Nichts anbrennen lassen

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Regie führte Muriz Salemovic (rechts) für den TSV beim Spiel gegen Aindling und sorgte höchstpersönlich für das 3:1.

Landsberg – Stabil steht die Mannschaft um Trainer Sven Kresin in dieser Saison da und lässt sich kaum irritieren. Der TSV Landsberg siegte auch am vergangenen Wochenende wieder und ließ auch nach kuriosen Szenen nicht locker. Damit schickten die Landsberger den TSV Aindling mit 4:1 nach Hause.

Nach 22 Minuten hob Wilhelm einen Freistoß für den TSV Aindling aus 25 Metern in Richtung Landsberger Gehäuse, Keeper Heiland nahm die Arme nach oben, um den Ball abzufangen. „Dann habe ich erst wieder gesehen, dass der Linienrichter winkt und Tor anzeigt“, sagt Trainer Sven Kresin. Heiland warf sich den Ball unbedrängt praktisch selbst ins Tor, doch weder ihn noch seine Mitspieler beeindruckte der Lapsus großartig – im Gegensatz zur letzten Saison

 „Wir sind stabiler als in der vergangenen Saison“, sagt Kresin daher, „ich denke, dass das Trainerteam das richtige Fingerspitzengefühl zeigt, um die Mannschaft auch auf solche Situationen vorzubereiten.“ Gegen Aindling jedenfalls schüttel-ten sich die Landsberger kurz, um dann umso mehr Druck aufzubauen. Fülla glich in der 33. bereits aus. Auch danach sorgte das Landsberger Offensiv-Dreieck für ständige Kopfschmerzen in der Aindlinger Hintermannschaft. Eine gern genommene Variante sorgte schließlich für die verdiente Führung: Salemovic spielte wieder einmal elegant in den Lauf von Fülla, der legte quer – wo er in der 36. Minute den freistehenden Strohhofer noch nicht gefunden hatte, stand diesmal Sanktjohanser und schob ein. Aindling fand in der zweiten Halbzeit dann gar nicht mehr statt.

Die gut aufgelegten Strohhofer und Fülla hatten bereits Chancen, das Ergebnis in sehr deutliche Höhe zu schrauben, mit einem sehenswerten Solo sorgte dann Salemovic selbst für das vorentscheidende 3:1 (66.). Der Regisseur war es auch, der zehn Minuten vor Schluss das 4:1 für den gerade eingewechselten Tobias Süß auflegte – ein Treffer, der seinen Trainer zu einem Sonderlob veranlasste. „Das Tor freut mich für ihn“, so Kresin, „er hat noch einen Weg vor sich, aber es ist beeindruckend, wie er rackert. Er zeigt viel Leidenschaft, damit bekommt er dann auch seine Einsatzminuten.“

Wer dem Spiel seinen Stempel aufdrückte, stand allerdings diesmal außer Frage. Gästetrainer Bahl bezeichnete Muriz Salemovic als „einen der besten 10er der Liga“ und Kresin sagt: „Man kann die Augen nicht davor verschließen, was er wieder abgeliefert hat, er sorgt für außergewöhnliche Momente.“ Bemerkenswert allerdings auch die Leistung, die die Spieler hinter den drei Offensivkräften zeigten.

Das Mittelfeld mit Storhas und Sanktjohanser vor Krötz war für die Aindlinger deutlich zu ballsicher und zweikampfstark, in der Viererkette konnten Wochnik und Süli auf den Außenpositionen immer wieder weit aufrücken, in der Mitte ließen Haucke und Nichelmann über 90 Minuten nichts anbrennen.

Landsberg tritt nun wieder am Samstag in Kottern an (16 Uhr). Mit einem weiteren Sieg könnte man Platz eins vor dem FC Gundelfingen verteidigen, der zeigte sich zuletzt nicht ganz so souverän.

Christoph Kruse

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