Schallmauer durchbrochen

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Gegen Landsbergs Michael Teichner (links) und Christopher Hoffmann (rechts) hatten die Münchener keine Chance.

Landsberg – Zur Halbzeit nur mit drei Punkten vorn, war es am Ende dann doch die erwartet klare Angelegenheit: Mit 101:74 besiegte die DJK Landsberg  vor eigenem Publikum den Tabellenneunten München Basket 2 und durchbrach dabei die 100-Punkte-Schallmauer.

Besonders erfreulich aus Landsberger Sicht: Da Konkurrent Schwabing überraschend gegen Gröbenzell unterlag, eroberten die Lechstädter mit ihrem Sieg auch die Führung in der 2. Regionalliga Süd zurück.

Haushoher Sieg

Die letzten zehn Sekunden liefen, als Xaver Egger noch einmal zum Korb zog. Statt selbst zu werfen, entschied sich der Landsberger Aufbauspieler, den Ball in die rechte Ecke zu Christopher Hoffman zu passen. Der 19-Jährige setzte zum Wurf über seinen ihm entgegen springenden Verteidiger an, der Ball flog in hohem Bogen und flutschte schließlich durch die Reuse. Die Zuschauer klatschten begeistert Beifall, hatten die Landsberger dank Hoffmanns Dreier doch etwas geschafft, dass ihnen, seit Gese das Traineramt übernommen hatte, noch nie gelungen war: Zum ersten Mal leuchtete mit der Zahl 100 ein dreistelliges Ergebnis auf der Anzeigetafel auf.

Da ihn sein Gegenspieler bei dem Versuch, den Wurf zu verhindern, auch noch gefoult hatte, feierte Hoffmann wenig später sogar ein im Basketball seltenes Vier-Punkt-Spiel, als er den Bonus-Freiwurf versenkte. Der 19-Jährige krönte damit sein bislang bestes Spiel im Trikot der DJK, zu der er vor der Saison gewechselt war. Mit vier Dreiern und 17 Punkten hatte der Flügelspieler neben Egger (18) und Center Przemyslaw Migala (20) am meisten Zähler zum verdienten Erfolg seiner Mannschaft beigetragen.

Dass der Sieg am Ende mit 101:74 mehr als deutlich ausfiel, lag freilich auch daran, dass der Gegner gerade einmal sechs Spieler aufgeboten hatte. Diese wehrten sich in der ersten Halbzeit nach Kräften, zeigten sich vor allem von außen sehr treffsicher, weshalb die Führung der Landsberger zur Pause nur magere drei Punkte betrug. Im dritten Viertel machte sich die stärkere Bank der Gastgeber dann jedoch bemerkbar. Die DJK hielten das Tempo hoch und kamen immer wieder zu einfachen Punkten aus dem Schnellangriff. Auf Münchner Seite ließ die Trefferquote deutlich nach, weshalb die Führung der DJK bis zum Ende des Durchgangs auf beruhigende zwölf Punkte anwuchs. Im Schlussabschnitt machten die Lechstädter dann endgültig alles klar. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Gese nach dem Spiel. „So macht man das. Meine Mannschaft hat heute bis zum Schluss nicht nachgelassen“, lobte er und spielte damit auf das letzte Spiel in Leitershofen an, als die Seinen eine indiskutable zweite Hälfte abgeliefert hatten.

Für die Landsberger war es das letzte Heimspiel vor Weihnachten. Am kommenden Samstag gastieren sie in Milbertshofen, ehe eine Woche danach die erste Rückrunden-partie beim Tabellenzweiten Schwabing ansteht. chpe

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