns so schnell wie möglich absetzen.“

Sämtliche Zweifel am Sieg gegen die Gäste von der Donau zerstreut hatte Daniel Neuhaus mit dem 3:0 in der 67. Minute. „Damit war der Deckel drauf.“ Mit einer richtig guten Einzelaktion habe der Mittelfeldspieler seine Qualitäten aufblitzen lassen, freut sich der Coach. „Er spielt zwei Gegenspieler aus und lässt dann auch dem Torhüter keine Chance.“

Keine Chance hatte Schlussmann Dominik Trenker auch schon zuvor. Denn sowohl die frühe Führung als auch das 2:0 hatte der TSV blitzsauber herausgespielt. Und so musste der 24-jährige FCG-Keeper bei seinem Saisondebüt bereits in der 6. Minute erstmals den Ball aus dem Netz holen. Der stark aufgelegte Sebastian Bonfert hatte Stürmer Philipp Siegwart auf der rechten Seite auf die Reise geschickt, dessen Hereingabe vollstreckte der Mittelfeldakteur dann wieder selbst.

Gundelfingen näherte sich nach einer guten Viertelstunde mit einem Freistoß zum ersten Mal dem TSV-Gehäuse an, doch am Drücker blieben die Gastgeber. In der 29. Minute gelang erneut das Zuspiel auf Siegwart, der rechtzeitig in den Rücken der gegnerischen Verteidigung gestartet war. Wieder fand seine Hereingabe einen dankbaren Abnehmer, diesmal hielt Daniel Jais den Fuß hin.

Landsberg schien sich mit dem 2:0 einstweilen zufrieden zu geben und investierte bis zur Halbzeit weniger. „Bis zur Pause sind wir nicht so stabil gestanden und Gundelfingen hatte drei, vier Chancen, teils durch Distanzschüsse“, weiß Krötz. Doch auf Torhüter Tobias Heiland war Verlass, er hielt die Zwei-Tore-Führung fest.

Nach Wiederanpfiff hatten sich die Hausherren sichtlich gefangen, die alte Kompaktheit war wiederhergestellt. „Wir haben das Ergebnis auch ein bisschen verwaltet“, verrät Krötz, dessen Vorgabe sich mit dem 3:0 auszahlte. Daran änderte auch der Ehrentreffer Gundelfingens durch Julian Brandt (88.) nichts mehr.

Für eine erfolgreiche Fortsetzung des momentanen Zwischenhochs scheinen die Karten gut, am Sonntag geht es zu Schlusslicht Regensburg. Doch so sicher ist sich Krötz seiner Sache nicht: „Ich habe Regensburg gegen Pipinsried beobachtet und fand sie extrem stark. Ihre Qualität hat mich wirklich überrascht und ich kann mir die schwache Punkte-Ausbeute nicht erklären. Vielleicht liegt es an mangelnder Erfahrung.“ Interessant dürfte auch werden, welche Spieler die Oberpfälzer aus ihrer Drittligamannschaft für die Partie abstellen. „Das kann ein Vor- oder Nachteil sein“, findet Krötz. „Klar käme individuelle Klasse dazu, andererseits schadet es der Eingespieltheit.“

Rasso Schorer

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