In letzter Minute

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Bei Muriz Salemovic ging schnell nichts mehr – nach einem brutalen Foul musste er ins Krankenhaus.

Landsberg – Auf einem solchen Platz konnte das Tor wohl nur so fallen: Mit der letzten Aktion in der Nachspielzeit haben sich die Fußballer des TSV Landsberg auf dem „Acker“ in Eichstätt den ersten Sieg in der Fußball-Bayernliga nach der Winterpause gesichert.

Wobei die Premiere nur für die Pflichtspiele gilt – die unfreiwillige Pause eine Woche zuvor hatte Trainer Sven Kresin zu einem Testspiel seiner Truppe in Kaufbeuren genutzt. Dort gewann man trotz eines 0:2-Rückstandes zur Pause noch mit 3:2; zweimal traf Nuscheler, in der Schlussminute entschied Strohhofer die Partie. Während bei den ostallgäuer Nachbarn auf durchaus regulärem Geläuf gespielt werden konnte, war in Eichstätt von Beginn an klar, dass die Witterung dem Platz arg zugesetzt hatte. Beiden Mannschaften versprangen folglich zahlreiche Bälle, an kontrollierten Spielaufbau war kaum zu denken. Eine Kopfballverlängerung nach einem Freistoß setzten die Gastgeber an die Unterkante der Latte (27.), ansonsten verbrachte Heiland einen recht ruhigen Nachmittag. Obwohl auch der TSV Landsberg angesichts des holprigen Untergrundes immer wieder mit hohen Bällen agierte, hatte man die besseren Chancen. Nuscheler scheiterte am herausstürzenden Haas (37.), in der zweiten Halbzeit „zielte“ Strohhofer aus wenigen Metern unbedrängt über das Tor.

Zu diesem Zeitpunkt war Muriz Salemovic bereits im Eichstätter Krankenhaus. Vermutlich ist bei dem Spielgestalter das Brustbein angebrochen, auch eine Rippe wurde wohl in Mitleidenschaft gezogen. Victor Stoll war der VfB-Akteur, der Salemovic mit seinem Horror-Tritt direkt in den Krankenwagen beförderte. Stoll beteuerte, den heransprintenden Salemovic nicht gesehen zu haben, der Schiedsrichter schenkte dem keinen Glauben und schickte den Innenverteidiger mit der Roten Karte eine Minute vor der Halbzeit zum Duschen.

Die Landsberger konnten aus der numerischen Überlegenheit erst gegen Ende der Partie Kapital schlagen. In den letzten Minuten brannte es nach Standardsituationen gleich mehrere Male lichterloh im Eichstätter Strafraum. Und praktisch mit Schlusspfiff sorgte Quendrim Beqiri nach einer Ecke für den wichtigen 1:0-Auswärtssieg.

Hatte man nach der Niederlage in Hankofen zwischenzeitlich wieder nach unten geschielt, sieht die Tabelle dank des Last-Minute-Sieges jetzt wieder deutlich besser aus. Der Aufsteiger hat zehn Runden vor Schluss bereits 40 Punkte gesammelt und steht auf Rang sechs. Zwar muss möglicherweise sogar der Tabellen-14. am Ende noch in die Relegation. Von den momentan dort platzierten Raistingern ist man aber weit entfernt.

Beim Bestreben, den Klassenerhalt so schnell wie möglich vorzeitig zu sichern, können die Landsberger jetzt in den zwei ersten Heimspielen nach der Winterpause zulegen. Am kommenden Samstag (14 Uhr) tritt der TSV Schwabmünchen im Hacker-Sportpark an. Dieser Gegner steckt mit 25 Punkten auf Platz 17 mitten im Abstiegskampf, konnte der Kresin-Truppe im Hinspiel allerdings mit 1:0 den Zahn ziehen.

Den direkten Tabellennachbarn hat man dann am Mittwoch, 1. April, um 19 Uhr zu Gast. Dann läuft der FC Unterföhring zum Nachholspiel in Landsberg auf.

Christoph Kruse

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