HCL vor dem Aufstieg?

Pro Bayernliga

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Die Riverkings sind nicht zu stoppen und in diesem Jahr äußert sich der Vereinsvorstand klar "pro Bayernliga".

Landsberg – Die Eishockey-Saison geht in die entscheidende Phase und nicht nur in Landsberg wird eifrig gerechnet. Dabei geht es meist inzwischen weniger um Punkte und Tore, als um die Finanzen. Auch beim HCL macht man sich bereits Gedanken, ob man die Bayernliga im Falle eines Aufstiegs stemmen kann.

Bei einem Vorstandstreffen mit einigen weiteren Mitgliedern in der vergangenen Woche votierte man klar „pro Bayernliga“ – allerdings steht die Entscheidung noch unter Finanzierungsvorbehalt. Es herrschte Einigkeit, dass dringend neue Quellen im Marketing und Sponsoring er-schlossen werden müssen. Klar ist, dass man mit dem bisherigen Etatansatz von rund 150000 Euro bei weitem nicht mehr auskommen wird. Alleine für die erste Mannschaft müsste man in der Bayernliga vermutlich einen knapp sechsstelligen Betrag aufwenden, der gesamte Haushalt des Vereins dürfte dann etwa bei einer Viertelmillion Euro liegen.

Eine Perspektive, die vermutlich den ein oder anderen Aufstiegskandidaten in den beiden Landesligen abschrecken dürfte. In die Karten sehen lassen sich dabei im Moment die wenigsten Vereine. In der Landesliga Süd/West, in der auch der HCL spielt, soll ein heißer Kandidat um die Play-Off-Plätze den Aufstiegsverzicht fertig formuliert und unterschreiben bereits auf dem Schreibtisch liegen haben – bis zum Monatsende könnte er noch zum Bayerischen Eissport-Verband (BEV) abgeschickt werden.

In der Landesliga Nord/Ost, wo auf den beiden ersten Plätzen der mögliche Kandidat für das Play-Off-Halbfinale der Riverkings ermittelt wird, schießen die Spekulationen inzwischen ebenfalls mächtig ins Kraut. Lange Zeit führte Dingolfing dort zusammen mit Pegnitz die Tabelle klar an, inzwischen wird es turbulent: Während die Dingolfinger auf Plakaten offensiv formulierten („Eine Stadt, ein Team, ein Ziel“), soll es inzwischen mit den Aufstiegsambitionen nicht mehr ganz so weit her sein. Gegen Freising gewann man jetzt zwar klar, dem Verfolger aus Vilshofen unterlag man aber mit 2:4. Damit ist Vilshofen selbst wieder im Rennen um Platz zwei. Dort heißt allerdings die Zielsetzung für die Saison: „Noch offen.“

Immerhin hat man sich zumindest in Pegnitz in der vergangenen Woche klar geäußert. Nach „langem Nachdenken und intensiven Gesprächen“ habe man beschlossen, nicht auf den Aufstieg zu verzichten. Mögliche Play-Offs wolle man mit „Freude und aller Leidenschaft“ bestreiten – über die Zukunft, sprich Bayernliga, wolle man sich aber „momentan nicht äußern“. Prompt setzte es dann gegen Passau eine überraschende Niederlage. Bei der Stadt Pegnitz hat man jedenfalls trotzdem bereits eine Verlängerung der Eis-Saison beantragt und erhalten. 

Stadionprobleme hat man auch im Süden in Geretsried. Dass die Riverrats mit ihrem Freiluftstadion erst gar nicht zu den Aufstiegsspielen oder die Bayernliga zugelassen werden (wie von einigen Konkurrenten immer wieder geäußert), dementiert man beim Verband eindeutig: Eine derartige Vorschrift gebe es nicht, so BEV-Geschäftsführer Anton Weitl auf Nachfrage des KREISBOTEN.

Für die Bayernliga „sollte aber sichergestellt sein, dass die Spiele am Freitag beziehungsweise Sonntag durchgezogen werden können.“ Auf der Trainerbank in der Lechstadt nimmt man das Treiben in der Eishockey-Gerüchteküche zumindest offiziell bis jetzt noch recht gelassen. „Darauf haben wir sowieso keinen Einfluss“, sagt Alex Wedl. „Ich gehe jetzt einfach davon aus, dass wir ein reguläres Halbfinale und dann hoffentlich auch Finale spielen. Bis dahin müssen wir uns einfach darauf konzentrieren, unsere Leistung zu bringen.“

Christoph Kruse

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