Unüberwindbare Hürden

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Die DJK Landsberg, hier am Ball Lukas Klocker, hatte auch im letzten Regionalliga-Spiel keinen guten Tag erwischt und gab die Partie 60:80 an den TSV Olching.

Landsberg – Das Wort Krise hört kein Trainer gern, doch nach der bitteren 60:80-Pleite beim Kellerkind TSV Olching am vergangenen Samstag ist klar: Die Landsberger Basketballer stecken im größten Tief, seit Roman Gese das Team vor drei Jahren übernommen hat.

Wehmütig dürfte manch DJK-Spieler derzeit an den Beginn der Saison zurückdenken. Als amtierender Meister startete das Team in die 2. Regionalliga Süd-Spielzeit und lange sah es so aus, als wäre die Wiederholung des Titelgewinns so sicher die Drei-Punkt-Würfe von Landsbergs Aufbauspieler Xaver Egger. Doch mit der vermeidbaren Niederlage in Milbertshofen Anfang Dezember bekam das selbstbewusste Gerüst des Landsberger Teams die ersten Risse, die sich mit der anschließenden deutlichen Pleite gegen Schwabing vertieften. Das Landsberger Spiel, das vormals locker und aus einem Guss wirkte, wurde plötzlich behäbig und schwerfällig. Darüber konnte auch der deutliche Sieg gegen Freising nach der Winterpause nicht hinwegtäuschen. Schon eine Woche später gegen starke Gröbenzeller zitterte das Händchen der DJK-Spieler wieder. Und dann kam Olching. Der Aufsteiger. Ein Team, das bislang fast alles verloren hatte. Eine leichte Aufgabe. Für Landsberg wurde sie am Samstag dennoch zur unüberwindbaren Hürde. Schon nach den ersten Minuten war klar, dass der vermeintlich einfache Auftritt für die Landsberger zum Desaster werden könnte. In der Verteidigung viel zu weit weg von den Gegenspielern, die den überraschenden Freiraum immer wieder zu Körben nutzten, entbrannte im Angriff der DJK ein regelrechter Wettkampf um die meisten Fehlwürfe und Fehlpässe. Nur 28 Punkte schafften die Gäste auf diese Weise bis zur Halbzeit. Dass der Rückstand nur zehn Zähler betrug, war angesichts der desolaten Leistung eine gute Nachricht. „Es mangelt uns am Selbstbewusstsein“, konstatierte Trainer Roman Gese verärgert in der Halbzeitpause. Tatsächlich hatte sein Team trotz körperlich unterlegener Gegenspieler meist den Abschluss von außen gesucht anstatt den Korb zu attackieren. Immerhin, in der zweiten Hälfte suchten die DJK-Spieler des öfteren den Weg in die Zone, jedoch blieben es meist Einzelaktionen. Die Olchinger dagegen witterten weiter ihre Chance, kamen auch dank der immer wieder vorhandenen Nachlässigkeiten in der Landsberger Defensive – besonders beim Rebound – zu einfachen Punkten. Als die Gastgeber Mitte des letzten Viertels erneut zweistellig führten, war der Landsberger Widerstand endgültig gebrochen. Zumindest mit der Einstellung sei er zufrieden gewesen, sagte ein enttäuschter Landsberger Trainer nach der Partie. „Das ändert aber nichts daran, dass wir zur Zeit einfach schlecht spielen.“ Für sein Team war es die vierte Niederlage im fünften Spiel. In der Tabelle rutschte der amtierende Meister damit auf den fünften Platz ab. Die Titelverteidigung ist damit angesichts von acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Schwabing kein Thema mehr. Viel wichtiger dürfte nun sein, dass das Team zu seinen Stärken zurückfindet. Die nächste Bewährungsprobe wartet am kommenden Samstag um 19.30 Uhr im Sportzentrum. Dann trifft die DJK zuhause auf den Tabellenvorletzten TSV München Ost.

chpe

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